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	<title>Feuerwehr-Magazin &#187; Videos</title>
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	<description>Deutschlands auflagenstärkste Fachzeitschrift für Feuerwehrleute!</description>
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		<title>Feuerwehr Langquaid: die sparsame Wehr</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 19:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Büh</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Langquaid (BY) &#8211; Sparsamkeit bei Feuerwehren &#8211; für viele ehrenamtliche und berufliche Helfer ein &#8220;Unding&#8221;. &#8220;Wer bei den Feuerwehren spart, der spart an der Sicherheit der Bürger&#8221;, da sind sich alle einig. Dass es aber auch sparsame Feuerwehren geben kann, ohne Verzicht üben zu müssen, das zeigt dieses Beispiel aus Bayern: In Markt Langquaid hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Langquaid (BY) &#8211; Sparsamkeit bei Feuerwehren &#8211; für viele ehrenamtliche und berufliche Helfer ein &#8220;Unding&#8221;. &#8220;Wer bei den Feuerwehren spart, der spart an der Sicherheit der Bürger&#8221;, da sind sich alle einig. Dass es aber auch sparsame Feuerwehren geben kann, ohne Verzicht üben zu müssen, das zeigt dieses Beispiel aus Bayern: In Markt Langquaid hat die freiwillige Feuerwehr viel mehr, als ihr eigentlich zustehen würde &#8211; durch gezielte Sparsamkeit. Als Stützpunkt-Feuerwehr eingestuft, bräuchten Gemeinde und Bürgermeister eine Drehleiter zum Beispiel gar nicht zu genehmigen.</strong></p>
<p><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2012/01/langquaid1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-26278" title="Gruppenfoto mit der Feuerwehr Langquaid. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2012/01/langquaid1.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Doch durch eine kluge Taktik, höchst engagierte Mitglieder und Hilfen aus der Region, gibt es seit wenigen Monaten nicht nur eine neue Drehleiter, sondern vieles mehr. Das Konzept der Wehr: Gebrauchtes kaufen &#8211; oder den Umbau bei Neufahrzeugen einfach selber machen.</p>
<p>Es ist kurz nach Weihnachten, vor dem Rathaus steht noch die riesige Festtags-Tanne. Schon nach wenigen Minuten beendet der Bürgermeister von Langquaid ein Telefonat und nimmt sich Zeit für seine Feuerwehr. Das hauptberufliche Oberhaupt der Gemeinde erzählt dem Dräger Feuerwehr-Reporter alles über seine Erfahrungen mit seiner Wehr. &#8220;Immer sind sie da, wenn ich sie brauche. Ein ‚nein’ habe ich noch nie gehört&#8221;, meint der seit knapp zehn Jahren amtierende Herbert Blascheck (44) dankbar.</p>
<p><strong>Eigentlich hätte die Wehr nur drei Fahrzeuge</strong></p>
<p>Eigentlich müsste er seiner Feuerwehr nur drei Fahrzeuge (Tanklöschfahrzeug, Löschfahrzeug und Mehrzweckfahrzeug) zuzüglich eines Verkehrs-Sicherungs-Anhängers für Autobahneinsätze genehmigen. Letzterer würde sogar aus anderen Mitteln finanziert. Doch neben einem Voraus-Rüstwagen, der auch als Kommandowagen dient, gibt es ein Zwei-Achser-Tanklöschfahrzeug, einen Rüst-Logistikwagen, ein altes historisches Bundeswehr-Flugfeld-Löschfahrzeug, zwei Sonderkomponenten-Anhänger und eine Wache, in der all diese Fahrzeuge Platz finden. &#8220;Normalerweise wird der Verkehrsanhänger von einem LF gezogen. Dann sitzen neun Leute im Fahrzeug und können nicht arbeiten. Durch unseren Unimog, den wir als Versorger-Lkw nutzen, sitzen maximal zwei Kameraden im Fahrzeug&#8221;, erklärt der 1. Kommandant der Langquaider Feuerwehr Rainer Wocheslander (32).</p>
<p><strong>Rotes Kreuz nutzt Feuerwehr-Waschhalle</strong></p>
<p>Da das benachbarte Bayerische Rote Kreuz keine Waschhalle hat, stellte die Feuerwehr einfach ihre zur Verfügung. Außerdem findet man eine Drehleiter in der großen Wache, die neben dem besagten Waschplatz insgesamt acht Stellplätze beherbergt. Im Obergeschoss befinden sich Vorstands- und Unterkunftsräume, dazu ein Kameradschaftsraum, das &#8220;Floriansstüberl&#8221;. Ein Schlauchturm und eine kleine Leitstelle runden den Neubau aus 2002 ab.</p>
<p><strong>Gebrauchte Drehleiter gekauft</strong></p>
<p>Der Draht zur eigenen Kommune scheint für die Feuerwehr im Landkreis Kelheim immer heiß und eng zu sein. Denn obwohl die Wehr bereits vor 15 Jahren eine Drehleiter kaufte, gab es nun bei der Ersatzbeschaffung für die alte Magirus-Leiter der Feuerwehr München, keine Widerworte. &#8220;Das war eine Drehleiter mit Unfallschaden. Das haben wir aber alles repariert. 13 Jahre hat sie bei uns gute Dienste geleistet, bis eben höhere Kosten gekommen wären&#8221;, schwärmt Rainer Wocheslander. Anstelle von gut 400.000 Euro kostet der Ersatz ja auch nur 10.000 Euro.</p>
<p>Doch unbeziffert bleibt dabei der finanzielle Wert der vielen hundert Arbeitsstunden von Feuerwehr-Kameraden, die neue Bleche einschweißten, die Gerätefächer umbauten und die Drehleiter neu lackierten. &#8220;Es ist unser Ehrgeiz, noch mehr Geräte für die Sicherheit der Bürger zur Verfügung zu haben. Jeder Umbau hat die Kameradschaft gefördert und wir konnten dabei sogar der Gemeinde noch etwas Gutes tun und Geld sparen&#8221;, erklärt der seit März 2011 amtierende Wehrführer. &#8220;Natürlich haben wir Glück, dass wir auch die richtige Mannschaft haben: Mechaniker, Lackierer, Spengler &#8211; ansonsten wäre es gar nicht möglich.&#8221; Auch durch den angeschlossenen Feuerwehrverein wurde der Umbau oft erst machbar. Seit 2002 hat der Verein gut 50.000 Euro in die Wehr investiert.</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/X35ore34ZCQ?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/X35ore34ZCQ?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Dass Sparsamkeit Grenzen kennen muss, sagt auch Rainer Wocheslander: &#8220;Es geht nicht darum, einfach nur Geld zu sparen und alte Fahrzeuge zu kaufen. Wir wollen vor allem eine schlagkräftige Gruppe sein &#8211; und durch mehr Technik schaffen wir auch größere Anreize für Bürger, sich bei uns zu engagieren.&#8221; Durch die vielen Abteilungen &#8211; seit zwei Jahren sind die Langquaider auch in der Absturzsicherung aktiv &#8211; gibt es neue spannende Aufgabengebiete. 70 aktive Feuerwehrleute, 13 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und vier Ehrenmitglieder &#8211; die Wehr steht gut da. Zehn Mitglieder bilden dabei den Führungsstab. Auf den harten Kern von 20 Helfern können sich jedoch alle bei den Fahrzeug-Umbauten verlassen. &#8220;Hier bringt es einfach Spaß, gemeinsam etwas Neues zu lernen. Außerdem: Umso mehr Ausrüstung wir haben &#8211; umso mehr können wir Interessantes ausbilden. Natürlich halten wir dabei die Normungen für Feuerwehren ein. Auch weil wir Zuschüsse ja nicht verspielen wollen.&#8221;</p>
<p><strong>Zusammenarbeit mit sechs weiteren Feuerwehren</strong></p>
<p><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2012/01/langquaid3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-26279" title="Kleinere und größere Arbeiten werden bei der Feuerwehr Langquaid selbst erledigt. Foto: Feuerwehr" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2012/01/langquaid3.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Doch das ist längst nicht alles. Zur 1868 gegründeten, heutigen Stützpunkt-Feuerwehr Langquaid gehören sechs weitere Ortsfeuerwehren, die nicht im Feuerwehrhaus am Floriansplatz liegen. Das ist dem Wehrführer wichtig zu erwähnen: &#8220;Ohne sie, könnten wir viele Einsätze gar nicht abarbeiten. Schon alleine, dass deren TSA oder TSF die Wasserversorgung sicherstellt, hilft uns ungemein. Wir können und wollen nicht auf sie verzichten&#8221;, so der hauptberufliche Kfz-Meister. Auch die Ortswehren haben &#8211; wenn auch ältere Tragkraftspritzenanhänger (TSA) oder Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF) &#8211; ziemlich neue Gerätehäuser: &#8220;Das älteste ist so um die zehn Jahre alt&#8221;, erklärt der 1. Kommandant und zählt dabei etwa 114 Einsätze für alle Wehren gemeinsam.</p>
<p>&#8220;Neue Fahrzeuge haben oft viel Technik, die erst einmal verstanden werden muss. Dadurch, dass wir unsere Fahrzeuge selber ausbauen und fast jede Schraube kennen, können wir damit sehr viel schneller richtig umgehen und es schneller in Dienst stellen&#8221;, sagt Wocheslander. &#8220;Manche modernen Fahrzeuge haben im Innenraum sogar schon Ampeln. Was sie anzeigen, weiß keiner so genau. Warum, auch nicht. So etwas brauchen wir hier nicht&#8221;, sagt Kreisbrandinspektor Dipl.-Ing. Helmut Dötzel (55), dessen Feuerwehr-Wurzeln selbst auch in Langquaid liegen. &#8220;Nur den Einsatzzweck müssen die Fahrzeuge bringen.&#8221;</p>
<p><strong>Drehleiter als zweiter Rettungsweg eingeplant</strong></p>
<p>Die Drehleiter, die von den Feuerwehrleuten modernisiert und angepasst wurde, wird von der Gemeinde inzwischen als zweiter Rettungsweg mit eingeplant. Das spart bei so manchem Häuslebauer Kosten &#8211; und der Feuerwehr ist so weiterhin eine Ersatzbeschaffung nach dem derzeitigen Modell gesichert. Auch die anderen Fahrzeuge haben mehr als nur eine Daseinsberechtigung: &#8220;Die Einsatzzahlen zeigen es pro Fahrzeug. Wir brauchen jedes Gerät und nutzen es nicht nur für Übungen&#8221;, erklärt Dominike Wagner (34). Sie ist eine von drei aktiven Frauen in der Wehr und Zweite Kommandantin sowie Drehleiter-Maschinistin.</p>
<p>Der bisherige Wehrführer, der fast 24 Jahre im Amt war, hatte sich seine Nachfolger ausgesucht und mit der Wehr auf eine gute Übergabe hingearbeitet. So sieht Fortschritt in Bayern aus. &#8220;Irgendwo gibt es immer einen Generationenwechsel. Da muss alt zu jung und umgekehrt stehen. Nach so einer langen Zeit gehört ein junger Kommandant an die Spitze, der den Großteil einer Wehr repräsentiert. Dann passt es wieder&#8221;, erklären die Feuerwehrleute. Nach dem Neubau 2002 sind einige Quereinsteiger in die Wehr eingetreten. Durch Freundschaften und Mundpropaganda hat sich die gute Nachricht von der persönlichen Gewinnbringung jedes Einzelnen herumgesprochen.</p>
<div id="attachment_26280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2012/01/langquaid2.jpg"><img class="size-full wp-image-26280  " title="Die Drehleiter der Feuerwehr Langquaid wird für den Einsatzdienst hergerichtet - in Eigenleistung. Foto: Feuerwehr" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2012/01/langquaid2.jpg" alt="" width="540" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Die Drehleiter der Feuerwehr Langquaid wird für den Einsatzdienst hergerichtet - in Eigenleistung. Foto: Feuerwehr</p></div>
<p>Auch das technische Knowhow hat sich bereits für Nachbarwehren bezahlt gemacht. Denn für einige Wehren übernimmt die Feuerwehr Langquaid die Schlauchpflege und stellt ein Schlauchlager bereit. &#8220;Über 1.800 Schläuche haben wir im vergangenen Jahr geprüft und gereinigt. Wir sind der Schlauchpool für 15 Wehren.&#8221; Für die eigenen Fahrzeuge übernehmen die ehrenamtlichen Gerätewarte und Kfz-Meister der Wehr alle Kunden- und Wartungsdienste. Auch hier wird also bares Geld gespart. Da passt es doch, dass auf allen Fahrzeugen das Abbild des heiligen Jakobus prangt, er ziert auch das Wappen von Langquaid. Denn im christlichen Glauben zeichnet sich ja auch der Jakobsweg, also die Pilgerwege zum Heiligen Jakob nach Santiago de Compostela (Spanien), durch Verzicht aus. Und auch hier soll der Verzicht letztlich ein Mehr bringen.<em> (Text: Florian Büh)</em></p>
<p><strong><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="" width="150" height="152" /></a>In Kooperation mit dem Feuerwehr-Magazin schickt das Unternehmen Dräger den “Feuerwehr-Reporter” erneut auf Tour – immer auf der Suche nach spannenden Themen und Geschichten. Sie wollen auch einmal Besuch vom “Dräger Feuerwehr-Reporter” bekommen? Dann bewerben Sie sich unter:<a href="http://www.draeger.com/feuerwehrreporter" target="_blank"> www.draeger.com/feuerwehrreporter</a>.</strong></p>
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		<title>Wetterdienst warnt vor Orkan &#8220;Andrea&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 13:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Offenbach (HE) &#8211; Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor dem Orkan &#8220;Andrea&#8221;, der ab der Nacht zu Donnerstag über weite Teile Deutschlands hinwegziehen wird. Die Meteorologen rechnen auch im Tiefland verbreitet mit Windstärke 10 und orkanartigen Böen. Auf den Bergen wird ein ausgewachsener Orkan mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erwartet. Der DWD veröffentlichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Offenbach (HE) &#8211; Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor dem Orkan &#8220;Andrea&#8221;, der ab der Nacht zu Donnerstag über weite Teile Deutschlands hinwegziehen wird. Die Meteorologen rechnen auch im Tiefland verbreitet mit Windstärke 10 und orkanartigen Böen. Auf den Bergen wird ein ausgewachsener Orkan mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erwartet. </strong></p>
<p><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/181109-sturm.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3259" title="Sturm-Warnzeichen." src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/181109-sturm.jpg" alt="" width="160" height="141" /></a>Der DWD veröffentlichte unter anderem bei Youtube eine Unwetterwarnung. Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich sprach in dem Video von einer &#8220;gefährlichen Windsituation&#8221;, die auf weite Teile Deutschlands zuziehe. Einzig der Nordosten, der in den Kern des Orkanwirbels gerät, muss mit weniger Sturm rechnen. Der Höhepunkt des Sturmes wird für Donnerstagvormittag erwartet. Im Südwesten werden zudem kräftige Niederschläge vorhergesagt. In höheren Lagen kann es zu Schneeverwehungen kommen.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/NCbbPe5W_n0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Ehrenamtliche Taucher der Feuerwehr</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 07:34:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Patzelt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oldenburg (NI) &#8211; Es sind nicht gerade positiv belegte Verben, die die Arbeit von Tauchern beschreiben: abtauchen, untertauchen &#8211; für die Menschen an Land verschwinden sie einfach. Das aber, was die geschätzt 1.300 Feuerwehr-Taucher unter Wasser leisten, hat sich der Dräger Feuerwehr-Reporter einmal genau angesehen. Als Beispiel für die vielen Gruppen suchte er sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oldenburg (NI) &#8211; Es sind nicht gerade positiv belegte Verben, die die Arbeit von Tauchern beschreiben: abtauchen, untertauchen &#8211; für die Menschen an Land verschwinden sie einfach. Das aber, was die geschätzt 1.300 Feuerwehr-Taucher unter Wasser leisten, hat sich der Dräger Feuerwehr-Reporter einmal genau angesehen. Als Beispiel für die vielen Gruppen suchte er sich die Feuerwehr-Taucher Oldenburg heraus.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-25206" title="Oldenburger Feuerwehr-Taucher. Foto: Dräger Feuerwehr-Reporter Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/12/10122011_FW_Reporter01.jpg" alt="" width="360" height="240" />Die Oldenburger Taucheinheit besteht ausschließlich aus Ehrenamtlichen, was schon eine Besonderheit darstellt in einer Stadt mit Berufsfeuerwehr. Außerdem ist die Geschichte der Taucher nicht über Jahrzehnte geradlinig. Nicht zuletzt hat sich die junge Gruppe rund um Tauch-Leiter Klaus Schütte schon durch positive und professionelle Aktionen einen Namen erarbeitet. Dabei ist die intensive Arbeit von Tauchern fernab großer Einsätze mit mächtig Medienrummel eher unbekannt.</p>
