Samstag, 28. Mai 2016

Durchzündung: Feuerwehrmann schwer verletzt

29. Februar 2016 von  

Oberried (BW) – Beim Brand eines Mehrfamilienhauses ist am frühen Samstagmorgen ein 60-jähriger Bewohner gestorben. Ein 19-jähriger Feuerwehrmann erlitt bei dem Versuch, den Mann zu retten, schwere Brandverletzungen. Zwei weitere Personen erlitten Rauchgasvergiftungen.

Um 3.05 Uhr meldeten mehrere Anrufer der Integrierten Leitstelle (ILS) Freiburg den Brand eines Mehrfamilienhauses in der Gemeinde Oberried (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald). Der ILS-Disponent alarmierte die Feuerwehren Oberried und Kirchzarten, die mit 61 Kräften und elf Fahrzeugen ausrückten.

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Ein Feuerwehrmann erleidet schwere Verbrennungen bei dem Versuch, einen 60-Jährigen aus diesem Haus zu retten. Foto: kamera24.de

Ein 19-jähriger Feuerwehrmann stieg über eine Steckleiter in die Wohnung eines 60-jährigen Mannes im Obergeschoss ein, um diesen zu retten. Kurz darauf kam es zu einer Rauchgasdurchzündung. Nach Angaben der Polizei erlitt der 19-Jährige trotz seiner Schutzkleidung dabei Verbrennungen 2. und 3. Grades im Schulterbereich sowie am Bein. Gerade noch rechtzeitig gelang es ihm, sich durch das Fenster nach draußen zu retten. Der Bewohner konnte später nur noch tot aus seiner Wohnung geborgen werden.

Die Feuerwehr rettete alle übrigen Bewohner aus dem Vier-Parteien-Haus. Eine 74-jährige Frau und ihr 44-jähriger Sohn erlitten eine Rauchgasvergiftung und wurden, ebenso wie der verletzte Feuerwehrmann, vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gefahren.

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Um den Brand löschen zu können, mussten die Einsatzkräfte den Dachstuhl teilweise einreißen. Das Haus wurde durch Feuer und Löschwasser unbewohnbar. Die Polizei schätzt den Schaden auf zirka 500.000 Euro und geht nach bisherigen Ermittlungen von einem technischen Defekt aus.

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