Feuerwehrmann überrollt Mann bei Einsatz

Gifhorn (NI) – Tödliche Verletzungen erlitt ein 26-Jähriger bei einem Verkehrsunfall in der Nacht zu Montag in Gifhorn. Der Mann war von dem Privat-Pkw eines Feuerwehrmannes überrollt worden.

Ein 20-jähriger Gifhorner, Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, war mit seinem Pkw gegen 00.55 Uhr auf dem Weg zum Feuerwehrhaus in der Fallerslebener Straße. Er war zuvor per Funkmeldeempfänger zum Einsatz alarmiert worden war. Er befuhr die Blumenstraße in Richtung Dannenbütteler Weg und übersah in Höhe der Einmündung zum Akeleiweg den auf der Fahrbahn liegenden 26-jährigen Gifhorner. Dieser zog sich durch den Aufprall tödliche Verletzungen zu.

Zur genauen Klärung des Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger aus dem Landkreis Celle hinzugezogen. Warum der Mann auf der Fahrbahn lag ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

30 Kommentare zu “Feuerwehrmann überrollt Mann bei Einsatz”
  1. … so etwas änhnliches war mir allerdings auch schon fast passiert. Bei mir stand Nachts in einer unbeleuchteten Straße ein Mann mitten auf der Fahrbahn der am Urinieren war.

  2. kommt mir leider bekannt vor… Mann lag mitten in der Nacht auf einer Hauptstrasse wo normal schon etwas schneller gefahren wird. Ich kam glücklicherweise aus einer Seitenstrasse… Hab erst mal mein Auto mit Warnblinker mittig davor gestellt. Ca. 10 Autos haben sich dann ohne zu halten durchgezwägt. Dann hat endlich mal ein weiterer gehalten … zu zweit haben wir den erst mal auf den Bürgersteig verfrachtet und den Rettungsdienst abgewartet.

  3. Da konnte er nichts für, die Straße ist dort im dunkeln verdammt schlecht einsehbar! Und ich finde es äußerst assozial den Beitrag zu mit “Gefällt mir” zu markieren…!

  4. @Nina Ninotschka, der tot eines Menschen ist das schlimmste was bei einem Einsatz passieren kann und es ist egal ob Feuerwehrangehöriger oder eines unbeteiligten!!!! Jeder Mensch ist gleich….!!

  5. Ohman der Feuerwehrmann hat jetzt die Arsch Karte nur weil sich einer meint auf die Strasse zu legen
    jeder kennt das wenn man in der Feuerwehr ist und der Piepser geht was man für Adrenalin im Körper hat.

  6. Das ist schrecklich. AberJetz mal erlich das kann jeden auto fahrer passieren der in der dunkelheit fährt nicht nur Feuerwehrleute. Ich finde es wieder üblich so ein bericht über die raudis der Feuerwehr zu machen. Aber die leute setzen tag und nacht ihr leben für die bürger aufs spiel. Und das KOSTENLOS zusätzlich zu ihrem beruf.

  7. Christian

    Der “normale” Verkehrsteilnehmer, egal ob Fußgänger oder Radfahrer, ist ja meist schon sehr schwer zu erkennen, selbst wenn er sich normal im Verkehr bewegt. Ich bin froh das ich meist mit Fahrrad unterwegs bin und selbst da fährt man öfter mal fast andere Radfahrer um, weil sie weder Licht noch Warnweste tragen, ganz abgesehen von den dunkel bis schwarz gekleideten Fußgängern die über die schlecht beleuchteten Wege schleichen. Eine Warnweste habe ich mir blöder weise selber noch nicht geholt, aber zummindest habe ich (funktionierende!) Beleuchtung am Rad. Und mittlerweile fährt man durch die gemachten Erfahrungen ja auch vorsichtiger.
    Aber wenn da plötzlich jemand mitten in der Nacht auf dem Weg/ auf der Straße liegen würde, könnte ich mir sehr gut vorstellen dass das auch bei mir sehr kritisch wird, egal ob man zum Einsatz unterwegs ist oder nicht. Klingt zwar böld, aber das ist dem Anschein nach einfach richtig dumm gelaufen!

  8. Jeder unfall ist einer zuviel. Egal ob wir selber einen haben oder wir zu einem Unfall gerufen werden. Fahrt immer vorsichtig. Euch allen eine unfallfreie Fahrt!