<p>Bis zum Jahr 2003 gab es bei der BF Oldenburg noch eine Tauchgruppe. Bestückt durch hauptberufliche Feuerwehrleute wurden diese bei Taucheinsätzen von den Wachen abgezogen und zum Einsatz gebracht. Nachdem diese Gruppe eingespart wurde, übernahm zunächst die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) diese Aufgabe für gut drei Jahre. Als Klaus Schütte, früher lange selber bei der DLRG, im Jahre 2006 ehrenamtlich zur Feuerwehr wechselte, kam neue Dynamik in das Thema. Schnell wurde er Leiter der Abteilung Wasserrettung: &#8220;Jetzt haben wir acht ausgebildete Taucher. Natürlich sind auch Bootsführer und Rettungsschwimmer in meinem 20-köpfigen Team&#8221;, erklärt der 54-Jährige. Stationiert ist die Taucheinheit in der Wache 2, der Freiwilligen Feuerwehr Osternburg. Gleich nebenan residiert die Berufsfeuerwehr.</p>
<p><strong>Zweigleisiges Engagement</strong></p>
<p>Die Mitglieder der Abteilung Wasserrettung üben wöchentlich in einer Schwimmhalle. Jeden Samstag geht es außerdem mit Boot und Tauchausrüstung in einen nahegelegenen See. Die Taucher sind alle Mitglieder einer freiwilligen Feuerwehr und leisten den &#8220;normalen&#8221; Dienst alle zwei Wochen ab. Sie sind über die sechs Ortswehren verteilt. Vier sind gerade aus der Jugendfeuerwehr übergetreten und haben mit der Tauchausbildung begonnen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-25213" title="Taucher auf dem See. Foto: Dräger Feuerwehr-Reporter Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/12/10122011_FW_Reporter02.jpg" alt="" width="280" height="187" />&#8220;Wir bilden die Kameraden streng nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 8 &#8216;Tauchen&#8217; aus. Danach gibt es Feuerwehr-Taucher, Sicherheits-Taucher, Signalmann und den Tauchgerätewart. Bei uns ist der dienstälteste Taucher vor Ort der Taucheinsatzführer&#8221;, erklärt Schütte, der selber als Feuerwehrlehrtaucher fungiert. &#8220;Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Dabei sind verschiedene Stufen zu erreichen. Der &#8216;Feuerwehr-Taucher 1&#8242; benötigt 25 Pflichttauchgänge, bei denen einfache, leichte Arbeiten ausgeführt werden sollen. Zum Beispiel muss ein Holzkreuz aus zwei Latten gesägt und zusammen gesetzt werden. Das Holz hat großen Auftrieb, was die Sache natürlich erschwert. Wer diese Stufe noch nicht erreicht hat, kann im Einsatzfall nicht mittauchen &#8211; aber uns natürlich von Land aus unterstützen.&#8221; Es müssen die Gerätschaften für die Taucher bereitgelegt und angeschlossen werden. Alles und jeder, auch die Taucher, muss mit Leinen gesichert werden. Die Tauchprüfung wird von einem Prüfungsausschuss durchgeführt, dem auch ein Lehrtaucher aus Bremen angehört. Überprüft werden zudem die vorgeschriebenen zehn Pflichttauchgänge pro Jahr. Hier muss Klaus Schütte für alle Mitglieder penibel Buch führen.</p>
<p>Und natürlich gehört zur Arbeit der Taucher auch das Einsatzgeschehen. &#8220;Ein Einsatz führte uns zum Woldsee in der Nachbargemeinde. Hier war ein 76 Jahre alter Rentner nicht aus dem Wasser zurückgekehrt.&#8221; Solche und ähnliche Lagen bedeuten Schwerstarbeit. Denn in einem stehenden Gewässer geht die Sicht oft gen Null. Oberstes Gebot: Die Hände sind die Augen des Tauchers. &#8220;Die ersten zehn Zentimeter siehst Du oft gar nix, dahinter noch weniger&#8221;, erklärt Tischler Dennis Huckemeyer, der seit fünf Jahren bei den Feuerwehr-Tauchern dabei ist.</p>
<p>Die Taucheinsätze sind nicht nur körperlich anstrengend. Auch die psychische Belastung schon bei der Anfahrt zu wissen, dass die Hilfe zu spät kommt, muss verarbeitet werden. &#8220;Wir reden nach jedem Einsatz miteinander&#8221;, erzählt Klaus Schütte. &#8220;Besonders auffällige Störungen habe ich bisher aber noch nie erlebt. Da wir uns drei Mal die Woche sehen, setzt sich nichts fest, wir reden immer miteinander. Da entwickelt sich auch schnell ein Gespräch über Gott und die Welt. Beliebt ist es, am Beckenrand zu sitzen und abzuschweifen. Aber es muss sich von sich aus entwickeln. Ein von oben herab anberaumtes Gespräch ist Quatsch. Im Übrigen: Wir haben sogar Kameraden, die bemerkt haben, dass Einsatztauchen nichts für sie ist. Es ist ja auch etwas ganz besonderes in ein dunkles Loch abzutauchen. Dennoch sind sie in der Gruppe und dennoch treffen wir uns privat zum Sporttauchen.&#8221;</p>
<p><object width="540" height="304" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/HlFnF6KX8zM?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="540" height="304" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/HlFnF6KX8zM?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Neben der Personenrettung gehört auch Technische Hilfe für vollgelaufene und gesunkene Boote zum Einsatzspektrum. Und da gibt es den ein oder anderen Einsatz, der die Taucher schmunzeln lässt. &#8220;Wir haben einmal einen Tresor bergen müssen, der aus einem Einbruch in einem Supermarkt stammte. Die Täter hatten ihn dann in der Hunte versenkt. Wir haben ihn wieder hochgeholt!&#8221;</p>
<p>Rund 20 Kilometer um die Stadt herum, misst das Einsatzgebiet der Abteilung Wasserrettung der Feuerwehr Oldenburg. Dennoch belaufen sich die Einsatzzahlen nur auf fünf bis sechs pro Jahr. Umso wichtiger, dass eine professionelle Vorbereitung durchgeführt wird, um im Ernstfall innerhalb kürzester Zeit im Wasser sein zu können. Die technische Ausstattung bewertet Klaus Schütte als gut. Neben einem Mehrzweckboot, das im Hafen der Stadt vertäut liegt, hat der Chef der Tauchergruppe einen geländegängigen Gerätewagen (GW Wasserrettung), der von der Gruppe selbst auf die Bedürfnisse von Tauchern umgebaut wurde. Dazu ist ein Schlauchboot auf einem Trailer vorhanden, das mit dem GW zusammen ausrückt. &#8220;Zur Standardausrüstung gehören die feuerwehrzugelassenen Tauchgeräte. Aber auch private Ausrüstung kommt zum Einsatz. Da viele von uns auch als Sporttaucher unterwegs sind und in Südfrankreich tauchen, haben  einige zum Beispiel ihren eigenen Anzug.&#8221; Was besonders auffällt: Nicht nur bei Übungen arbeiten die Kameraden, zu denen sich bisher keine Frau „getraut“ hat, eng und kameradschaftlich zusammen: &#8220;Es sind viele Freundschaften entstanden, wir sind ein klasse Team&#8221;, sagt Nils Meyer.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="" width="150" height="152" />In Kooperation mit dem Feuerwehr-Magazin schickt das Unternehmen Dräger den “Feuerwehr-Reporter” erneut auf Tour – immer auf der Suche nach spannenden Themen und Geschichten. Sie wollen auch einmal Besuch vom “Dräger Feuerwehr-Reporter” bekommen? Dann bewerben Sie sich unter:<a href="http://www.draeger.com/feuerwehrreporter" target="_blank"> www.draeger.com/feuerwehrreporter</a>.</strong></p>
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		<title>Tödliche Gefahr am Gleis: Film klärt auf</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 14:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zugunfall]]></category>

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		<description><![CDATA[Karlsruhe (BW) &#8211; Es dauert nur einen Wimpernschlag und der Styropor-Dummy, der vor eine einfahrende Stadtbahn geraten ist, liegt in mehrere Einzelteile zerfetzt zwischen den Gleisen im Bahnhof Ettlingen-Stadt. Schockiert und teilweise hilflos blicken Passanten auf das Kamerateam, das die Szene für einen Präventionsfilm der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) inszeniert hat. 167 Sekunden Filmmaterial sollen künftig Jugendliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Karlsruhe (BW) &#8211; Es dauert nur einen Wimpernschlag und der Styropor-Dummy, der vor eine einfahrende Stadtbahn geraten ist, liegt in mehrere Einzelteile zerfetzt zwischen den Gleisen im Bahnhof Ettlingen-Stadt. Schockiert und teilweise hilflos blicken Passanten auf das Kamerateam, das die Szene für einen Präventionsfilm der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) inszeniert hat.</strong></p>
<p>167 Sekunden Filmmaterial sollen künftig Jugendliche sensibilisieren, im Bereich von Gleisanlagen umsichtiger zu sein. Mit der Umsetzung des unkonventionellen Präventionsfilms hat die AVG das Filmboard Karlsruhe beauftragt. Dabei wurde gezielt auf die Sprache der Zielgruppe geachtet. „Wir wollen die Jugendlichen berühren“, erläutert AVG-Geschäftsführer Walter Casazza, „daher greifen wir zeitgemäß auf einprägsame und teilweise schockierende Bilder zurück.“ Denn in der heutigen, actionreich geprägten Filmwelt, werden seichte und mit dem erhobenen Finger erläuterte Warnungen kaum ernst genommen. Gut gemeinte Aufklärungsbroschüren helfen zudem nicht weiter: Jugendliche werden damit vermutlich gar nicht erreicht. Deshalb geht die AVG als regionales Verkehrsunternehmen mit dem nun vorgelegten Kurzfilm völlig neue Wege.</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6QxzMxPcH0g?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/6QxzMxPcH0g?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Gleisüberquerungen trotz Rotlichts, auf dem Gegengleis einfahrende Züge ignorieren oder den Bahnsteig als Sitzgelegenheit zu missbrauchen: Zu all dem nimmt der Film Stellung. Im Mittelpunkt des AVG-Kurzfilms steht jedoch der Karlsruher Stuntman Marko König, der in einem spektakulären Stunt demonstriert, wie gefährlich sich Zeitdruck auf das eigene Leben auswirken kann. Von den folgenschweren psychischen Belastungen für die Eisenbahnfahrzeugführer hingegen berichtet der erfahrene AVG-Fahrer Markus Fettig. Zu den zweitägigen Dreharbeiten im vergangenen Sommer engagierte die Crew des Filmboards Karlsruhe auch eine handvoll jugendlicher Komparsen und Teenager aus Stadt- und Landkreis Karlsruhe, die gefährliche Gleisüberquerungen mimten.</p>
<p><strong>Film ist rund drei Minuten lang</strong></p>
<p>Der knapp dreiminütige Film zeigt seine Wirkung. Das hat eine erste Umfrage unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von elf bis 20 Jahren ergeben, die das Ergebnis bei einer Vorabpräsentation zu sehen bekamen. Besonders schockierend fanden die Zuschauer die Demonstration mit der Styropor-Puppe. Über die Hälfte der 21 Probanden wurde durch den Film bewusst, in welche Gefahr sie sich tagtäglich begeben. 57 Prozent gaben an, nach dem Gesehenen künftig sogar noch besser aufzupassen.</p>
<p>Sven Eric Maier, der bei dem Videoclip Regie führte, vergleicht das Projekt mit „einer Art Action-Reportage“. Maier erklärt die Zielsetzung des Films damit, dass sich &#8220;bei den verschiedenen Gleisübertretungen temporeiche Sequenzen mit etwas ruhigeren Szenen abwechseln.&#8221;</p>
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		<title>Im Schlaf nützt auch ein guter Riecher nicht</title>
		<link>http://www.feuerwehrmagazin.de/top-themen/im-schlaf-nutzt-auch-ein-guter-riecher-nicht-23211</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 08:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Patzelt</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-THEMEN]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchmelder retten Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchwarnmelder]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin &#8211; &#8220;Schlafende Nasen riechen nichts&#8221;, lautet das Motto im neuen Film der Rauchmelderkampagne &#8220;Rauchmelder retten Leben&#8221;. Der Film soll verdeutlichen, wie wichtig Rauchwarnmelder vor allem in der Nacht sind, wenn die Bewohner schlafen. Denn auch wer, wie die Trickfilmfigur Herr Riecher, behauptet, dass er eine gute Nase hat, wird vom Brandrauch in der Nacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin &#8211; &#8220;Schlafende Nasen riechen nichts&#8221;, lautet das Motto im neuen Film der Rauchmelderkampagne <a href="http://www.rauchmelder-lebensretter.de/" target="_blank">&#8220;Rauchmelder retten Leben&#8221;</a>. Der Film soll verdeutlichen, wie wichtig Rauchwarnmelder vor allem in der Nacht sind, wenn die Bewohner schlafen.</strong></p>
<p>Denn auch wer, wie die Trickfilmfigur Herr Riecher, behauptet, dass er eine gute Nase hat, wird vom Brandrauch in der Nacht häufig zu spät wach oder gar nicht wach. Auch Herr Riecher lernte den Rauchmelder schnell zu schätzen.</p>
<p><object width="550" height="309" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/t8CU00t31hw?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="550" height="309" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/t8CU00t31hw?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>New Yorker Jugendfeuerwehr zu Besuch</title>
		<link>http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/new-yorker-jugendfeuerwehr-zu-besuch-23042</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 14:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Patzelt</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Austausch]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr-Reporter]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendfeuerwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Mineola]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburg &#8211; Internationale Partnerschaften gehören mittlerweile zum Jugendfeuerwehr-Leben dazu. Ein besonderes und recht bekanntes Beispiel geben die Jugendfeuerwehr Stellingen (Hamburg) und das &#8220;Mineola Junior Fire Departement&#8221; aus dem Bundesstaat New York (USA) bereits seit etwa fünf Jahren. Im Sommer 2011 landete zum wiederholten Mal ein Flugzeug aus New York mit einer Delegation aus gut 20 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hamburg &#8211; Internationale Partnerschaften gehören mittlerweile zum Jugendfeuerwehr-Leben dazu. Ein besonderes und recht bekanntes Beispiel geben die Jugendfeuerwehr Stellingen (Hamburg) und das &#8220;Mineola Junior Fire Departement&#8221; aus dem Bundesstaat New York (USA) bereits seit etwa fünf Jahren.<br />
