Freitag, 26. Mai 2017

19 Polizisten springen zur Rettung ins Wasser

18. Mai 2016 von  

Essen (NW) – Unglaublich dramatische Szenen haben sich am Pfingstmontag bei einem schweren Unfall in Essen abgespielt. Ein Pkw war auf einer Ruhrbrücke verunfallt und in den Fluss gestürzt. Die Sicherheitsvorkehrungen eines nahegelegenen Rockkonzertes führten wahrscheinlich dazu, dass ein Unfallopfer aus dem versunkenen Wagen zunächst gerettet werden konnte. Unter anderem sprangen bei der spektakulären Rettungsaktion 19 Polizisten in das fließende Gewässer. Das Opfer starb später im Krankenhaus.

Am Ruhrufer im Essener Stadtteil Werden findet zu Pfingsten traditionell ein großes Open-Air-Festival statt. Entsprechend der großen Besuchermengen, sind die Sicherheitsvorkehrungen auch sehr umfassend. Neben Security, Feuerwehr und Sanitätsdienst stehen auch ein Großaufgebot an Polizisten sowie Wasserretter bereit.

Unfallreihe in exponierter Lage

Auf der Werdener Brücke war der Mann mit seinem Seat auf einen anderen Wagen aufgefahren. Nach dem Aufprall schlingerte der Seat auf den Gehweg, auf dem zwei Radfahrer warteten. Beide wurden erfasst und verletzt. Das Auto prallte danach gegen einen Laternenmast, der wiederum auf den Wagen stürzte. Danach durchbrach der Seat auch noch das Brückengeländer, stürzte zirka acht Meter tief und landete in der nur zwei Meter tiefen Ruhr.

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Dramatische Rettung. Insgesamt 19 Polizisten und ein Passant kämpfen im kalten Wasser der Ruhr, um das Leben eines verunfallten Autofahrers.

Einsatzkräfte und Rettungsmittel sofort zur Stelle

Schnell eilten vom Rande des Festivalgeländes Einsatzkräfte zur Unfallstelle. Auch jeweils ein Boot der DLRG, des DRK und der Polizei verließen ihre Positionen am Festgelände. Gleich mehrere Polizeibeamte und ein Passant stürzten sich in den Fluss und versuchten den in dem vollständig versunkenen Wagen eingeschlossen Mann zu befreien. Immer wieder tauchten die insgesamt 19 Polizisten sowie der Passant ohne Tauchausrüstung in dem kalten Wasser ab. Nach mehreren Minuten gelang es ihnen dann das leblose Opfer an die Wasseroberfläche zu ziehen. Dem Rettungsdienst gelang im Anschluss die erfolgreiche Wiederbelebung. Dennoch erlag der 58-Jährige am Dienstag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen.

Insgesamt zehn Verletzte

Der gerettete Autofahrer kam auf die Intensivstation eines Essener Krankenhauses. Der Passant sowie sechs Polizisten mussten ebenfalls in Krankhäuser eingeliefert werden, da sie sich Schnittverletzungen an den Händen und Unterkühlungen zugezogen hatten. Auch die angefahrenen Radfahrer kamen zur Behandlung ihrer leichten und schweren Verletzungen in eine Klinik. Wie es zu dem Initialunfall auf der Brücke kam, ist noch unklar. Die Feuerwehr barg das Unfallfahrzeug mit dem Kran eines Rüstwagens.

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Die Feuerwehr Essen hebt mit einem Kran einen verunfallten Seat aus der Ruhr.

Kommentare

1 Kommentar zu “19 Polizisten springen zur Rettung ins Wasser”
  1. Uli sagt:

    Das sollten mal die Leute lesen und anerkennen, die sonst den Beamten gerne Sachen an den Kopf werfen!

Kommentare

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