  9. Oder er bekommt gar keine Paul…
    Denn auch nach der StVO muss kein Verkehrsteilnehmer damit Rechnen das jemand aus welchem Grund auch immer im Dunklen auf der Fahrbahn liegt…Gibts unzählige Beispiele für wo die Beteiligten Fahrer von allen Vorwürfen Freigesprochen bzw. es erst gar nicht zur Anklage kam. Denn auch bei aller Sorgfalt muss damit keiner rechnen..sonst könntest dein Auto auch in der Garage lassen. Rein Rechtlich gesehen ist auch der Mensch der auf der Straße gelegen ist der Verursacher…
    Da hier aber nichts zum Ablauf steht, alles wieder nur reine Spekulation…was aber sicher nicht passieren wird ist eine Hohe Strafe….

    Und zu dem Unterschied zwischen einem Kameraden der getötet wird und einem anderen Menschen den ich nicht kenne, muss man nix sagen!! Oder?! Denn das ist ein Großer Unterschied…
    Manchmal hab ich den Eindruck das einige hier nach dem Prinzip “Hauptsache” was geschrieben posten…

  10. Einfach schrecklich. Ist schon schwer genug mitten in der Nacht plötzlich nach 2 Stunden schlaf wach zu sein, aber dann noch im Dunkeln zum Gerätehaus und dann sowas, da rechnet doch kein Mensch mit. Wenn dafür noch eine Strafe kommt, sollte man den Dienst echt quittieren, sowas tut niemand mit Absicht, aber sowas kennt das deutsche Recht nicht.

    Ich halte es mittlerweile so, dass ich mich nicht mehr verückt mache, dann muss halt die Wachdichte erhöht werden, aber solange die Rechtslage so miserabel ist, seh ich es nicht ein, so gern man schnell helfen will.#

  11. Carolin Goldmann

    Sowas kann bei uns im Ort auch passieren. Es ist stock dunkel Nachts, weil keine Strassenlaternen mehr an sind. Schlimm sowas!

  12. Das hat nichts mit dem Einsatz zu tun jeder normale Bürger hätte ihn so treffen können… Klar weiß man nicht wie der Kamerad sich zum Feuerwehrhaus begeben hat, aber wenn die Straße wirklich so unbeleuchtet war hatte er als Fahrer doch gar keine Chance… ein tragischer Unfall meiner Meinung nach

  13. der lag mitten auf der Straße…??? da stellt sich mir abgesehn von dem “herzlichen beileid” für die angehörigen, was wirklich ernst gemeint ist, die frage ob A dies nicht dem nächsten autofahrer der vorbeigekommen wäre (auch ohne einsatz) passiert wäre und B why the heck liegt da einer auf der Straße??????

  14. Ich habe in der Lokalpresse gelesen,der Fahrer soll nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden! Was bitte war daran fahrlässig wenn ein Hindernis auf der Straße liegt?? Soviel zum Thema Ehrenamt 🙁

  15. Und außerdem, wenn ich mir das Bild vom Unfallauto ansehe, sieht man, dass die Scheibe noch vereist ist und von innen beschlagen. Und das sehe ich immer wieder. Es wird nachts alarmiert und das ist Auto ist zugefroren. Da wird schnell vorne bisschen frei gemacht, ins Auto gesetzt und losgefahren. Und bei losfahren kommt dann kalte Luft aus der Lüftung und das Auto ist komplett von inne beschlagen. Mann sieht praktisch nix. Und die Blumenstraße ist eine gerade und übersichtliche Straße, auf der gern mal schneller Gefahren wird.

    Und ich Wette, wenn man aus dem Auto eine vernünftige Sicht hat, und sich an die Geschwindigkeit hält, kann man auf so eine Straße keinen überfahren.

    Ich selbst bin heute morgen um 07:00 Uhr zu Einsatz alarmiert wurden. Und das Auto war vereist. Nachdem ich es das Eis abgekratzt habe, muss ich noch ca 2 min warten, bis ich eine vernünftige Sicht hatte. Erst dann konnte ich losfahren. Da ich so lange warten musste, habe ich dann nur das 2 Feuerwehrauto bekommen. Doch dafür bin ich sicher gefahren und hab keinen gefährdet.

  16. @Heiko – schon mal was vom “Sichtfahrgebot” gehört? § 3 Absatz 1 Satz 4 der Straßenverkehrsordnung (StVO): Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, dass er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann.Wohl nicht, sonst würdest Du keine solchen Kommentare hier abgeben. Und selbst das “Wegerecht” hilft hier nicht weiter. So hart es für den Kameraden ist, aber hier wird er wohl bestraft werden.