</strong></p>
<p><img class="size-full wp-image-23050 alignleft" title="Mit Bundestagsabgeordnetem Rüdiger Kruse auf dem Reichstag. Foto: Dräger Feuerwehr-Reporter Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/10/121011_FW_Reporter01.jpg" alt="" width="340" height="253" />Im Sommer 2011 landete zum wiederholten Mal ein Flugzeug aus New York mit einer Delegation aus gut 20 Feuerwehrleuten des Junior Fire Departments Mineola in Hamburg &#8211; unter der Leitung von Bill Gresalfi. Für die Jugendlichen, die zum ersten Mal in Deutschland waren, hatten die Stellinger ein breites Programm organisiert. Neben einem Besuch im Berliner Reichstag galt es viel in Hamburg zu entdecken: Besuch im Rathaus, Rallye durch den modernsten Stadtteil, die HafenCity, mit vielen Feuerwehr-Aufgaben und viel Freizeit, damit sich die Jugendlichen in gemischten Gruppen näher kommen und kennen lernen. &#8220;Wir machen das für die Jugendlichen, nicht für uns&#8221;, so das Credo von Michael Schüller und seinem Team. Aus diesem Grund wurden manche Programmpunkte auch spontan abgesagt oder geändert, wenn sich zum Beispiel die &#8220;Jetlag&#8221;-geschädigten Jugendlichen nicht aufraffen konnten. Anstelle einer weiteren Besichtigung gab es auch mal einen netten Grillabend.</p>
<p><strong>Spannende Übung bei Feuerwehr-Akademie</strong></p>
<p>Den wohl unumstrittenen Höhepunkt der Reise galt es jedoch fast am Ende des neuntägigen Besuchs zu stemmen. Die reine Jungsgruppe aus Mineola konnte einen ganzen Tag lang gemeinsam mit den Hamburgern auf dem Gelände der Feuerwehrakademie in Hamburg-Billbrook üben. Vier unterschiedliche Einsatzlagen mussten die international gemischten Trupps abarbeiten &#8211; Verständigungsprobleme inklusive: &#8220;Die fahren ein ganz anderes Konzept als wir&#8221;, sagt Sandro Wenzing. Sein Trupp-Partner Justin Sandler ist voll in seinem Element. Auffallend ist sein blauer Helm mit dem großen Visier: &#8220;Feuer löschen! Das ist unsere Aufgabe!&#8221; Dabei reißt er das Strahlrohr auf.</p>
<p><img class="size-full wp-image-23045 alignright" title="Sandro Wenzing mit seinem Trupp-Partner Justin Sandler üben gemeinsam. Foto: Dräger Feuerwehr-Reporter Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/10/121011_FW_Reporter02.jpg" alt="" width="300" height="198" />Beide haben Atemschutzattrappen auf dem Rücken, Atemschutzmasken vor dem Gesicht. Sandro unter seinem orangenen Helm und der blau-orangenen Jugendfeuerwehrjacke steht zunächst etwas verunsichert daneben. Doch dann arbeiten beide zusammen. Die Jugendlichen aus Mineola tragen flammenhemmende Bekleidung, Justin kommt richtig ins Schwitzen. Der &#8220;brennende&#8221; Müllwagen, kann schnell gelöscht werden. Um die Übung realistischer darzustellen hatten die Erwachsenen Rauchtabletten ausgelegt. Großes &#8220;Kino&#8221; für die Gäste &#8211; und sicher nicht alltäglich.</p>
<p>Währenddessen arbeiten die Jugendfeuerwehrmitglieder Nahuel Drexelius und Pat Lynch vom Junior Fire Department einen ganz anderen Einsatz ab. In einem Bahnwaggon hat es einen Unfall gegeben, mehrere Menschen sind vermisst und verletzt. Sie sollen als Angriffstrupp zusammenarbeiten und möglichst viele Opfer retten. Obwohl sie sich erst wenige Tage kennen, scheint es, als wären sie schon lange ein Team. Eine Puppe wird aus dem Waggon geholt, dann geht es wieder rein. Anschließend klatschen sich die beiden ab, lachen. Alle haben hier Spaß, und das trotz der Anstrengung. Vielleicht auch, weil sie wissen, dass die Amerikaner bald wieder nach Hause fliegen müssen.</p>
<p><object width="540" height="304" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/sIc2zj_fod8?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="540" height="304" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/sIc2zj_fod8?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Zuvor gibt es zwar eine große Feier zu Ehren der Gäste von der anderen Seite des großen Teiches, doch so groß wie die Freude bei der Ankunft am Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel war, so traurig sind die Jugendlichen und auch die Betreuer schon jetzt über den bevorstehenden Abschied. Einziger Wehmutstropfen und Hoffnungsschimmer: Bald gibt es ja vielleicht wieder einen Gegenbesuch in Amerika. Ob allerdings Michael Schüller und Bill Gresalfi wieder dabei sein werden, das steht noch in den Sternen: &#8220;Obwohl Michael 40 Jahre jünger ist, hatten wir immer viel Spaß und der Kontakt hat gut gehalten. Aber er hat viel zu tun und ich bin schon sehr alt. Es müssen sich neue Menschen finden, die unsere Arbeit fortführen. Ich denke, das wäre es wert&#8221;, sagt der Amerikaner Bill Gresalfi. So bleibt zu hoffen, dass an den Gesichtern der Jugendlichen weiterhin ablesbar bleibt, dass der Städtename Mineola in der Ursprache &#8220;erfreuliches Dorf&#8221; bedeutet. Auch Hamburg, die Stadt mit dem oft benannten &#8220;Tor zur Welt&#8221;, wäre andernfalls um eine wichtige Aktion der Feuerwehr ärmer.</p>
<blockquote><p>Weitere Links zum Thema:</p>
<ul>
<li>Mehr über die Partnerschaft auf der <a href="http://www.ff-stellingen.de/jf/jf-partnerschaft/jf-partnerschaft.html" target="_blank">Internetseite der JF Stellingen</a></li>
<li><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/das-heft/aktuelle-ausgabe/aktuelle-feuerwehr-magazin-ausgabe-62010-9680" target="_blank">Feuerwehr-Magazin-Ausgabe 6/2010</a></li>
</ul>
</blockquote>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="" width="150" height="152" />In Kooperation mit dem Feuerwehr-Magazin schickt das Unternehmen Dräger den &#8220;Feuerwehr-Reporter&#8221; erneut auf Tour &#8211; immer auf der Suche nach spannenden Themen und Geschichten. Sie wollen auch einmal Besuch vom &#8220;Dräger Feuerwehr-Reporter&#8221; bekommen? Dann bewerben Sie sich unter:<a href="http://www.draeger.com/feuerwehrreporter" target="_blank"> www.draeger.com/feuerwehrreporter</a>.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>So löscht die Feuerwehr auf einer Hallig</title>
		<link>http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/so-loscht-die-feuerwehr-auf-einer-hallig-22818</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 12:40:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[TOP-THEMEN]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr-Reporter]]></category>
		<category><![CDATA[Hallig]]></category>
		<category><![CDATA[Langeness]]></category>
		<category><![CDATA[Nordsee]]></category>
		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>

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		<description><![CDATA[Langeneß (SH) &#8211; Seit 1.000 Jahren gibt es Siedlungen auf Halligen. Bis ins Jahr 1900  gab es wohl über 100 von ihnen im nördlichsten deutschen Bundesland Schleswig-Holstein. Inzwischen hat die Nordsee aber mit ihren harten Stürmen und dem stetig steigenden Wasserstand gegen den Menschen gewonnen: Nur zehn Halligen sind übrig geblieben. Die größte von ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Langeneß (SH) &#8211; Seit 1.000 Jahren gibt es Siedlungen auf Halligen. Bis ins Jahr 1900  gab es wohl über 100 von ihnen im nördlichsten deutschen Bundesland Schleswig-Holstein. Inzwischen hat die Nordsee aber mit ihren harten Stürmen und dem stetig steigenden Wasserstand gegen den Menschen gewonnen: Nur zehn Halligen sind übrig geblieben. Die größte von ihnen ist die Hallig Langeneß mit 110 Bewohnern. Der Dräger Feuerwehr-Reporter berichtet über die Feuerwehr der Hallig Langeneß.</strong></p>
<p>Die Menschen haben sich damit arrangiert, dass der größte Teil ihres Landes an der Nordfriesischen Küste, unweit der Grenze zu Dänemark, zehn bis 20 Mal pro Jahr unter Wasser liegt. So wurden oft gleich mehrere Wohnhäuser auf meterhoch aufgeschüttete Erdhügel, die so genannten Warften, gebaut. Einen Deich gibt es um eine Hallig nicht. Auch bei Sturmfluten geht das Leben auf einer Warf weiter &#8211; eingeschlossen vom Wasser und abgeschnitten nicht nur vom Festland, sondern oft auch von den nächsten Nachbarn. Trotz dieser rauen Bedingungen: Wer auf einer Hallig geboren wurde, will nicht weg. Erst recht nicht, wenn er in der Feuerwehr ist.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-22819" title="Die freiwillige Feuerwehr auf der Hallig Langeneß. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/09/280911-hallig2.jpg" alt="" width="300" height="200" />Der Begriff Hallig steht sinngemäß für tiefliegendes salziges Land. Bäume gibt es kaum, höchstens Pappeln, Weiden oder Eschen. Sie wachsen langsam und sind vom Wind geformt. Das klingt nicht gerade einladend und doch, alle Häuser sind hier bewohnt. Der Sommer 2011, der eigentlich gar keiner war, brachte auch den Bewohnern der Hallig mehr Regen und weniger Sonne: &#8220;Aber dennoch haben wir hier oft nur kurze Schauer, dann bläst der Wind die Wolken davon&#8221;, sagt Gemeindewehrführer Frerk Johannsen zur Begrüßung.</p>
<p>Doch zumindest für den Besuch des Dräger Feuerwehr-Reporters sollte dies nicht so recht gelten: Von der ersten Minute an regnet es Bindfäden, es ist bitterkalt und der Wind pustet mit gefühlter Windstärke zehn. &#8220;Ist aber nur fünf&#8221;, korrigiert der Feuerwehr-Chef seelenruhig und schließt die klappernde Tür zum Unterkunftsraum. &#8220;Sie sind nicht der erste von der Presse, der herkommt&#8221;, raunt er freundlich. &#8220;Aber der erste, der sich so für die Arbeit der Feuerwehrkameraden interessiert und so viel Zeit mitbringt.&#8221; Die Fronten sind geklärt, jeder freut sich über den Anderen. Schnell erzählt der Feuerwehrmann von seinem Leben. Er ist 1948 geboren, seit fünf Jahren zum zweiten Mal verheiratet und hat aus erster Ehe zwei Kinder. &#8220;Aber es geht ja gar nicht um mich&#8221;, sagt er. Doch, auch. 1967 ist er bereits in die Feuerwehr eingetreten. &#8220;Das gehört sich einfach so&#8221;, grinst er. Nachbarschaftshilfe wird hier eben großgeschrieben.</p>
<p><strong>26 aktive Feuerwehrleute auf 110 Einwohner</strong></p>
<p>Der Wehrführer, der seit 1990 im Amt und zugleich Atemschutzgeräteträger und Maschinist ist, erzählt vom Zusammenhalt seiner Wehr. Jährlich gibt es große Feste für die Kameraden, es werden Ausflüge organisiert, Grillabende und auch ein Preis-Skat. &#8220;Da sind dann auch immer die Frauen dabei. Das ist wichtig&#8221;, sagt der stellvertretende Wehrführer der Hallig Langeneß, Hans-Friedrich &#8220;Fiede&#8221; Nissen, 62. Er ist zugleich Bürgermeister und in fünfter Generation auf der Hallig. Beide freuen sich über eine Feuerwehr-Traumbeteiligung der Hallig-Bevölkerung: &#8220;Von 110 Einwohnern, sind 26 hier aktiv&#8221;, so Frerk Johannsen. Knapp jeder vierte ist also ehrenamtlich für den Brandschutz aktiv. Für eine Großstadt wie Hamburg würde dies bedeuten, dass sich bei 1,7 Millionen Einwohnern mehr als 400.000 Menschen in Feuerwehren engagieren müssten. In den Hamburger Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren sind aktuell jedoch nur knapp 5.000 Menschen organisiert.</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/L10mUZnNjr0?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/L10mUZnNjr0?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Während der Sommermonate ist das beschauliche Leben auf einer Hallig recht gut mit dem Leben auf der benachbarten Insel Föhr zu vergleichen. Ein Krankenhaus gibt es nicht, wer medizinische Hilfe braucht, muss aufs Festland. Auch bringen die Fähren nur die nötigsten Dinge herüber. Wer etwas Besonderes haben will, muss es sich schicken lassen oder selber abholen. &#8220;Festland-Fahrten sind purer Stress. Da gibt es Ampeln. So was haben wir hier nicht. Da gibt es auf den Straßen viel Verkehr, so was haben wir hier nicht. Dann sind die Geschäfte voll und die Leute genervt. So was haben wir hier auch nicht. Parkplatzsuche ist für mich eigentlich ein Fremdwort&#8221;, sagt Johannsen. Die Uhren auf einer Hallig laufen eben anders. &#8220;Wir wollen hier unsere Ruhe und genießen die Natur. Hier kann man sich bewegen wie und wann man will. Stundenlang. Das ist echte Freiheit!&#8221;</p>
<p><strong>In der Sturmflut versinkt die Hallig &#8211; nur die Häuser nicht</strong></p>
<p>Auch wenn die Beziehung zur Nordsee schon eher einer Hass-Liebe nahekommt, will er hier nicht weg. &#8220;Wir können nicht ohne sie. Aber wenn häufig Spring- und Sturmfluten kommen, dann fragen wir uns schon, ob das sein muss.&#8221; Mit jeder Sturmflut wächst die Hallig in die Höhe, denn Sand und Sedimente bleiben zurück. Eine Steindecke wurde dafür extra in den Jahren von 1880 bis 1900 rund um die Hallig gebaut. Doch einen Schutz gegen die Herbst- und Winterstürme kann sie nicht leisten. Wenn die Nordsee einen Meter über den mittleren Hochwasserstand steigt, dann verschwinden die grünen Wiesen und Felder. Dann sind auch die einspurigen Straßen der Hallig nicht mehr zu sehen. Nur die Warften ragen aus dem Wasser hervor, mit den darauf stehenden Häusern als einzige Fixpunkte im Meer. &#8220;Wir beobachten die Mondphasen sehr genau. Etwa fünf bis sechs Stunden vor einer Flut, wissen wir in etwa, was auf uns zukommt&#8221;, so der Wehrführer und Hallig-Bewohner.</p>
<p><strong>Keine Hilfe bei extremen Wetterbedingungen</strong></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-22821" title="Die Tragkraftspritze wird von der Lore entladen. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/09/280911-hallig3.jpg" alt="" width="300" height="200" />Wenn die Flut da ist, gibt es auch für die Feuerwehr ein ganz besonderes Problem. &#8220;Wir sind ja mit dem Gerätehaus auf der Ketelswarf. Wenn es nun auf einer anderen Warf brennt, können wir ja nicht herüber fahren. Das schlimmste Szenario, was wir uns vorstellen können&#8221;, erklärt der 63-jährige Johannsen mit sorgenvoller Miene, sei Gewitter und Landunter. „Da kann keine Hilfe kommen.&#8221; Plötzlich ist der freundliche Ton des bärtigen Mannes dahin. &#8220;Da steht dir das Wasser bis zum Hals und Du kannst nicht löschen.&#8221; Feuerwehr-Schlauchboote oder ähnliches gibt es nicht! Wer sollte diese bei Sturmflut auch nutzen, ohne sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen?</p>
