Sonntag, 11. Dezember 2016

Fünf Einsatzkräfte in Erlangen verletzt

1. November 2013 von  

Erlangen (BY) – Am Mittwochabend mussten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einem Einsatz in der Universität Erlangen ausrücken. In einem Chemielabor war Schwefelsäure ausgetreten. Vier Feuerwehrmänner und ein Polizist klagten später über Augen- und Atemwegsreizungen. Sie mussten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Polizei geht davon aus, dass es aufgrund eines technischen Defektes an einem Temperaturregler zu dem unkontrollierten Austritt der Dämpfe kam. Daraufhin löste gegen 22.50 Uhr die Brandmeldeanlage aus. Personen hielten sich nicht mehr in dem Gebäude auf.

Zunächst war die Feuerwehr Erlangen vor Ort, wurde im weiteren Verlauf von Spezialkräften der Ortsfeuerwehr Kosbach-Häusling unterstützt. Erlangens Stadtbrandrat Friedhelm Weidinger übernahm die Gesamteinsatzleitung. Acht Einsatzkräfte gingen mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) zur Erkundung vor. Messungen in den Räumlichkeiten ergaben, dass sich eine Schwefelsäurekonzentration in der Luft befand, die sich durch die Luftzirkulationsanlage des Labors jedoch verflüchtigt hatte.

Vor dem Gebäude wurde ein Dekontaminations-Platz eingerichtet. Er gegen 6 Uhr am Donnerstagmorgen konnte die Feuerwehr ihre Arbeiten abschließen. Neben den fünf verletzten Einsatzkräften, die ins Krankenhaus kamen, mussten ein weiterer Polizist und ein Haustechniker vor Ort notärztlich versorgt werden. (Symbolfoto: Thomas Weege)

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