Donnerstag, 8. Dezember 2016

Höhenretter-Absturz: Ermittlungen eingestellt

Rostock (MV) – Rund ein halbes Jahr nach einem schweren Arbeitsunfall im Rahmen einer Trainingseinheit auf dem Gelände der Rostocker Berufsfeuerwehr sind alle Ermittlungen endgültig eingestellt worden. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist der Fall abgeschlossen. „Das hier geführte Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ist mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden“, teilt Holger Schütt, Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.

Nach den Ermittlungen ist davon auszugehen, dass es sich um ein „tragisches Unfallgeschehen“ handelte. Der 52 Jahre alte Berufsfeuerwehrmann, der am 24. September 2014 bei einer Kletterübung am Schlauchturm aus einer Höhe von rund acht Metern in die Tiefe stürzte, ist, wie Stadtsprecher Ulrich Kunze auf Nachfrage mitteilte, auf dem „Weg der Besserung“. Ob und wann seine Dienstfähigkeit wieder uneingeschränkt hergestellt werden kann, lässt sich seitens des Brandschutz- und Rettungsamtes nicht beurteilen.

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Das Unglück hat die Berufsfeuerwehr veranlasst, neue Anweisungen zu erlassen. So wurden in einer Dienstanweisung „Sofortmaßnahmen“ angeordnet, die eine Gefährdung durch vergleichbare Ursachen verhindern. Die bisherige Dienstanweisung für die Ausbildung und den Einsatz „Spezielles Retten aus Höhen und Tiefen“ wurde überarbeitet und befindet sich in der Endabstimmung, teilte Kunze weiter mit.

Den Unfall soll ein scharfes Messer ausgelöst haben, nachdem ein Kollege des 52-Jährigen ein Sicherungsseil überstieg und sich das Messer daran verhakte. Es trennte die Seile durch, woraufhin der daran hängende Feuerwehrmann abstürzte. (Text: Stefan Tretropp)

An diesem Schlauchturm stürzte während einer Übung ein Höhenretter der BF Rostock ab. Foto: Stefan Tretropp

An diesem Schlauchturm stürzte während einer Übung ein Höhenretter der BF Rostock ab. Foto: Stefan Tretropp

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