<p><strong>Jeder kann sich selbst helfen</strong></p>
<p>Doch schnell wird Johannsen wieder freundlich, denn natürlich hat die Gemeinde für diesen schlimmsten Fall der Fälle vorgesorgt. &#8220;Jedes Haus hat außen einen eigenen Wandhydranten mit einer 20-Meter-D-Schlauchversorgung. Außerdem steht in jedem Haus ein Pulverlöscher. Das hilft bei Entstehungsbränden. Die Anschaffung hat die Gemeinde bezahlt, um die Wartung und deren Kosten, müssen sich die Hauseigentümer selber kümmern.&#8221; Gegen die Flut wurden rund um die Warften inzwischen Ringdeiche gebaut, &#8220;da die Nordsee alleine in den letzten 60 Jahren gut 15 Zentimeter höher gestiegen ist&#8221;, erklärt Johannsen. Dennoch: &#8220;Einen Deich um die Hallig, wollen wir gar nicht. Das Landunter im Winter, ist klasse. Man kann und braucht sich nichts vornehmen. Es gibt keine Schule und man hat Zeit für Gespräche. Auch mit dem Nachbarn. Man lädt sich auf einen Grog ein und es gibt eine ganz andere Stimmung.&#8221;</p>
<p><strong>Tag der offenen Tür beim Museumsfest</strong></p>
<p>Außerhalb der Schlechtwetter-Zeiten, im richtigen Sommer, kommen gut 250 Menschen auf die größte deutsche Hallig. Das ist zwar wohl nur ein Bruchteil derer, die auf die weitaus bekanntere Hallig-Hooge fahren, aber das ist den Einwohnern, den &#8220;Langenessern&#8221;, wohl auch ganz lieb: &#8220;Viele leben noch von der Landwirtschaft, aber natürlich auch vom Tourismus. Selbst wenn so viele Gäste hier sind, man merkt es nicht. Doch einmal im Jahr wird es richtig eng, zumindest auf der Ketelswarf. Dann steigt das große Sommerfest gemeinsam mit dem benachbarten Museum. &#8220;Da gibt&#8217;s richtig Remmidemmi mit Gummistiefelweitwurf und einem alten Löschfahrzeug, das als Getränke-Versorger genutzt wird&#8221;, sagt Feuerwehrmann Johannsen und freut sich sichtlich darüber, dass das 1997 gebaute Feuerwehrhaus voll mit Gästen ist. Beim Tag der offenen Tür zeigen die Feuerwehrleute gerne, was sie haben. Das Löschfahrzeug, ein TSF-W, also ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank hat eine Hochdruck-Löscheinheit an Bord. Ein Anhänger ist mit einer zusätzlichen Tragkraftspritze und Schläuchen ausgestattet. &#8220;Die Gemeinde tut auch technisch viel für uns&#8221;, fasst der Wehrführer zusammen.</p>
<blockquote><p><strong>Weitere Links zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr über Langeneß: <a href="http://www.langeness.de" target="_blank">http://www.langeness.de</a></li>
<li>Mehr über Halligen allgemein: <a href="http://www.halligfreunde.de" target="_blank">http://www.halligfreunde.de</a></li>
</ul>
</blockquote>
<p><strong>Krankenpfleger hilft bei medizinischen Notfällen</strong></p>
<p>Natürlich gibt es auch Kehrseiten dieser ruhigen und beschaulichen Hallig: &#8220;Wer einen Termin auf dem Festland hat, muss sich nach der Fähre richten. Wer akute medizinische Hilfe braucht, kann schon einmal auf einen Rettungs-Hubschrauber angewiesen sein.&#8221; Doch auch hier hilft die Feuerwehr. Ein speziell ausgebildeter und bei der Gemeinde angestellter Medizinmann, genannt Gemeinde-Krankenpfleger, ist natürlich auch in der Feuerwehr aktiv. Wenn er allein nicht helfen kann, müssen seine Kameraden mit ran: &#8220;Wir leuchten dann zum Beispiel den Landeplatz aus und sichern den Ort mit Feuerlöschern.&#8221; Viele haben aber auch eine erweiterte Erste-Hilfe-Ausbildung, das sind die so genannten &#8220;Hallig Retter&#8221;.</p>
<p><strong>Bis zu 30 Einsätze pro Jahr</strong></p>
<p>20 bis 30 Einsätze hat die Wehr so pro Jahr. Dazu gibt es mehrfach Tätigkeiten im Bereich der Brandschutzaufklärung. Die meisten Einsätze sind aber eher dem Rettungsdienst als dem Brandschutz zuzuordnen, sagt auch der seit 2008 amtierende Bürgermeister, Hans-Friedrich &#8220;Fiede&#8221; Nissen. Dabei zeigt gerade seine Geschichte, wie schnell es gehen kann. &#8220;1978 hat sich unser Heuboden selbst entzündet. Damals war ich noch nicht in der Feuerwehr. Eine Glühlampe und Spinnenweben reichten für ein Feuer. Zum Glück waren die Kameraden schnell da &#8211; und seither bin ich auch mit Leib und Seele Feuerwehrmann.&#8221;</p>
<div id="attachment_22822" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-22822" title="Feuerwehr auf der Hallig Langeneß: Bei Bedarf geht es mit der Lorenbahn zum Einsatzort. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/09/280911-hallig1.jpg" alt="Feuerwehr auf der Hallig Langeneß: Bei Bedarf geht es mit der Lorenbahn zum Einsatzort. Foto: Florian Büh" width="540" height="360" /><p class="wp-caption-text">Feuerwehr auf der Hallig Langeneß: Bei Bedarf geht es mit der Lorenbahn zum Einsatzort. Foto: Florian Büh</p></div>
<p>Die zu Langeneß gehörende Hallig Oland mit ihrer einzigen Warf, der Olandwarf, liegt fünf Kilometer entfernt. Verbunden sind die beiden Halligen nur über einen Bahndamm der Lorenbahn. Diese verbindet die Halligen zugleich mit Dagebüll am Festland. Ein Feuerwehrhaus gibt es zwar auch auf der Olandwarf, bei jedem größeren Einsatz rücken die Kräfte der Nachbarwehr der Hallig Langeneß jedoch mit aus. Dazu wird eine der am Lorenbahnhof stehenden Transportwagen &#8220;ausgeliehen&#8221; und zum Einsatzfahrzeug umfunktioniert. Dafür wird die Tragkraftspritze, kurz TS, vom Anhänger auf die Lore gehievt, Schlauchmaterial und alles Weitere wird von den gut 15 Feuerwehrleuten eingepackt und auf die maximal zehn Minuten entfernte Nachbar-Hallig gefahren. &#8220;Einmal im Jahr gibt es eine große Alarmübung, denn das muss alles geübt werden.&#8221; Die Loren haben eine Zulassung der Gemeinde. Wer hier seinen Transportwagen abstellt weiß, dass die Feuerwehr im Notfall darauf zugreift. Fast jeder Haushalt hat eine eigene Lore. &#8220;Wir können aber nicht jede nehmen und müssen dennoch beim rangieren schnell sein&#8221;, erklärt der Wehrführer den Übungszweck.</p>
<p><strong>Die Frau des Bürgermeisters alarmiert &#8211; per Telefonkette</strong></p>
<p>Alarmiert werden die Kräfte übrigens nicht über Meldeempfänger sondern über eine Telefonkette. &#8220;Pieper haben nur die Führungsmitglieder. Um alle anderen Kameraden kümmert sich die Frau des Bürgermeisters. Sie startet eine Telefonkette und informiert die Nachbarn.&#8221; Die Sirenen wurden vor vielen Jahren abgebaut. Der Grund: Was für den Menschen gesund ist, ist für die Technik tödlich: &#8220;Die salzige Seeluft hat zu sehr zugesetzt. Außerdem war das mit dem Wind immer ein Problem. Kam er von der falschen Seite, war das Signal kaum zu hören&#8221;, erklärt Wehrführer Frerk Johannsen: &#8220;Innerhalb von zehn Minuten sind wir am Einsatzort. Zwar hat nur die Führung einen Schlüssel für das Feuerwehrhaus &#8211; aber an der Tür hängt ja immer einer in einem Kasten. Die meisten fahren ohnehin direkt zum Einsatzort und haben die Schutzausrüstung immer im Auto oder zu Hause.&#8221; Aufwändig gesichert wird hier nichts. &#8220;Die Autoschlüssel nehmen wir auch nie aus dem Zündschloss. Die rotten da fast fest. Türen schließen wir eigentlich auch nie zu, die Kriminalitätsrate geht gen null.&#8221; Und das ist wohl dort schon seit tausend Jahren so.<em> (Text: Florian Büh)</em></p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="" width="150" height="152" />Ein Beitrag aus der Reihe “Dräger Feuerwehr-Reporter”. In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er stellt Feuerwehren vor, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen.</strong></p>
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		<title>Witziges Video wirbt für Feuerwehr-Fitness</title>
		<link>http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/witziges-video-wirbt-fur-feuerwehr-fitness-19931</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 12:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuerwehr-Sport]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[VB & Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Fitness]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>

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		<description><![CDATA[Kiel (SH) &#8211; Mit einem neuen Internet-Videoclip wollen die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord und die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte Feuerwehrangehörige ermuntern, etwas für die eigene körperliche Fitness und gegen Übergewicht zu tun. Die offizielle &#8220;Filmpremiere&#8221; fand am Mittwoch  bei der Freiwilligen Feuerwehr Plön (Schleswig-Holstein) statt. Erstmalig gezeigt wurde der neue Videoclip mit dem Titel &#8221;Abspecken! Nicht feststecken.&#8221; Einsätze und Übungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kiel (SH) &#8211; Mit einem neuen Internet-Videoclip wollen die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord und die Feuerwehr-Unfallkasse Mitte Feuerwehrangehörige ermuntern, etwas für die eigene körperliche Fitness und gegen Übergewicht zu tun. Die offizielle &#8220;Filmpremiere&#8221; fand am Mittwoch  bei der Freiwilligen Feuerwehr Plön (Schleswig-Holstein) statt. Erstmalig gezeigt wurde der neue Videoclip mit dem Titel &#8221;Abspecken! Nicht feststecken.&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/06/170611-feststecker.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-19932" title="Mit einem witzigen Video wird für mehr Fitness im Feuerwehrdienst geworben. Foto: HFUK" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/06/170611-feststecker.jpg" alt="Mit einem witzigen Video wird für mehr Fitness im Feuerwehrdienst geworben. Foto: HFUK" width="300" height="316" /></a>Einsätze und Übungen im Feuerwehrdienst können den menschlichen Körper bis an sein absolutes Limit belasten. Feuerwehrangehörige benötigen deshalb für extreme Einsatzlagen &#8220;Fitness-Reserven&#8221;, auf die der Organismus in stressigen und körperlich belastenden Situationen zurückgreifen kann. Je größer diese Reserven sind, desto konzentrierter lassen sich komplizierte Einsatzaufgaben lösen. Letztendlich sinkt somit das Risiko, schwer zu verunfallen. Körperliche Fitness ist deshalb ein &#8220;Muss&#8221; für jeden Feuerwehrangehörigen. Mangelndes Training und Übergewicht hingegen können für Feuerwehrleute im Einsatz zum gesundheitlichen Risiko werden.</p>
<p>Der neue Videoclip zeigt in kurzer, knapper Weise und mit einem Augenzwinkern die Botschaft, auf die es ankommt: Auf die eigene Fitness und das Gewicht zu achten, damit es im Einsatz nicht zu Problemen kommt. Bewusst haben die Feuerwehr-Unfallkassen bei diesem Thema darauf verzichtet, einen Schulungsfilm mit belehrendem Charakter zu schaffen. Er soll seine wichtige Botschaft auf diesem Wege möglichst schnell verbreiten.</p>
<p>Der Film ist im Auftrag der Unfallversicherungsträger Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord und Feuerwehr-Unfallkasse Mitte in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Medien der Fachhochschule Kiel und der Kreisfeuerwehrzentrale Plön entstanden. Es ist bereits der zweite für das Internet produzierte Videoclip zur Unfallverhütung. Mit dem Medium Internet sollen vor allem junge Feuerwehrangehörige für Unfallverhütungsthemen im Feuerwehrdienst erreicht werden. Weitere Clips sind in Vorbereitung.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/fjCoH1TrQRE?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/v/fjCoH1TrQRE?version=3&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Kollision mit Rüstwagen: Mann in Lebensgefahr</title>
		<link>http://www.feuerwehrmagazin.de/top-themen/kollision-mit-rustwagen-mann-in-lebensgefahr-16630</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 09:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenunfälle]]></category>
		<category><![CDATA[TOP-THEMEN]]></category>
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		<description><![CDATA[Gaiberg (BW) &#8211; Ein Autofahrer ist bei einem Unfall mit einem Feuerwehrfahrzeug bei Gaiberg (Rhein-Neckar-Kreis) lebensgefährlich verletzt worden. Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen. Der Rüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr Leimen war auf der Anfahrt zu einem anderen Verkehrsunfall ins Schleudern geraten und mit dem entgegenkommenden Renault Twingo zusammengestoßen. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gaiberg (BW) &#8211; Ein Autofahrer ist bei einem Unfall mit einem Feuerwehrfahrzeug bei Gaiberg (Rhein-Neckar-Kreis) lebensgefährlich verletzt worden. Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen. Der Rüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr Leimen war auf der Anfahrt zu einem anderen Verkehrsunfall ins Schleudern geraten und mit dem entgegenkommenden Renault Twingo zusammengestoßen.</strong></p>
<p>Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 16.30 Uhr auf der L 600 zwischen Lingenthal und Gaiberg. Der Twingo-Fahrer erlitt so schwere Verletzungen, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste. Wie die Polizei Heidelberg feuerwehrmagazin.de mitteilte, lag der Pkw-Fahrer am Dienstagmorgen weiterhin im künstlichen Koma auf der Intensivstation. &#8220;Sein Zustand ist nach wie vor kritisch, aber stabil&#8221;, berichtete Polizeisprecher Harald Kurzer. </p>
<div id="attachment_16631" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/03/010311-vugaiberg.jpg"><img class="size-full wp-image-16631 " title="Nach der Kollision mit einem Rüstwagen (RW 2) ist der Fahrer dieses Twingo bei Gaiberg (BW) lebensgefährlich verletzt worden. Foto René Priebe" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/03/010311-vugaiberg.jpg" alt="Nach der Kollision mit einem Rüstwagen (RW 2) ist der Fahrer dieses Twingo bei Gaiberg (BW) lebensgefährlich verletzt worden. Foto René Priebe" width="540" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Nach der Kollision mit einem Rüstwagen (RW 2) ist der Fahrer dieses Twingo bei Gaiberg (BW) lebensgefährlich verletzt worden. Foto René Priebe</p></div>
<p>Die Polizei schätzt den Schaden, der bei dem Unfall entstanden ist, auf mehrere Tausend Euro. Am Twingo entstand Totalschaden. Wie gravierend die Schäden an dem <a href="http://www.feuerwehr-leimen.de/index.asp?menu=fahrzeugerw2&amp;abt=lei" target="_blank">29 Jahre alten Rüstwagen</a> (RW 2) sind, ist nicht bekannt. Die Landesstraße musste nach dem Unfall mehrere Stunden voll gesperrt werden. Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde ein Sachverständiger eingeschaltet.</p>
