Freitag, 9. Dezember 2016

Feuerwehrmann stirbt bei Sägearbeiten

12. Januar 2015 von  

Aurich (NI) – Ein 25-jähriger Feuerwehrmann ist am Sonntag durch einen schweren Unfall bei Sägearbeiten ums Leben gekommen. Der Kamerad der Ortsfeuerwehr Haxtum (Stadt Aurich) wurde von einem Baumstamm am Kopf getroffen. Auch die Tatsache, dass er einen Helm und die weitere vorschriftsmäßige Schutzausrüstung trug, konnte ihn nicht retten.

Das tragische Unglück ereignete sich Sonntagnachmittag gegen 17.20 Uhr. Die Haxtumer Kameraden waren zu einem Einsatz im Ortsteil Extum ausgerückt. Sie mussten einen Baum fällen, der durch einen Orkan schwer beschädigt wurde und umzustürzen drohte. Im Fallen brach der Baum mittig durch. Der junge Mann wurde von einem Teil des Stammes am Kopf getroffen. Er erlitt trotz Helm schwere Kopfverletzungen.

Seine Kameraden leisteten umgehend Erste Hilfe und verständigten den Rettungsdienst und einen Notarzt. Die angerückten Kräfte versorgten ihn medizinisch und transportierten ihn in das Auricher Krankenhaus. Dort erlag er wenige Stunden später seinen schweren Verletzungen.

Ähnliche Artikel zum Thema:

Ein Seelsorger betreute seine Kameraden. Der Feuerwehrmann wäre Anfang Februar 26 Jahre alt geworden. Der Kreisfeuerwehrverband richtete ein Kondolenzbuch ein.

Kommentare

12 Kommentare zu “Feuerwehrmann stirbt bei Sägearbeiten”
  1. Markus sagt:

    *einen

  2. Polle2 sagt:

    Mein Beileid

  3. Marcel Schnitzeler sagt:

    Hallo. Trotz der Tragik heißt es „er trug EINEN Helm“, nicht ein Helm…

    Gruß

  4. Christian Biringer sagt:

    Man darf die Kommentare einzelner nicht zu ernst nehmen. Da fehlt offenbar das Feingefühl bei dem Ein oder Anderen, wenn sie sich damit profilieren müssen andere zu berichtigen! Sachliche Hinweise nimmt die Redaktion sicher gerne auf geeignete Weise entgegen! Mein Beikeid gegenüber der Familie und den betroffenen Kameraden!

  5. Gerhard F. Treuer sagt:

    ….und das alles nur wegen einem Sch….Baum der vermutlich noch nicht mal einen Schaden angerichtet hätte. Ich bin seit über 47 Jahren bei Feuerwehren tätig gewesen und jetzt im Rettungsdienst. Wäre es bei solchen Einsätzen nicht angebracht erst die Gefahrenlage zu beurteilen und erst dann erst mit der Hilfeleistung nach 100%igerm Ausschluß der Eigengefährdung zu beginnen?

    Wir Feuerwehrleute riskieren einfach zuviel… oft zahlen wir mit dem eigenen Leben für den Mut den Andere nicht haben und nie hatten. Mein tiefes Mitgefühl gilt der Familie dieses jungen Feuerwehrkameraden. Bleiben Sie stark im Glauben.

  6. Peter Arnold sagt:

    Mein herzliches Beileid

  7. F-W P sagt:

    Zunächst möchte ich den Angehörigen und Kameraden des Feuerwehrmannes mein herzliches Beileid aussprechen.

    Sicherlich kann man im Nachhinein gut darüber reden, was gut oder schlecht war bei dem Einsatz, aber dass hilft dem Kameraden auch nicht mehr. Zum anderen war wahrscheinlich keiner der Kommentatoren beim Einsatz dabei und kann die genauen Ursachen benennen.

    Aber eins gilt bei allen Einsätzen, egal ob Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei oder Katastrophenschutz: Eine genaue Beurteilung der Lage, vor und während des Einsatzes kann das jeweilige Verletzungsrisiko deutlich verringern, aber auch nicht 100-prozentig ausschließen. Bei Einsätzen, bei denen zumindest während der Abarbeitung kein direkter Personenschaden aus zu gehen scheint, ist es oftmals hilfreich, zunächst noch einmal an der Einsatzstelle die genau Reihenfolge der Ablaufschritte zu benennen und dann erst mit der Abarbeitung des Einsatzes zu beginnen, denn meistens ist einem anderen Feuerwehrkameraden ein, oftmals sehr wichtiges Detail, aufgefallen, was zu weiteren Gefahren bei der Abarbeitung des Einsatzes führen kann, aufgefallen.

