Freitag, 18. August 2017

Zwei Feuerwehrleute bei Waldbrand getötet

Pontevedra (Spanien) – Zwei Feuerwehrleute sind in der Nacht zu Freitag bei einem Waldbrand in Spanien ums Leben gekommen. Auch im Norden Portugals toben heftige Waldbrände, bei denen in den vergangenen Tagen drei Feuerwehrleute ums Leben gekommen sind. Die Regierung hat bei der Europäischen Union um Unterstützung gebeten.

Gegen 22.30 Uhr war der Brand bei Xunta de Montas, unweit von Pontevedra, im Nordwesten Spaniens gemeldet worden. Die beiden Opfer gehörten zur ersteintreffenden Einheit, die sich nach ihrem Eintreffen aufgeteilt hatte. Nach rund 15 Minuten Einsatzzeit riss der Kontakt mit den 27 und 35 Jahre alten Männern ab. Erst nach über einer Stunde entdeckten die Kameraden die beiden Vermissten, für sie gab es keine Rettung mehr. Über die Todesursache und einen möglichen Unfallhergang machten die Verantwortlichen keine Angaben. Die beiden zuständigen Regionalminister, Alfonso Rueda und Samuel Juarez, kündigten eine Obduktion der Opfer sowie eine interne Untersuchung an. Beide Opfer hätten mehrjährige Erfahrung bei der Waldbrandbekämpfung gehabt, teilten die Minister außerdem mit. Der Brandherd war auch am Freitagmorgen noch außer Kontrolle.

Nur wenige Kilometer entfernt toben auf dem Staatsgebiet von Portugal weitere Großbrände in den Wäldern. Seit Ende Juli seien bereits rund 30.000 Hektar Fläche verbrannt, berichten örtliche Medien. In zwei Naturschutzgebieten seien dabei schwere Schäden entstanden. Bei der Brandbekämpfung sind hier drei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Das Thema Waldbrand hat sich in Portugal auch zu einem politischen Streitthema entwickelt, hinzu kommt ein Kompetenzgerangel bei der Koordinierung des Einsatzes. Die Regierung hat nun offiziell bei der Europäischen Union um Hilfe gebeten.

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