<p> <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6FV8QByjZac?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/v/6FV8QByjZac?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/63SOVL2GWgE?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/v/63SOVL2GWgE?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Digitales Modell-TLF</title>
		<link>http://www.feuerwehrmagazin.de/fahrzeuge-modelle/modelle/digitales-modell-tlf-15923</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 15:24:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Modelle]]></category>
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		<category><![CDATA[Faller]]></category>
		<category><![CDATA[MAN]]></category>
		<category><![CDATA[Modell]]></category>
		<category><![CDATA[TLF]]></category>

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		<description><![CDATA[Nürnberg (BY) &#8211; Neuheit auf der Spielwarenmesse in Nürnberg: Modellbauhersteller Faller präsentierte für sein Car System ein Tanklöschfahrzeug (TLF) auf einem MAN-Fahrgestell. Mit CS-Digitaltechnik ausgestattet ist das Herpa-Modell flott auf Dioramen unterwegs &#8211; samt Fahrzeugbeleuchtung und Blaulicht. Bislang gab es das Car System als analoge Ausführung, jetzt ist es als digitale Variante zu haben. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nürnberg (BY) &#8211; Neuheit auf der Spielwarenmesse in Nürnberg: Modellbauhersteller Faller präsentierte für sein Car System ein Tanklöschfahrzeug (TLF) auf einem MAN-Fahrgestell. Mit CS-Digitaltechnik ausgestattet ist das Herpa-Modell flott auf Dioramen unterwegs &#8211; samt Fahrzeugbeleuchtung und Blaulicht.</strong></p>
<p><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/02/040211-faller.JPG"><img class="alignleft size-full wp-image-15924" title="Neu von Faller: Tanklöschfahrzeug auf MAN (Herpa) mit digitaler Steuerungstechnik. Foto: Olaf Preuschoff" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/02/040211-faller.JPG" alt="Neu von Faller: Tanklöschfahrzeug auf MAN (Herpa) mit digitaler Steuerungstechnik. Foto: Olaf Preuschoff" width="350" height="252" /></a>Bislang gab es das Car System als analoge Ausführung, jetzt ist es als digitale Variante zu haben. Der Unterschied: Fahrzeuge rollen langsam an, beschleunigen und bremsen realistischer. Die Beleuchtung (Frontscheinwerfer, Rundumleuchten, Rücklichter und Bremslichter) kann separat geschaltet werden, das Fahrzeug ist in unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen unterwegs. Statt eines Reed-Kontaktes nimmt ein Magnetfeldsensor die Steuerungssignale entgegen.</p>
<p>Das TLF wird mit prozessorgesteuerter Ladestation, zehn Meter Spezialfahrdraht, Straßen-Spachtelmasse, Straßenfarbe und Straßenmarkierungen geliefert. Der Preis: 269 Euro.</p>
<p>Das Feuerwehr-Magazin wird in der April-Ausgabe ausführlich über die (Modell-) Neuheiten bei der Nürnberger Spielwarenmesse berichten. <em>(Foto: Olaf Preuschoff)</em></p>
<p><strong>Video: Modell-TLF im Einsatz</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gd6uOHR1alA?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/gd6uOHR1alA?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p><strong>Video: Blaulichter und Frontblitzer am Faller-TLF</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ZaZ1Ww2fd8M?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/ZaZ1Ww2fd8M?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<item>
		<title>Großbrand: Recycling-Halle in Vollbrand</title>
		<link>http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/einsatze/grosbrand-recycling-halle-in-vollbrand-15672</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 11:42:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsätze]]></category>
		<category><![CDATA[TOP-THEMEN]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Großbrand]]></category>
		<category><![CDATA[Großfeuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Essen (NW) &#8211; Großfeuer in Essen: Um drei Uhr in der Nacht ging im Stadtteil Bergeborbeck eine Halle mit Recycling-Material in Flammen auf. In dem Objekt werden Matratzen zerlegt um die Materialien recyceln zu können. Sogar ein Löschboot kam zum Einsatz, um den gewaltigen Bedarf an Löschwasser decken zu können. Als die ersten Kräfte knapp [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Essen (NW) &#8211; Großfeuer in Essen: Um drei Uhr in der Nacht ging im Stadtteil Bergeborbeck eine Halle mit Recycling-Material in Flammen auf. In dem Objekt werden Matratzen zerlegt um die Materialien recyceln zu können. Sogar ein Löschboot kam zum Einsatz, um den gewaltigen Bedarf an Löschwasser decken zu können.</strong></p>
<p>Als die ersten Kräfte knapp zwei Minuten nach Alarmierung eintrafen (die Feuerwache im Stadthafen ist nur etwa 1.500 Meter entfernt), brannte die offene Halle in voller Ausdehnung &#8211; auf einer Fläche von etwa 1.600 Quadratmeter. Das Dach aus Trapezblechen auf einer Stahl-Ständer-Konstruktion war bereits in die Flammen gestürzt und erschwerte die Löscharbeiten, weil Teile des Löschwassers nicht direkt auf das brennende Material trafen. Unmittelbar vor der Halle parkten etwa 15 Müllfahrzeuge eines Entsorgers. Sie wurden mit Wasser gekühlt und so vor den Flammen geschützt, bevor die Fahrzeugschlüssel zur Verfügung standen und die Lkw in Sicherheit gebracht werden konnten.</p>
<p> <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EW-PmWKX0H0?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/EW-PmWKX0H0?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Mit einem massivem Wassereinsatz brachten 80 Feuerwehrleute das Feuer nach etwa drei Stunden unter Kontrolle. Das notwendige Löschwasser pumpte das Feuerlöschboot &#8220;Ernst Finkemeyer&#8221; aus dem nahe gelegenen Rhein-Herne-Kanal. In der heißen Phase flossen bis zu 8.000 Liter pro Minute durch die Schläuche. Während des Einsatzes wurden umfangreiche Schadstoffmessungen durch die Feuerwehr und das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) durchgeführt. Es gab nach Angaben der Feuerwehr keinerlei Schadstoffkonzentrationen, trotzdem war und ist eine Geruchsbelästigung in Abhängigkeit von der vorherrschenden Windrichtung nicht auszuschließen.</p>
<blockquote><p><strong>Weiterer Artikel zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/nachrichten/einsatze/grosbrand-in-essen-100-schrott-pkw-verbrannt-15466" target="_blank">Großbrand in Essen: 100 Schrott-Pkw verbrannt</a></li>
</ul>
</blockquote>
<p>Am Mittwochmittag fanden Nachlösch- und erste Aufräumarbeiten statt, der Einsatz wird aber sicher bis in den späten Nachmittag andauern. Brandursache und Schadenhöhe stehen noch nicht fest, die Kripo ist vor Ort und ermittelt.</p>
<div id="attachment_15673" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><a href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/01/260111-essen.jpg"><img class="size-full wp-image-15673  " title="Großbrand in Essen: Eine Recycling-Halle brennt vollständig nieder, Drehleiter und Löschmast kommen zum Einsatz. Foto: Feuerwehr" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/01/260111-essen.jpg" alt="Großbrand in Essen: Eine Recycling-Halle brennt vollständ nieder, mehrere Drehleitern kommen zum Einsatz. Foto: Feuerwehr" width="540" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Großbrand in Essen: Eine Recycling-Halle brennt vollständig nieder, Drehleiter und Löschmast kommen zum Einsatz. Foto: Feuerwehr</p></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Großbrand in Essen: 100 Schrott-Pkw verbrannt</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 12:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsätze]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Großbrand]]></category>
		<category><![CDATA[Großfeuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Essen (NW) &#8211; Großfeuer in Essen: Um kurz nach sechs Uhr ist am Donnerstag im Stadtteil Altenessen auf einem Schrottplatz ein Feuer ausgebrochen. Rund 100 Schrottfahrzeuge, die eng gepackt und mehrere Meter hoch gestapelt auf dem Freigelände des alteingesessenen Autoverwerters lagerten, sind aus bisher unbekannter Ursache in Brand geraten. Die Art der Lagerung bereitete bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Essen (NW) &#8211; Großfeuer in Essen: Um kurz nach sechs Uhr ist am Donnerstag im Stadtteil Altenessen auf einem Schrottplatz ein Feuer ausgebrochen. Rund 100 Schrottfahrzeuge, die eng gepackt und mehrere Meter hoch gestapelt auf dem Freigelände des alteingesessenen Autoverwerters lagerten, sind aus bisher unbekannter Ursache in Brand geraten.</strong></p>
<p>Die Art der Lagerung bereitete bei der Brandbekämpfung große Probleme. Die ersten Einsatzkräfte der nahe gelegenen Feuerwache 4 (Fundlandstraße) waren nach anderthalb Minuten vor Ort. Durch die sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte eine große Lagerhalle vor den Flammen geschützt werden, die nachgeforderte Verstärkung kümmerte sich dann um den bereits weit entwickelten Brand im Freien.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/C2yMwogRDts?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/C2yMwogRDts?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Große Mengen Wasser und Schaum waren erforderlich, bis der Brand unter Kontrolle war, immer wieder platzten Autoreifen in der Hitze. Durch den Brandrauch kam es in weiten Teilen des Essener Stadtgebietes zu Geruchsbelästigungen. Durchgeführte Schadstoffmessungen ergaben nach Angaben der Feuerwehr allerdings keine gefährlichen Konzentrationen. Trotzdem wurden die Anwohner durch die Medien aufgefordert, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten.</p>
<p>Am Vormittag wurden die gestapelten Karossen mit Baggern auseinandergezerrt und die darunter befindlichen Glutnester abgelöscht. Die Brandursache und Höhe des Sachschadens stehen noch nicht fest, die Kripo ist vor Ort.</p>
<div id="attachment_15467" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-15467" title="Großfeuer in Essen-Altenessen: Rund 100 gepresste und gestapelte Schrott-Pkw stehen in Flammen. Foto: Feuerwehr Essen" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/01/200111-essen.jpg" alt="Großfeuer in Essen-Altenessen: Rund 100 gepresste und gestapelte Schrott-Pkw stehen in Flammen. Foto: Feuerwehr Essen" width="550" height="367" /><p class="wp-caption-text">Großfeuer in Essen-Altenessen: Rund 100 gepresste und gestapelte Schrott-Pkw stehen in Flammen. Foto: Feuerwehr Essen</p></div>
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		<title>Hochwasser an der Elbe: Bleckede rüstet sich</title>
		<link>http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/einsatze/hochwasser-an-der-elbe-bleckede-rustet-sich-15341</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 11:43:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsätze]]></category>
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		<category><![CDATA[Bleckede]]></category>
		<category><![CDATA[Elbe]]></category>
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		<description><![CDATA[Bleckede (NI) &#8211; Während vielerorts das Hochwasser wieder am abfließen ist, steht an der Elbe erst noch ein kritischer Pegel bevor. In Bleckede (Kreis Lüneburg) haben sich die Feuerwehren am Wochenende auf einen kritischen Pegelstand vorbereitet. Alle 13 Ortsfeuerwehren der Gemeinde waren im Einsatz, 13.500 Sandsäcke wurden gefüllt und ein so genannter Quickdamm errichtet. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bleckede (NI) &#8211; Während vielerorts das Hochwasser wieder am abfließen ist, steht an der Elbe erst noch ein kritischer Pegel bevor. In Bleckede (Kreis Lüneburg) haben sich die Feuerwehren am Wochenende auf einen kritischen Pegelstand vorbereitet. Alle 13 Ortsfeuerwehren der Gemeinde waren im Einsatz, 13.500 Sandsäcke wurden gefüllt und ein so genannter Quickdamm errichtet.</strong></p>
<p><img class="size-full wp-image-15345 alignright" title="In Bleckede wird ein Notdeich aus Sandsäcken errichtet. Foto: Schmidt/Feuerwehr" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/01/170111-bleckede.JPG" alt="In Bleckede wird ein Notdeich aus Sandsäcken errichtet. Foto: Schmidt/Feuerwehr" width="300" height="254" />Die Hauptaufgabe der Feuerwehren besteht darin, den Hochwasserschutz in Alt Garge herzustellen, da es hier noch keinen Deich gibt. Auf den Plätzen des Deichverbandes in Wendewisch und Radegast füllten die Helfer 3.500 Sandsäcke und stapelten sie transportfertig auf Paletten.</p>
<p>Am Feuerwehrhaus in Alt Garge füllten die Helfer über 10.000 Sandsäcke, die meisten wurden sofort verbaut. Eine Deichbaufirma, der Bauhof der Stadt Bleckede und die Feuerwehren schufen gemeinsam einen großen Notdeich. An den Arbeiten waren auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr beteiligt. In einem Teilbereich entstand ein mehrere Hundert Meter langer Quick-Damm, der zusätzlich mit Sandsäcken verstärkt wurde.</p>
<p>Auch am Montag stieg der Pegel im Bereich Bleckede rasant an. Während um Mitternacht noch ein Stand von 10,19 Meter gemessen wurde, stand er um 11.15 Uhr schon bei 10,28 Meter &#8211; neun Zentimeter mehr. Das mittlere Hochwasser liegt bei einem Pegel von 9,75 Meter. Die Tendenz: steigend.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/9Fh3AGSH9dA?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/9Fh3AGSH9dA?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object><br />
Video: Feuerwehr Stadt Bleckede</p>
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		<title>Elektroauto im Crashtest: Sicherer als gedacht</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 10:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Crashtest]]></category>
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		<description><![CDATA[München &#8211; Der ADAC hat das erste Elektroauto aus Großserienproduktion, das es in Deutschland zu kaufen gibt, einem Crashtest unterzogen. Befürchtungen, dass sich Elektrofahrzeuge bei einem Unfall in gefährliche &#8220;Strom-Bomben&#8221; verwandeln, haben sich nicht bestätigt. Eine gute Nachricht für Insassen und Rettungskräfte. Sowohl im Frontalcrash als auch beim Heckaufprall kann der Mitsubishi i-MiEV überzeugen. Die Sicherheitssysteme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>München &#8211; Der ADAC hat das erste Elektroauto aus Großserienproduktion, das es in Deutschland zu kaufen gibt, einem Crashtest unterzogen. Befürchtungen, dass sich Elektrofahrzeuge bei einem Unfall in gefährliche &#8220;Strom-Bomben&#8221; verwandeln, haben sich nicht bestätigt. Eine gute Nachricht für Insassen und Rettungskräfte.</strong></p>