  17. @huber37

    … endlich mal ein sinnvoller beitrag 😉

    so schlimm das ereignis für täter wie opfer ist und bei allem verständnis,
    was wir für das ehrenamt und das adrenalin das sich im einsatzfall aufstaut,
    aufbringen.

    in der strafrechtlichen bewertung spielt das alles nur eine sehr untergeordnete bedeutung, was uns (wie auch jedem andere autofahrer) dieser fall wieder einmal vor augen führen kann.

    es gilt im allgemeinen:

    – das auto ist eine ‘gefährliche waffe’ und von daher werden seitens des gesetzgeber an den führer auch besondere anforderungen gestellt, die ‘zuverlässigkeit’ und die ‘haftpflicht’ sind da nur beispiele

    – der allgemeine umgang wird durch sogenannte ‘verordnungen’ geregelt … wie oben schon genannt z.b. die stvo oder die stvzo. wenn allerdings jemand strafrechtlich belangt wird, dann nicht deshalb weil er nur gegen eine verordnung verstossen hat – sondern (ggf. zusätzlich) auch gegen ein gesetzt.
    (das gilt übrigens auch bei all den probelmen die sich für uns als einsatzkräfte um die §§ 35 und 38 stvo oder 52 stvzo ergeben)

    – unfälle sind in deutschland generell verboten (das ist auch so ein grundsatz der vielen verkehrsteilnehmern im falle wenn dann mal was passiert nicht bewusst ist)

    – bei fast allen dunkelheitsunfällen kommt der fahrzeugführer irgendwann auch mit dem §3 stvo in kontakt – wir nennen den grundsatz überlicherweise ‘anhalten im übersehbaren bereich’.

    – bei der bewertung muss man immer bedenken, dass nur weil für gewöhnlich ‘alle’ so fahren, dass dieser grundsatz nicht eingehalten werden kann, spielt dass für die strafrechtliche beurteilung keine rolle. (anderes beispiel:, wenn einer mit 55 km/h innerorts einen unfall baut – eine geschwindigkeit die angeblich ja ‘jeder’ fährt – und ich zu dem ergebnis komme, dass der unfall bei einhalten von 50 km/h vermeidbar gewesen wäre, hat sich der fahrzeugführer dies strafrechtlich ankreiden zu lassen – egal ob er bei 50 km/h ggf ein verkehrshindernis gewesen wäre) … einen rabatt ‘weil es alle machen’ gibts teilweise zivilrechtlich aber nicht strafrechtlich.

    – übringens ist die sogenannte ‘zulässige höchstgeschwindigkeit’ nicht die geschwindigkeit, die ich fahren muss, sondern die geschwindigkeit die ich unter optimalen bedingungen fahren darf … sind die bedingungen z.b. wegen dunkelheit und schlechter sicht oder nasser/glatter fahrbahn nicht optimal, muss jeder seine geschwindigkeit anpassen, wenn er nicht gegen die stvo verstossen will. … die ausnahme von den regeln der stvo nach §35 für einsatzkräfte wird in den wenigsten bundesländern offiziell auch auf dem weg von zu haus zu gerätehaus als zulässig angesehen.

    – wenn sich ein hindernis in meinem fahrkanal befindet, darf ich dieses nicht einfach um- oder überfahren (sonderfall ‘autobahn’ mal ausgenommen), sondern ich muss anhalten. um das zu bewerkstellingen fordert ebent der §3 stvo u.a. ‘ich darf nur so schnell fahren wie ich gucken kann’ und ‘ich darf nur so schnell fahren wie ich bremsen kann’.

    – strafrechtlich kann man sich nur dann gänzlich aus der verantwortung ziehen, wenn das hindernis plötzlich und unerwartet in meinen fahrkanal gelangte. – beispiel der fussgänger der nahe vor meinem auto über die fahrbahn läuft, so dass selbst bei rechtzeitiger reaktion der unfall weder räumlich noch zeitlich vermeidbar ist.

    insofern möchte ich an dieser stelle vor aussagen, man muss nicht damit rechnen, oder das wird nicht bestraft oder fußgänger ist selbst dran schuld oder das machen alle so, warnen …

    wie so ein vorfall hinterher tatsächlich rechtlich bewertet wird, dass liegt in der hand des gerichtes, aber man sollte nicht grundsätzlich davon ausgehen das es hier einen ehrenamtsbonus gibt. ich habe es schon oft erlebt, dass sich angeklagte die sich eigentlich im rechtfühlten hinterher doch sehr wunderten welche vorhalte ihnen – allein abgeleitet aus verordnungen und gesetzen – gemacht wurden.

    also auch zuküftig vorsicht im strassenverkehr und auf der fahrt zum gerätehaus noch mal doppelt so viel vorsicht, ebent weil ich als einsatzkraft unter adrenalin stehe

  18. Bei allem Respekt für Meinungsfreiheit, aber ich werde nie verstehen, warum hier jeden Mist ungeprüft freischaltet!

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