Sonntag, 26. März 2017

2.000 Kubikmeter Holzhackschnitzel in Brand

Norden (NI) – Auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens in Norden (Kreis Aurich) haben in der Nacht zu Montag über 2.000 Kubikmeter geschredderte Sträucher Feuer gefangen. Die Feuerwehr war fast zehn Stunden im Einsatz. Für die langwierigen Löscharbeiten schichteten zwei Bagger die Lagerstätte in der Nacht komplett um. Möglicherweise hat eine Selbstentzündung den Großbrand ausgelöst.

Das Schreddergut lagerte auf einer Fläche von zirka 15 mal 25 Metern als haushoher Haufen im Freien. Anwohner hatten kurz vor Mitternacht Feuerschein auf dem in einem Gewerbegebiet gelegenen Betriebsgelände gesehen und per Notruf einen brennenden Sträucherhaufen gemeldet. Die Freiwillige Feuerwehr Norden rückte daraufhin mit zwei Löschfahrzeugen aus. Als sie das Gelände erreichte, standen die Einsatzkräfte dann vor dem lodernden Haufen mit den immensen Ausmaßen. Die Alarmstufe wurde erhöht und weitere Kräfte nachgefordert.

Viel hilft viel. Der brennende Haufen mit einem Volumen von über 2.000 Kubikmetern wurde hauptsächlich mit Wasserwerfern gelöscht. Bagger schichten schichten den Haufen für die Löscharbeiten um.

Viel hilft viel: Der brennende Haufen mit einem Volumen von über 2.000 Kubikmetern wurde hauptsächlich mit Wasserwerfern gelöscht. Bagger schichteten den Haufen für die Löscharbeiten um.

Dem glücklichen Umstand, dass sich in unmittelbarer Nähe des Haufens ein Hydrant, ein Brunnen sowie ein großer Graben befinden, war ein geringer Personal- und Materialeinsatz zu verdanken. Hierdurch konnten nur rund 40 Einsatzkräfte den Großbrand mit mehreren Wasserwerfern und Strahlrohren alleine bekämpfen. Zwei Bagger trugen den Haufen vollständig ab. So konnte die Feuerwehr alle Glutnester ablöschen. Diese befanden sich teils tief im Inneren des Lagers. Sogar ganz unten im Bodenbereich gruben die Bagger noch stark erhitzte Stellen aus.

Der Blick durch die Wärmebildkamera zeigt, wie der Bagger heiße Holzhackschnitzel aus dem Lagerhaufen entnimmt. Foto: Thomas Weege

Der Blick durch die Wärmebildkamera zeigt, wie ein Bagger heiße Holzhackschnitzel aus dem Lagerhaufen entnimmt.

Durch den natürlichen Verrottungsprozess ist die Kerntemperatur eines solchen Lagers ohnehin schon sehr hoch. Da die Außentemperaturen in den Tagen vor dem Brandausbruch deutlich in die Höhe kletterten und die Holzhäcksel auch noch Sonne und starkem Wind ausgesetzt waren, gilt eine Selbstentzündung als wahrscheinlich.

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