<p>Sowohl im Frontalcrash als auch beim Heckaufprall kann der Mitsubishi i-MiEV überzeugen. Die Sicherheitssysteme des Autos haben den Crash programmgemäß registriert und die Hochspannungselemente des Elektroautos automatisch abgeschaltet. Auch die Lithium-Ionen-Batterie blieb, samt ihrer 88 Zellen, unbeschädigt. Der Test hat gezeigt, dass sich Elektroautos in Sachen Sicherheit nicht hinter vergleichbaren Pkw mit Verbrennungsmotor verstecken müssen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="408" height="353" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="menu" value="false" /><param name="play" value="true" /><param name="src" value="http://www1.adac.de//CommonPages/adac_tv/swf/video0.swf?id=tcm:8-318769&amp;rubrik=/CommonPages/adac_tv/_common/img/rubriken/hl_topaktuell.jpg&amp;header=Crashtest%20Mitsubishi%20iMiEV&amp;text=Der%20ADAC%20hat%20das%20erste%20echte%20Elektroauto%20aus%20Gro%C3%9Fserienproduktion,%20das%20in%20Deutschland%20erh%C3%A4ltlich%20ist,%20einem%20Crashtest%20unterzogen.%20Trotz%20Leichtbauweise%20und%20Hochspannungssystem%20bietet%20der%20Mitsubishi%20i-MiEV%20gute%20Insassensicherheit.&amp;url=http://mm.adac.de/adac-tv/110117_ADAC_i_Miev_HQ.flv&amp;duration=00:03:31" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="408" height="353" src="http://www1.adac.de//CommonPages/adac_tv/swf/video0.swf?id=tcm:8-318769&amp;rubrik=/CommonPages/adac_tv/_common/img/rubriken/hl_topaktuell.jpg&amp;header=Crashtest%20Mitsubishi%20iMiEV&amp;text=Der%20ADAC%20hat%20das%20erste%20echte%20Elektroauto%20aus%20Gro%C3%9Fserienproduktion,%20das%20in%20Deutschland%20erh%C3%A4ltlich%20ist,%20einem%20Crashtest%20unterzogen.%20Trotz%20Leichtbauweise%20und%20Hochspannungssystem%20bietet%20der%20Mitsubishi%20i-MiEV%20gute%20Insassensicherheit.&amp;url=http://mm.adac.de/adac-tv/110117_ADAC_i_Miev_HQ.flv&amp;duration=00:03:31" quality="high" bgcolor="#ffffff" menu="false" play="true" wmode="transparent"></embed></object></p>
<div id="attachment_15332" class="wp-caption alignright" style="width: 289px"><a href="http://shop.ebnerverlag.de/ebner/de/shop/sonderhefte,242/sonderheft--technische-hilfeleistung-nach-pkw-unfaellen,,209/"><img class="size-full wp-image-15332 " title="Fahrzeuge mit alternativen Antrieben: Eines der Themen im Feuerwehr-Magazin-Sonderheft &quot;Technische Hilfeleistung nach Pkw-Unfällen&quot;. Klicken um zu bestellen!" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/01/170111-thsonder.jpg" alt="Fahrzeuge mit alternativen Antrieben: Auch ein Thema im Feuerwehr-Magazin-Sonderheft &quot;Technische Hilfeleistung nach Pkw-Unfällen&quot;." width="279" height="372" /></a><p class="wp-caption-text">Fahrzeuge mit alternativen Antrieben: Eines der Themen im Feuerwehr-Magazin-Sonderheft &quot;Technische Hilfeleistung nach Pkw-Unfällen&quot;. Klicken um zu bestellen!</p></div>
<p><strong>Überlebensraum bleibt erhalten</strong></p>
<p>Die sehr kurze und steife Knautschzone des Japaners absorbiert die Aufprallenergie bei einem Crash mit 64 km/h und 40 Prozent Überdeckung gut. Die Armaturentafel wird beim Aufprall leicht in den Innenraum gedrückt. Auch der Fußraum wird leicht deformiert. Der Überlebensraum für die Insassen bleibt erhalten. Fahrer- und Beifahrerairbag zünden ordnungsgemäß, genauso wie die Gurtstraffer.</p>
<p>In den Aufprallbereichen der unteren Extremitäten besteht noch Verbesserungsbedarf. Beim versetzten Heckaufprall knallte ein Barrierewagen mit 80 km/h (US-Norm) und einem Gewicht von 1.400 Kilogramm gegen das stehende Fahrzeug. Auch bei diesem Crashtest bewies das E-Auto Stabilität.</p>
<p><strong>Rettungskräfte durch Abschaltung geschützt</strong></p>
<p>Der ADAC fordert, dass auch bei der Leichtbauweise künftig auf den Markt kommender Elektroautos eine stabile Fahrgastzelle vorhanden sein muss. Kompromisse in der Sicherheit können auch bei Elektrofahrzeugen nicht hingenommen werden. Außerdem muss die crashsichere Anordnung der Hochvoltsysteme bei E-Autos sichergestellt sein. Beim i-MiEV ist dies gut gelöst. Die Sicherheitsabschaltung des Stroms nach einem Unfall bietet nicht nur für die Insassen, sondern auch den Rettungskräften Schutz vor Verletzungen durch Stromschlag.</p>
<div id="attachment_15335" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-15335  " title="Elektroauto Mitsubishi i-MiEV im Crashtest: Nach dem Versuch bestand keine Gefahr für Insassen und Rettungskräfte durch Strom. Foto: ADAC" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2011/01/170111-crash.jpg" alt="Elektroauto Mitsubishi i-MiEV im Crashtest: Keine Gefahr für Insassen und Rettungskräfte durch den Strom. Foto: ADAC" width="540" height="360" /><p class="wp-caption-text">Elektroauto Mitsubishi i-MiEV im Crashtest: Nach dem Versuch bestand keine Gefahr für Insassen und Rettungskräfte durch Strom. Foto: ADAC</p></div>
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		<title>Witzig: Outtakes des Feuerwehr-Reporters</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 15:21:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr-Reporter]]></category>
		<category><![CDATA[Outtakes]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburg &#8211; Nach zahlreichen Auftritten auf der Dräger-Außenbühne während der Interschutz in Leipzig verabschiedet sich der &#8220;Dräger Feuerwehr-Reporter&#8221; nun in eine Pause. Während der Messe zeigte er einen Special-Film, mit den witzigsten &#8220;Outtakes&#8221; aus seinem Videomaterial. Über 100 Bewerbungen, zwei Ordner voller Themen und knapp 1.000 Minuten Rohmaterial sind bei den drei Touren quer durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hamburg &#8211; Nach zahlreichen Auftritten auf der Dräger-Außenbühne während der Interschutz in Leipzig verabschiedet sich der &#8220;Dräger Feuerwehr-Reporter&#8221; nun in eine Pause. Während der Messe zeigte er einen Special-Film, mit den witzigsten &#8220;Outtakes&#8221; aus seinem Videomaterial.</strong></p>
<p>Über 100 Bewerbungen, zwei Ordner voller Themen und knapp 1.000 Minuten Rohmaterial sind bei den drei Touren quer durch Deutschland gesammelt worden. Über 100 Interviews wurden geführt – und dafür sind mehr als 5.000 Kilometer zurückgelegt worden. Der erste Film ging am 2. November 2009 bei YouTube und feuerwehrmagazin.de online. Fast 25 Reportagen wurden seitdem veröffentlicht.</p>
<p>Sehen Sie hier die Pleiten, Pech und Pannen, bei den Dreharbeiten des Feuerwehr-Reporters:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yd0C9MxVSCs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/yd0C9MxVSCs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Lebensrettung für Lebensretter</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 14:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Dräger]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr-Reporter]]></category>
		<category><![CDATA[Notfalltraining]]></category>
		<category><![CDATA[Roadshow]]></category>

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		<description><![CDATA[Lübeck (SH) &#8211; Eigentlich hatte der Dräger-Feuerwehr-Reporter schon seinen letzten Beitrag veröffentlicht &#8211; doch während der Interschutz gab es noch einen kleinen filmischen Nachschlag. Jetzt können Sie diesen Beitrag samt Video auch an dieser Stelle noch einmal nachlesen bzw. sehen. Ein Impuls für die Lebensrettung Notfallrettung im Feuerwehr-Einsatz ist ein schwieriges Thema. Viel zu wenige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lübeck (SH) &#8211; Eigentlich hatte der Dräger-Feuerwehr-Reporter schon seinen letzten Beitrag veröffentlicht &#8211; doch während der Interschutz gab es noch einen kleinen filmischen Nachschlag. Jetzt können Sie diesen Beitrag samt Video auch an dieser Stelle noch einmal nachlesen bzw. sehen.</strong></p>
<h2>Ein Impuls für die Lebensrettung</h2>
<p><a rel="attachment wp-att-10679" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/06/29/lebensrettung-fur-lebensretter/feuerwehrmann-oliver-witt-30-aus-bad-segeberg/"><img class="alignright size-full wp-image-10679" title="Feuerwehrmann Oliver Witt (30) aus Bad Segeberg bei einer Vorführung. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/06/3773A020-dfwr.jpg" alt="Feuerwehrmann Oliver Witt (30) aus Bad Segeberg bei einer Vorführung. Foto: Florian Büh" width="350" height="233" /></a>Notfallrettung im Feuerwehr-Einsatz ist ein schwieriges Thema. Viel zu wenige Feuerwehrmänner und -frauen wollen sich bisher mit der Frage beschäftigen. Oftmals wird verdrängt, was passiert, wenn es zum Unfall eines Kameraden oder einer Kameradin während des Atemschutz-Einsatzes kommt. Daher besteht Handlungsbedarf. „Gerade für kleinere Feuerwehren muss in diesem Bereich etwas getan werden“, sagt Nicolai Gäding (24). Der Mitarbeiter von Dräger ist selbst in einer Feuerwehr aktiv. Gemeinsam mit vielen Helfern aus dem Unternehmen wurden in ganz Deutschland 40 Veranstaltungen auf die Beine gestellt, um Feuerwehrleute für das Thema Notfallrettung zu sensibilisieren und über Sicherheit im Atemschutzeinsatz aufzuklären. Einer dieser Termine lag in der Kreis-Hauptstadt Bad Segeberg in Schleswig-Holstein. Knapp 40 aktive Retter wurden Zeuge einer Übung für die Notfallrettung und konnten sich anschließend über die notwendige technische Ausrüstung informieren.</p>
<p>Dichter Rauch dringt aus der Fahrzeughalle an der Kreisfeuerwehrzentrale in Bad Segeberg. Vier Feuerwehrleute zeigen, wie bei einem Unfall unter Atemschutz richtig gehandelt wird. Staunend, nachfragend und auch kritisch stehen die Feuerwehrleute aus Schleswig-Holstein in der benachbarten Remise, schauen auf die große Leinwand. Per Funk wird jede Sequenz der Rettung von einer Wärmebild-Kamera in den Nachbarraum gesendet. Der externe Referent Detlef Krone erklärt genau, was nebenan passiert. Zuvor hatte er sich mit den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten Oliver Witt (30), Dennis Schubring (24), Frederic Westensee (22) und Robert Rainers (20) von der Feuerwehr Bad Segeberg verständigt: „Nicht nur in dieser Übung solltet ihr langsam und überlegt vorgehen. Klar, ich brauche Zeit für meine Erklärungen; aber auch im Einsatz müsst Ihr Euch umsehen, den Raum in Augenschein nehmen. Ihr müsst erkennen, wo potenzielle Gefahren lauern“, so der Berufsfeuerwehrmann aus Braunschweig. Im Norden und im Süden war der Referent für die Roadshow aktiv, lediglich die Stationen in West und Ost haben andere Kollegen als Trainer übernommen.</p>
<p> <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/a_ka2tOm66o&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/a_ka2tOm66o&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>&#8220;Wir wollen Feuerwehrleuten einen Impuls geben, ein Interesse für das Thema zu entwickeln und zeigen, welche Produkt-Innovationen Dräger für diesen Bereich bietet. Aber wir machen auch deutlich, was mit einem kleinen Budget geleistet werden kann – hier geht es schließlich um Menschenleben&#8221;, beschreibt Nicolai Gäding, der bei Dräger auch für die Feuerwehren zuständig ist. Das Konzept einer so genannten &#8220;Roadshow&#8221; fasziniert alle. Dräger übernimmt dabei eine Vorreiterrolle – bisher gab es ein solches, für die Teilnehmer kostenloses Lernprogramm, nicht.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-10680" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/06/29/lebensrettung-fur-lebensretter/der-rettungstrupp-ist-nicht-weit-der-rauch-druckt-aus-dem-hau/"><img class="alignleft size-full wp-image-10680" title="Der Rettungstrupp ist nicht weit - der Rauch drückt aus dem Haus. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/06/3773A029-dfwr.jpg" alt="Der Rettungstrupp ist nicht weit - der Rauch drückt aus dem Haus. Foto: Florian Büh" width="350" height="525" /></a>Nach einer theoretischen Einführung in die Notfallrettung beim Atemschutzeinsatz folgten prägnante Fachvorträge. Unterschiedliche Übungen wurden vorgeführt und die Besucher hatten die Möglichkeit, die zahlreichen Produkte auszuprobieren. Die Interessen der einzelnen Teilnehmer waren dabei sehr unterschiedlich. &#8220;Für uns ist wichtig, wie lange Garantie gewährt wird, wie lange der Hersteller auch die Nutzung empfiehlt“, sagt Hajo Behrendt (27) von der Freiwilligen Feuerwehr Wasbek. Er ist Sicherheitsbeauftragter und schon seit 1998 in der Feuerwehr, war schon in der Jugendfeuerwehr als Gründungsmitglied aktiv. Sein Interesse gilt an diesem Tage vor allem den Helmen, eine Ersatzbeschaffung ist bald geplant: „Wir müssen ja wissen, was es auf dem Markt so gibt, damit wir dann das Richtige kaufen.&#8221; Und so konnten sich die Teilnehmer neben dem eigentlichen Training auch noch einen Marktüberblick zu den unterschiedlichen Feuerwehrprodukten verschaffen. </p>
<p>Damit der Tag möglichst lange nachklingt und in Erinnerung bleibt, erhielten alle Anwesenden ein Teilnahme-Zertifikat. Denn eine gute Erst-Information ist das Wichtigste auf dem Weg zu gut ausgebildeten und ausgestatteten Feuerwehrleuten.</p>
<p>Bis jetzt haben nahezu 2.000 Feuerwehrleute an den Übungen teilgenommen, die im Rahmen der Kampagne „Lebensrettung für Lebensretter“ von Dräger angeboten wurden. Zum Nachlesen erhielten alle Teilnehmer eine schriftliche Infomappe, die Zugangsdaten samt Passwort für den Internetbereich der Kampagne und damit Zugriff zu den Fachvorträgen der jeweiligen Veranstaltungen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Feuerwehr Werl: Training am Tank</title>
		<link>http://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/news/feuerwehr-werl-training-am-tank-10315</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 12:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Werl]]></category>