  8. Kerstin Samuels sagt:

    „Wäre es bei solchen Einsätzen nicht angebracht erst die Gefahrenlage zu beurteilen und erst dann erst mit der Hilfeleistung nach 100%igerm Ausschluß der Eigengefährdung zu beginnen?“

    Woher haben Sie die Information, dass nicht genau so vorgegangen wurde?

    Ich finde es im höchsten Maße unverschämt, aufgrund von eigenem Unwissen völlig haltlose Vermutungen aufzustellen und den Einsatzleitern und Kameraden Inkompetenz zu unterstellen…

  9. Gerhard Samuels sagt:

    @Gerhard F. Treuer: Waren Sie dabei? Haben Sie den Einsatz erlebt? Haben Sie dabei gestanden, als es passierte? Standen Sie neben dem Einsatzleiter? Woher wissen Sie all das? Ihr Beitrag ist eine Unverschämtheit dem verstorbenen Kameraden und uns, der eingesetzten Wehr, gegenüber.

  10. S. Kraus sagt:

    Mein herzliches Beileid, wünsche der Familie viel Kraft !

  11. stefan_67 sagt:

    Mein Beileid gilt den Angehörigen und Kameraden und meine Gedanken sind bei ihnen.

    Ein Unfall ist passiert, der nicht hätte passieren sollen. Ein Kamerad hat seinen Einsatz mit dem höchsten Preis bezahlt, den er hatte, seinem Leben. Diese Tatsache stimmt traurig. Sie sollte uns aber auch zum Nachdenken bewegen. Irgendetwas ist bei dem Einsatz schief gelaufen. Was, das kann ich nicht beurteilen, weil ich nicht anwesend war. Es ist aber etwas schief gelaufen und nur die offene Diskussion darüber hilft, solche Unglücke zukünftig hoffentlich zu vermeiden.

    @ beide Samuels, es mag für euch schwer sein, aber ihr müsst die Diskussion aushalten. Bei aller Trauer finde ich eure Wortwahl nicht sehr glücklich. Niemandem ist geholfen, wenn jegliche Diskussion mit dem Hinweis „du warst nicht dabei, also schweige“ unterbunden wird. Der gestorbene Kamerad wird dadurch nicht wieder lebendig. Es muss uns allen daran gelegen sein, aus dem Unglück Lehren zu ziehen, damit so etwas – möglichst – nicht wieder passiert. Darum halte ich die Diskussion auch für sinnvoll. Jedem Einzelnen muss bewusst sein, dass Feuerwehreinsätze durchaus mit Gefahren für Leib und Leben verbunden sein können. Dieses wird oft verdrängt. Dabei muss es noch nicht einmal der umgestürzte Baum oder ein Wohnungsbrand sein. Es reicht schon eine „einfache Ölspur“, wenn andere Verkehrsteilnehmer versuchen an einer mit Blaulicht abgesicherten Einsatzstelle vorbei zu fahren, ohne die Geschwindigkeit zu drosseln oder erkennen zu können, was sich vor dem Feuerwehrfahrzeug befindet. Ich habe schon mehrere solcher Situationen erlebt, die hätten böse enden können. Wir alle müssen aufpassen und zwar auf uns selber und unsere Kameraden. Der Einsatzleiter alleine kann dieses gar nicht leisten, denn auch der hat nur zwei Augen.

  12. Kerstin Samuels sagt:

    @Stefan_67:

    Ich hätte es auch so geschrieben, wenn es einem Kamerad aus einer anderen Wehr passiert wäre.
    Ich finde eher die Wortwahl des Herrn Treuer unglücklich gewählt, auch wenn er es sicherlich nicht böse gemeint hat.

    Ich will auf die näheren Umstände nicht weiter eingehen, da weder Fremd- noch Eigenverschulden vorlag.

    Nur eines möchte ich anmerken:
    Der Baum musste weg, da er an einem Schulweg stand und die Sicherheit anderer auf dem Spiel stand.
    Es war schlichtweg ein nicht vorhersehbares Unglück.
    Ich wünsche allen Kameraden, dass sie von jedem Einsatz gesund wieder nach Hause kommen dürfen…

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!