Samstag, 27. Mai 2017

4 Feuerwehrleute bei Waldbränden in Frankreich schwer verletzt

Département Hérault (Frankreich) – Zwei Waldbrände hielten am Mittwoch die Feuerwehren an der südfranzösischen Mittelmeerküste im Languedoc in Atem. Knapp 600 Feuerwehrkräfte und rund 270 Fahrzeuge und mehrere Löschflugzeuge waren dabei im Einsatz.  Vier Feuerwehrleute wurden von den Flammen eingeschlossen und schwer verletzt.

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4 Feuerwehrleute bei Waldbränden in Frankreich schwer verletzt. Symbolfoto: Benkert

Die Brände brachen am Mittwochnachmittag bei Roquessels und bei Saint Pons de Mauchiens (Département Hérault) aus. Die beiden Orte liegen etwa 30 km auseinander. An der linken Flanke des Feuers bei Roquessels befand sich eine Waldbrand-Bekämpfungseinheit (GIFF) des SDIS 34 im Einsatz. Zwei der Fahrzeuge der GIFF wurden in der Nähe einer Hochspannungsleitung vom Feuer eingeschlossen. Aufgrund der Hochspannungsleitung war es nur sehr schwer möglich mit Löschflugzeugen den Brand um die Eingeschlossenen herum zu bekämpfen.

Alle Kommunen in einem Département zahlen eine Umlage und das Département finanziert und organisiert dafür die Feuerwehr. Diese nennt sich in der Regel Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS). Innerhalb eines SDIS kann es Wachen mit hauptamtlichen oder freiwilligen Einsatzkräften geben oder aber auch gemischte Wachen mit Hauptamtlichen und Freiwilligen.

Im Kampf gegen die Flammen erlitten vier Mitglieder der GIFF schwere Verbrennungen und ihr Tanklöschfahrzeug wurde zerstört. Die Verletzten konnten nach der erfolgreichen Rettung noch vor Ort stabilisiert und anschließend mit Hilfe von Hubschraubern zur weiteren Behandlung in das nächste Universitätsklinikum gebracht werden. Drei von ihnen befanden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. Notfallseelsorger übernahmen die Betreuung der restlichen Mitglieder der GIFF.

Bei der oben erwähnten Groupe d’intervention de lutte contre les feux de forêts, kurz GIFF, handelt es sich um eine taktische Formation französischer Feuerwehren zur Waldbrandbekämpfung. Eine solche Einheit setzt sich in der Regel aus 18 Feuerwehrleuten mit fünf Fahrzeugen zusammen. Die Einheit besteht aus einem geländegängigen Kommandowagen als Führungsfahrzeug und vier Waldbrand-Tanklöschfahrzeugen (Datenblatt bei BOS-Fahrzeuge.info) und agiert als eine taktische Einheit in der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden.

Insgesamt war eine Fläche von rund 200 Hektar von den Bränden betroffen. Aufgrund des Großaufgebots an Kräften gelang es bis zum Abend, die Ausbreitung des Feuers an den beiden Einsatzstellen zu verhindern. Bis in den Donnerstagmorgen blieben an beiden Einsatzstellen Brandwachen vor Ort. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Nach wie vor herrscht aber an fast der kompletten französischen Mittelmeerküste sowie auf Korsika eine sehr hohe Waldbrandgefahr und an vielen Orten kämpfen die Feuerwehren unablässig gegen verschiedene Waldbrände.

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Autor: Christopher Benkert (BOS-Fahrzeuge.info)

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