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		<description><![CDATA[Werl (NW) &#8211; Es sieht aus wie ein großer Dampfkessel oder ein Tank, der eigentlich unter die Erde gehört. Doch beim genaueren Hinsehen sind die vielen Anschlüsse, Schläuche und Hähne nicht zu übersehen. Feuerwehrrot leuchtet das große runde Etwas schon von Weitem sichtbar auf dem Feuerwehrhof in Werl – es ist eine Übungsanlage. Was für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Werl (NW) &#8211; Es sieht aus wie ein großer Dampfkessel oder ein Tank, der eigentlich unter die Erde gehört. Doch beim genaueren Hinsehen sind die vielen Anschlüsse, Schläuche und Hähne nicht zu übersehen. Feuerwehrrot leuchtet das große runde Etwas schon von Weitem sichtbar auf dem Feuerwehrhof in Werl – es ist eine Übungsanlage. Was für viele vielleicht nur ein Sammelsurium von Schrott-Teilen ist, bedeutet für ABC-Zugführer Karsten Korte (37) und seine Leute des Gefahrgut-Zuges einen zum Leben erweckten Traum. Denn die Ausbildung der Kameraden sollte nicht mehr nur über Theorie-Unterricht und Bilder stattfinden: &#8220;Wir wollten etwas anderes machen&#8221;, so Korte.</strong></p>
<p><a rel="attachment wp-att-10316" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/06/16/feuerwehr-werl-training-am-tank/sie-sehen-aus-wie-astronauten-in-den-hitzeschutz-anzugen/"><img class="alignleft size-full wp-image-10316" title="Gefahrgutzug Werl: Die Kameraden sehen aus wie Astronauten in den Hitzeschutz-Anzügen. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/06/3750A028-dfwr.jpg" alt="Gefahrgutzug Werl: Die Kameraden sehen aus wie Astronauten in den Hitzeschutz-Anzügen. Foto: Florian Büh" width="350" height="525" /></a>Angefangen hatte die Feuerwehr mit einem kleinen Kessel, der drei Leckagen hatte. Die Herausforderung stieg für den gelernten Gas-Wasser-Installateur mit jeder weiteren Idee von ihm oder seinen Kameraden. Heute steht ein großer Tank auf einer Lkw-Container-Brücke und schier unzählige Arten von Leckagen, Undichtigkeiten, Beschädigungen und Austritten können simuliert und praktisch geübt werden. Viele Teile sind vom Schrott, dennoch musste einiges investiert werden: &#8220;Viel Geld brauchten wir nicht, aber Arbeitsstunden. Weit über 2.000 haben wir alle zusammen eingebracht.&#8221; So kam auch die Idee, sich über einen Wettbewerb für die Interschutz zu qualifizieren. Für viele ein Traum, der aus finanziellen Gründen schon allein nicht zu realisieren ist, denn ein Stand auf solch einer Messe kostet einfach Geld: &#8220;Wir waren mit über 2.100 Quadratmetern ein recht großer Aussteller&#8221;, sagt Karsten Korte tiefstapelnd. Nachfragen bei der Deutschen Messe, dem Organisator der Messe in Leipzig, bestätigen: Nur eine weitere Freiwillige Feuerwehr stellte überhaupt auf der Messe aus. Der ABC-Zug aus Werl war zudem der zweitgrößte ideelle Aussteller überhaupt: So warteten die Gefahrgut-Spezialisten mit einem Stand in der Halle 1 und im Außengelände sogar mit einem Doppelstand auf. &#8220;Das war für uns eine einmalige Geschichte. Noch einmal werden wir das nicht gestemmt kriegen“, bestätigt Korte.</p>
<p>Neben dem &#8220;Dekon-P&#8221;, einem besonders ausgerüstetem Lkw mit Pritschen-Planen-Aufbau zur Dekontamination von Personen wurde natürlich auch der Übungskessel nach Leipzig gebracht. &#8220;Jeder Besucher konnte dann auch selber einen Schutzanzug anziehen und an unseren Übungsanlagen trainieren oder viel Neues kennenlernen. Auch zum Thema Feuerlöscher boten wir etwas an. Wer sich traute, durfte auch die Abdichtung versuchen&#8221;, sagt Alfons Stute (51) aus Holtum, der auch aktiv im ABC-Zug ist. Er zeigt derweil seinen Kameraden einen Schlauch, der mit Luft aus Atemschutzflaschen aufgepumpt eine Leckage in einem Rohr stoppt. &#8220;Der Umbau der Übungsanlage ist noch lange nicht fertig&#8221;, berichteten die Feuerwehrleute im April. Viele Kleinigkeiten, die nur Eingeweihte sehen, funktionieren noch nicht wie gewollt. Was von Außen nicht sichtbar ist: Im Inneren der Anlage verlaufen Schläuche an unterschiedlich großen und kleinen Austrittsöffnungen. Manche sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen, andere sind mehr als fingerdick. So unterschiedlich die Leckagen sind, so unterschiedlich müssen die Feuerwehrleute vorgehen. &#8220;Vieles, was nun schon fertig ist, hat lange gebraucht – und es hat uns zusammengeschweißt&#8221;, sagt auch Markus Kaffka.</p>
<p> <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/MOMiTYaFJTk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/MOMiTYaFJTk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>47 Freiwillige Feuerwehrleute umfasst der ABC-Zug Werl, darunter bisher nur eine Feuerwehrfrau. Drei Jahre lang haben alle gemeinsam an dem heutigen Konzept der Schulung für ABC-Züge gearbeitet. &#8220;Doch auch wir lernen immer noch etwas dazu&#8221;, sagt der Chef der Gruppe, Karsten Korte. Mit seinen Helfern bringt er die Übungsanlage auch zu benachbarten Wehren. &#8220;Auch Berufsfeuerwehren leihen sich die Anlage aus, wir stellen dann das Personal und sehen dadurch immer wieder, was andere Wehren so nutzen.&#8221; Am 3. November 2005 gab es dann in Werl einen realen Einsatz, bei dem die Schlagkraft der Spezialisten getestet wurde. Im Hallenbad war Schwefelsäure ausgetreten. Laut der örtlichen Medien mussten 30 Menschen evakuiert und vor den giftigen Dämpfen gerettet werden. 50 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz – davon alleine 30 aus dem ABC-Zug. Von den 700 Litern der Säure, die im Keller gelagert waren, hatten sich 400 Liter über den Boden ergossen. Mit Bindemitteln wurde die Säure aufgesogen, konnte dann in sicheren Fässern abtransportiert und entsorgt werden. Die Säure, die eigentlich den pH-Wert im Schwimmbadwasser senken soll, ist ätzend und reizt vor allem die Atemwege. Auch eine chemische Reaktion zu Chlorgas sei angeblich möglich gewesen, sagte damals die eingesetzte Polizei.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-10321" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/06/16/feuerwehr-werl-training-am-tank/gruppenfoto-mit-einigen-mitgliedern-des-abc-zuges-in-werl/"><img class="alignright size-full wp-image-10321" title="Gruppenfoto mit einigen Mitgliedern des ABC-Zuges in Werl. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/06/3750A081-dfwr.jpg" alt="Gruppenfoto mit einigen Mitgliedern des ABC-Zuges in Werl. Foto: Florian Büh" width="350" height="247" /></a>Nicht immer müssen es solche Großeinsätze sein, auch Ölfilme auf Gewässern, austretendes Wasserstoff-Peroxyd und Wasserstofftanks mit einem Leck sind Einsatzgebiete der Gefahrgut-Feuerwehr aus Werl. &#8220;Einmal hatten wir einen Austritt von Kohlenstoffdioxyd. Eigentlich sollte das Gas nur bei einem Brand austreten und die Flammen löschen. Doch an einem Rohr-Flansch trat es ungewollt aus&#8221;, berichtet Karsten Korte. Auch hier mussten die Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz arbeiten. Inzwischen gehen die Handgriffe jedoch sogar unter Vollschutz leicht von der Hand: &#8220;Wer genug übt, der kann das&#8221;, sagt Korte über die Einsätze, bei denen die Feuerwehrleute wie Astronauten aussehen. Alleine 17 dieser Anzüge wurden bei dem Austritt der Schwefelsäure im Hallenbad eingesetzt. Unter den Anzügen haben die Feuerwehrleute ebenso umgebungsunabhängigen Atemschutz.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-3421" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2009/11/20/wache-abgebrannt/feuerwehr-reporter-web-icon-3/"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="Feuerwehr-Reporter" width="150" height="152" /></a></p>
<p><strong>Mit dieser Folge verabschiedet sich der Dräger-Feuerwehrreporter von seinen Lesern und Fans &#8211; alle Beiträge können Sie jedoch im Archiv unter feuerwehrmagazin.de noch einmal nachlesen!</strong></p>
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		<title>Ein Tunnel wächst &#8211; die Feuerwehr auch</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 15:10:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr-Reporter]]></category>
		<category><![CDATA[Rödental]]></category>
		<category><![CDATA[Tunnel]]></category>
		<category><![CDATA[Tunnelbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Rödental (BY) &#8211; Die &#8220;Verkehrsprojekte Deutsche Einheit&#8221;, kurz VDE, bescheren viel Arbeit in Deutschland. Im Rahmen dieser Projekte wird auch zwischen Nürnberg, Erfurt und Berlin kräftig gebaut, damit der ICE hier und zwischen Halle und Berlin bald mit gut 300 Kilometer pro Stunde fahren kann. Damit dies möglich wird, müssen neue Bahnschienen verlegt werden. Diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rödental (BY) &#8211; Die &#8220;Verkehrsprojekte Deutsche Einheit&#8221;, kurz VDE, bescheren viel Arbeit in Deutschland. Im Rahmen dieser Projekte wird auch zwischen Nürnberg, Erfurt und Berlin kräftig gebaut, damit der ICE hier und zwischen Halle und Berlin bald mit gut 300 Kilometer pro Stunde fahren kann. Damit dies möglich wird, müssen neue Bahnschienen verlegt werden. Diese dürfen weder ein allzu großes Gefälle noch eine allzu große Steigung haben, sondern sollen so gut wie möglich waagerecht verlaufen. Doch das geht nur, wenn es Tunnel durch Berge und Brücken über Täler gibt.</strong></p>
<p><a rel="attachment wp-att-10014" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/06/04/ein-tunnel-wachst-die-feuerwehr-auch/kurz-vor-dem-tunnel-ende-hier-wird-abgetragener-berg-verladen/"><img class="alignleft size-full wp-image-10014" title="Kurz vor dem Tunnel-Ende - hier wird abgetragener Berg verladen. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/06/040610-t1.jpg" alt="Kurz vor dem Tunnel-Ende - hier wird abgetragener Berg verladen. Foto: Florian Büh" width="350" height="233" /></a>Was all das mit der Feuerwehr zu tun hat? Ganz einfach – irgendwer muss ja für die Sicherheit während des Betriebes sorgen. Die Aufgabe für den abwehrenden Brandschutz und die Hilfe im Katastrophenfall bei einem Unglück übernimmt zu großen Teilen die Feuerwehr. So kam es, dass eine kleine städtische Feuerwehr nun plötzlich vor ganz neuen Aufgaben steht. Eine Umgehungsstraße wird gerade dazu im Einsatzgebiet der Feuerwehr Rödental gebaut – so viele neue Einsatz-Schwerpunkte bedürfen guter Planung und Abstimmung mit unterschiedlichsten Gremien.</p>
<p>Gut drei Kilometer bohrt sich der Tunnel durch den Reitersberg. 5,6 Kilometer ist der gesamte Bauabschnitt lang, der ab 2017 von der Deutschen Bahn in Betrieb genommen werden soll. &#8220;Wir sind gut im Zeitplan, sogar etwas weiter als nötig&#8221;, sagt Diplom-Ingenieur Niklas Hirche (37), der für die Arbeitsgemeinschaft Rödental – Tunnel Reitersberg bestehend aus Afred Kunz Untertagebau, Swietelsky Tunnelbau und Leonhard Weiss als Projektleiter fungiert: &#8220;Wir können der Feuerwehr zwar genau sagen, was für Gefahren im Tunnel vorherrschen, was wir lagern. Aber was die Feuerwehr für Technik braucht, das wissen nur die Feuerwehrleute selber.&#8221;</p>
<p>Doch genau hier mussten die Feuerwehrleute viel lernen und sind noch immer dabei. Denn Planungsstart der Bauarbeiten für den Tunnel Reitersberg in der Nähe des 14.000 einwohnerstarken Rödental war zwar schon im Jahre 2008, das Konzept für die Fremdrettung jedoch musste nach Baubeginn gemeinsam mit Deutscher Bahn, ARGE und Feuerwehr erstellt werden: &#8220;Wir haben alles bisher selber erarbeitet. In ganz Bayern gibt es keine vergleichbare Aufgabe, nichts Aktuelles. Die Planungen der Strecke Nürnberg &#8211; München sind auf die Neubaustrecke durch geänderte Bedingungen nicht mehr anwendbar&#8221;, bestätigt Stefan Zapf (49), der zuständige Kreisbrandmeister des Landkreises Coburg, in dem Rödental liegt. Bisher hatten die Feuerwehrleute aus Rödental eher ein beschauliches Einsatzgeschehen mit langsam gewachsenen Schadenslagen. &#8220;Keine Autobahn-Auffahrt, keine Tunnel, dafür liegt aber ein Teil des Gefahrgutzuges des Landkreises Coburg schon lange bei uns&#8221;, sagt Michael Deschner (33), der stellvertretende Kommandant in Rödental.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ysu3ZA5mPO4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/ysu3ZA5mPO4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Technische Hilfe, Brandschutz, etwa 150 Einsätze im Jahr inklusive der Brandsicherheitswachen beim Fasching in der örtlichen Dreifachturnhalle. Das war es. Deschner arbeitet wie fast die gesamte Führungsriege der Feuerwehr Rödental in der Industrie, er speziell im Bereich Automobile, er kennt sich mit Technik aus. &#8220;Es wurde von Anfang an im Prinzip klar, dass wir mehr Aufgaben erhalten. Zu Beginn konnten wir insgesamt wenig tun – nur zuschauen. Recht schnell wurde von uns aber viel verlangt&#8221;, so Deschner. So haben sich die Feuerwehrleute dann auch viel einfallen lassen: Eine weltweit einzigartige und bisher nur in Bergbauminen in Amerika und Australien schon im Einsatz befindliche &#8220;Charge Air&#8221;-Anlage wurde gleich in doppelter Ausfertigung beschafft. Diese sorgt dafür, dass schon während des Baus den Atemschutzträgern nicht die Luft ausgeht. &#8220;Die Versorgungseinheit kann sogar in explosionsgefährdeten Bereichen aufgestellt werden&#8221;, berichtet Produktmanager Frank Pietrowski (39). Atemluft aus den 20 Vorratsflaschen mit einem Inhalt von je 50 Litern können in die speziell beschafften Pressluftatmer der Atemschutzgeräteträger, die einen zusätzlichen Anschluss haben, gepresst werden. So sind die Einsatzkräfte schnell wieder einsatzbereit. Ohne Kompressor und in nur einer Minute werden zwei 6,8 Liter fassende Flaschen wieder befüllt. &#8220;Dies im Notfall sogar unter Beatmung mit dem Gerät auf dem Rücken im Tunnel&#8221;, erklärt Kreisbrandmeister Stefan Zapf. &#8220;Zwölf Doppel-Atemschutzgeräte mit den besonderen Anschlusskupplungen haben wir nun beschafft. Dazu auch neue Masken. Die Kameraden haben wir speziell geschult&#8221;, sagt Steffen Schaller (42), Kommandant der Feuerwehr Rödental.</p>
<p>Ein ehemaliges Löschfahrzeug 16 mit einer Tragkraftspritze wurde für den Transport der speziellen Atemschutzflaschen und den Einsatz im Tunnel auch extra umgebaut. Aus dem ehemaligen LF 16/TS wurde so ein S-LF – das Sonder-Löschfahrzeug Tunnel-Einsatz. Viel Geld haben Bahn und ARGE investiert, sagt Schaller: &#8220;Auch eine Wärmebildkamera sowie spezielle Tunnelfunkgeräte wurden nun angeschafft für diese Einsätze.&#8221; Bis zur Fertigstellung werden noch zwei Rettungstunnel gebaut, mit etwa 370 und 140 Metern Angriffsweg und großen Rettungsplätzen. Verschiedenste Konzepte wurden von anderen Tunnelfeuerwehren übernommen und an die heutige Zeit und die Örtlichkeit angepasst.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-10015" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/06/04/ein-tunnel-wachst-die-feuerwehr-auch/michael-deschner-33-stellvertretender-kommandant-in-rodental/"><img class="alignright size-full wp-image-10015" title="Michael Deschner (33), stellvertretender Kommandant in Rödental. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/06/040610-t2r.jpg" alt="Michael Deschner (33), stellvertretender Kommandant in Rödental. Foto: Florian Büh" width="350" height="233" /></a>Nur gemeinsam kann ein so großes Projekt umgesetzt werden. Gemeinsam mit THW, Polizei und dem Rettungsdienst sitzen die Feuerwehrleute nun mit den Verantwortlichen des Bauträgers, der ARGE Rödental – Tunnel Reitersberg und Ingenieuren der Deutschen Bahn an einem Tisch &#8220;Viele Fragen können aber erst von der Regierung, den Ministerien wirklich beantwortet werden. Fast alles läuft auf höchster Ebene&#8221;, sagt Stefan Zapf. Das Projekt hat die Verantwortlichen zusammengeschweißt. Auch wenn so manche knifflige Frage zu Spannungen führt – alle wollen eines erreichen: Die größtmögliche Sicherheit für die Bauarbeiter, die im Notfall eingesetzten Rettungskräfte und später für die Fahrgäste im dahin rauschenden ICE. &#8220;Früher waren wir hier am Rande von Deutschland, nun sind wir mitten drin und ein Drehkreuz für die unterschiedlichsten Verkehrsarten geworden&#8221;, sagt Michael Deschner. Die Grenze zum benachbarten Thüringen liegt nur etwa sechs Kilometer von Rödental entfernt, die A73 führt vorbei. Dazu haben große Firmen ihre Standorte in Rödental: Die Firma Zapf Creation ist zwar nicht mehr in Familienbesitz, aber immer noch bekannt für Kinderspielzeug mit dem rosa Logo. Große Betriebe für Elektroteile und Glas sitzen ebenso in Rödental und natürlich die Firma Goebel mit den weltbekannten Hummelfiguren. Auch für den einst insolventen Porzellanhersteller fahren täglich unzählige Lkw über die Straßen im Landkreis Coburg, mancherorts im Rödental werden die Fahrer gegrüßt von übergroßen Porzellan-Figuren auf Verkehrskreiseln. Auch auf Grund der vielen Fahrzeuge müssen sich die Rödentaler auf neue Zeiten einstellen. &#8220;Später ist geplant, dass bis zu 50 Personen-Schnellzüge am Tag die Strecke passieren, dazu folgen etwa 80 Güterzüge auch in Richtung München und Erfurt&#8221;, so Stefan Zapf ehrfürchtig. Es kommt das Gefühl hoch, erst wenn diese Zahlen länger überdacht werden, wird klar, was es für Rödental bedeutet. &#8220;Wir weisen immer darauf hin und sagen auch, wo unsere Grenzen sind. Wir müssen ja sogar an Großschadenslagen denken in denen eine Notfallseelsorge unabdingbar ist&#8221;, erklärt Steffen Schaller. Neue Funktionen und Aufgaben müssen vergeben werden – mehr freiwillige Helfer konnten die Feuerwehrleute aber bisher kaum gewinnen. &#8220;Wir haben nun den ersten Teilnehmer zum Lehrgang auf Landesebene zum Thema ‚Technische Hilfe Bahn‘ senden können. So viele gibt es dazu ja noch gar nicht, erst recht nicht im Kreis&#8221;, sagt Stefan Zapf.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-10016" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/06/04/ein-tunnel-wachst-die-feuerwehr-auch/in-amerika-australien-verbreitet-hier-einmalig-charge-air/"><img class="alignleft size-full wp-image-10016" title="In Amerika, Australien verbreitet - hier einmalig, Charge Air. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/06/040610-t3.jpg" alt="In Amerika, Australien verbreitet - hier einmalig, Charge Air. Foto: Florian Büh" width="350" height="233" /></a>Positiver Aspekt: Nicht nur die Fachleute oder Führungsriegen rücken enger zusammen. Auch die Nachbarwehren helfen mit: &#8220;Wir haben alle das gleiche Blut. Es schweißt uns zusammen. Die Ausstattungen und Unterlagen sind für alle offen und es folgen ja noch sieben weitere Tunnel. Wir sind die ersten, aber helfen gerne allen anderen&#8221;, sagen Zapf und Schaller gemeinsam. Lediglich über die Hilfe einiger offizieller Stellen sind die ehrenamtlichen Helfer etwas traurig: &#8220;Wir fühlen uns verlassen&#8221;, ist zu hören. Denn Gesetze und Verordnungen mussten mühevoll in der Freizeit gelesen und interpretiert werden. Hauptamtliche Hilfe gibt es nur von der eigenen Stadtverwaltung, die jedoch auch nur begrenzt unterstützen kann. Denn nicht nur in der Region Coburg ist das Projekt &#8220;Rödental – Tunnel Reitersberg&#8221; einzigartig und Vorbild für weitere Bauvorhaben in ganz Bayern. Natürlich hoffen alle Beteiligten, dass es nie zu einem Unfall kommen mag. Und dennoch: Alle wollen gerüstet sein für den Fall der Fälle. Egal, ob erst während des Betriebes oder noch in der Bauphase.</p>
<p><strong>Weiterführende Links:<br />
</strong><a title="Internetseite der Feuerwehr Rödental" href="http://www.ff-roedental.de" target="_blank">Internetseite der Feuerwehr Rödental</a> <br />
<a title="Kreisfeuerwehrverband Coburg" href="http://www.kfv-coburg.de" target="_blank">Kreisfeuerwehrverband Coburg</a><br />
<a title="Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE Nr. 8)" href="http://www.vde8.de    " target="_blank">Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit </a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-3421" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2009/11/20/wache-abgebrannt/feuerwehr-reporter-web-icon-3/"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="Feuerwehr-Reporter" width="150" height="152" /></a>In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Brandschutzerziehung mit Behinderten</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 16:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[VB & Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderte]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Brandschutzerziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Eisingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eisingen (BY) &#8211; Jeder Mensch ist anders – und das ist auch gut so. Wer will schon sein, wie jeder andere? Doch wer von normalen und behinderten Menschen spricht, stellt sich als &#8220;Normalo&#8221; oft ungewollt eine Stufe höher. Und wer sagt eigentlich, was normal ist und was nicht? Fakt ist: Menschen mit Behinderung, wie sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eisingen (BY) &#8211; Jeder Mensch ist anders – und das ist auch gut so. Wer will schon sein, wie jeder andere? Doch wer von normalen und behinderten Menschen spricht, stellt sich als &#8220;Normalo&#8221; oft ungewollt eine Stufe höher. Und wer sagt eigentlich, was normal ist und was nicht? Fakt ist: Menschen mit Behinderung, wie sie landläufig genannt werden, können vieles genauso lernen wie Menschen ohne Behinderung. Doch die Methoden müssen anders sein und gerade beim Thema Brandschutz-Aufklärung, muss es Helfer geben, die sich mit Hingabe darum kümmern.</strong></p>
<p><a rel="attachment wp-att-9662" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/26/brandschutzerziehung-mit-behinderten/brandschutz-aufklarung-fur-menschen-mit-behinderung/"><img class="alignleft size-full wp-image-9662" title="Brandschutz-Aufklärung für Menschen mit Behinderung. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/3754A001-dfwr.jpg" alt="Brandschutz-Aufklärung für Menschen mit Behinderung. Foto: Florian Büh" width="350" height="233" /></a>Im St. Josefs-Stift in Eisingen gibt es solche Menschen. Einer von ihnen ist Michael Langenhorst. &#8220;Die Brandschutz-Aufklärung hier bringt noch mehr Spaß als bei Kindergartengruppen. Es ist einfach etwas ganz anderes&#8221;, sagt er. Der 31-Jährige ist seit 18 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Eisingen (Bayern) aktiv. Die Idee, Brandschutz-Aufklärung für Menschen mit Behinderung anzubieten, kam dabei eher durch Zufall. Alles begann, als der Diplom-Sozialpädagoge Langenhorst mit seinen Kameraden und anderen Wehren der umliegenden Gemeinden eine Übung im örtlichen St. Josefs-Stift durchführte. Damals arbeitete er auch in dem Wohnheim mit der angeschlossenen Werkstatt. &#8220;Plötzlich hatte ich ein Aha-Erlebnis&#8221;, beschreibt er. &#8220;Ein Bewohner, der mich kannte, sah mich und rannte weg – so sehr erschrak er, als er mich in meiner Feuerwehrbekleidung sah. Er hat mich einfach nicht erkannt. Dabei hatte ich nicht einmal Atemschutz angelegt, nur Helm und Uniform.&#8221; Das war kurz vor der Jahrtausendwende.</p>
<p>Gemeinsam mit seinem Wehrkameraden, dem ehemaligen Kreisjugendfeuerwehrwart Stefan Hupp, seinem heutigen 1. Kommandanten, kam ihm die Idee. Warum sollte die Brandschutz-Erziehung, die seit 1996 bereits von beiden im Kindergarten erfolgreich durchgeführt wurde, nicht auch bei den Bewohnern der Behinderteneinrichtungen und den Beschäftigten der Werkstätten für behinderte Menschen funktionieren? &#8220;Uns war klar: Das geht nur, wenn ausgebildete Pädagogen der Einrichtung dabei sind. Wir müssen ja wissen, was die Menschen für Hilfe benötigen und wo auch wir aufpassen müssen.&#8221; Sehr schnell startete das Konzept noch im Jahr 2000 und die Mitarbeiter wurden einbezogen. Durch die Unterstützung der Volkshochschule wurden die Kurse also für alle Menschen gemeinsam durchgeführt, in den folgenden zwei Jahren sogar verdoppelt. &#8220;Wir haben dabei gelernt: Wenn wir einen Inhalt machen und den Inhalt hat der Mensch nicht verinnerlicht, dann liegt es nicht an diesem Menschen, dem Kursteilnehmer, sondern an meiner Person. Ich habe dann vielleicht die falsche Methode angewendet oder ich hab zu schnell gesprochen oder zu langsam. Habe ich ihm etwas schriftlich gegeben, obwohl er nicht lesen kann? Daher ist es so wichtig, sich intensiv mit den Betreuern vorzubereiten&#8221;, verrät Michael Langenhorst aus seinem Erfahrungsschatz der letzten zehn Jahre.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/rYz77OBe5qc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/rYz77OBe5qc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Doch ab und an wurden die Ratschläge der Experten auch extra nicht beachtet: &#8220;Selbst das bis dahin verbotene Thema ‚Notrufknopf‘, der mit der Brandmeldeanlage verbunden ist, haben wir angefasst, obwohl uns abgeraten wurde.&#8221; Doch nur so konnte das Tabu für die Menschen mit Behinderung endlich mit Leben gefüllt werden. Von nun an gab es nicht nur die Ansage, den Knopf nicht zu drücken. Jetzt lernten sie, wann sie ihn eben doch nutzen dürfen – nämlich im Notfall, bei Feuer. &#8220;Niemals zum Spaß oder weil wir die Feuerwehrleute sehen wollen&#8221;, erklärt Erich Sonnenberg (40) und grinst dabei. Natürlich war das eine Entscheidung, die nicht so ohne weiteres hingenommen wurde und durchaus kritisch beobachtet wurde. Doch der Erfolg gab den Feuerwehrleuten recht: &#8220;Es hat keiner seither missbräuchlich auf den Knopf gedrückt&#8221;, sagt auch Dr. Andrea Schödl (36). Die Referentin des St. Josefs-Stifts ist sich sicher: Die Brandschutz-Aufklärungen mit der Freiwilligen Feuerwehr Eisingen sind erfolgreich und vorbildlich und durch nichts zu ersetzen. &#8220;Das zeigt, wie unsere Menschen umsichtig und vorsichtig mit dem Thema umgehen&#8221;, bestätigt Michael Langenhorst.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-9663" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/26/brandschutzerziehung-mit-behinderten/carolin-schmidt-erhalt-von-ferdinand-schiller-die-urkunde/"><img class="alignright size-full wp-image-9663" title="Carolin Schmidt erhält von Ferdinand Schiller die Urkunde. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/3754A045-dfwr.jpg" alt="Carolin Schmidt erhält von Ferdinand Schiller die Urkunde. Foto: Florian Büh" width="350" height="233" /></a>Ein ganzes Wochenende lernen die Kursteilnehmer alles zu den Themen: Welche Materialien können brennen, wie wird ein Notruf richtig abgesetzt und was muss dabei beachtet werden? Natürlich vermittelt der Kurs, was getan werden muss, wenn es doch einmal brennt. Doch keine der Aufgaben wird nur theoretisch besprochen. Wie kann ein Raum verlassen werden, der verraucht ist? Klar, man muss sich auf den Boden legen und herausrobben. &#8220;Der Rauch bleibt dann über uns und wir kriegen unten Luft&#8221;, sagt Ziska Sonnenberg (35). &#8220;Das ist ja aber noch nie passiert&#8221;, sagt sie und schaut ihren neben ihr sitzenden Mann Erich an. In diesem Moment sagt Michael Langenhorst: &#8220;Na, dann zeig mal, dass ihr das könnt.&#8221; Die Stühle fliegen zur Seite, die Menschen lassen sich auf den Boden fallen, krabbeln nach draußen. Hinter der Tür stehen sie wieder auf. Klar! Der imaginäre Rauch hat sich ja verzogen, die Haustür ist ja auch offen – die Welt kann so einfach sein. Jasmin Wolf (24) ist eine der letzten in der Reihe. Sven Mangiagli (33), ihr Freund, ist fürsorglich, schaut immer wieder, wo sie denn bleibt und ob alle anderen auch raus sind. Es ist unübersehbar: Das Durcheinander hat System. Denn alle passen aufeinander auf. Keiner lässt den anderen allein. In anderen Kursen außerhalb des Wohnheimes ist das nicht immer so – da kümmern sich viele nur um sich, selbst im Spiel. &#8220;In der Realität wäre es wohl nicht anders&#8221;, attestieren die Feuerwehrleute.</p>
<p>&#8220;290 Menschen mit Behinderung leben auf dem Gelände des St. Josefs-Stifts in Eisingen, weitere 90 Menschen in den umliegenden Gemeinden oder in der Region Aschaffenburg in gemeindeintegrierten Wohnformen&#8221;, sagt Dr. Andrea Schödl. Auch die 33-jährige Carolin Schmidt ist oft hier: &#8220;Ich wohne daheim, bei meinen Eltern&#8221;, sagt sie selbstbewusst. Dennoch verbringt sie viel Zeit im Stift, ist aktiv in der Theater- und Harfengruppe und bei vielen Freizeiten dabei. Außerdem arbeitet sie als eine externe Beschäftigte der Eisinger Werkstätte: &#8220;Hier arbeite ich mit Schrauben.&#8221; Ihre Behinderung ist für sie kein wichtiges Thema, aber eines stört sie, sie kann schlecht sehen: &#8220;Daher kann ich auch nicht zur Feuerwehr&#8221;, sagt sie traurig. &#8220;Das ist ein Thema, das eigentlich einmal jemand angehen müsste&#8221;, ergänzt Michael Langenhorst. &#8220;Menschen mit Behinderung dürfen angeblich laut Brandschutzgesetz oder Unfallkassen nicht in die Feuerwehren eintreten. Das ist oft nicht zu verstehen&#8221;, so der passionierte Brandschutz-Erzieher. &#8220;Feuerwehr hat immer eine Faszination für unsere Bewohner&#8221;, sagt Andrea Schödl. &#8220;Ich finde es sehr gut, dass die Kooperation mit der Eisinger Feuerwehr besteht. Davon können beide Seiten profitieren, denn durch solche Veranstaltungen lernt man das gegenseitige Aufeinanderzugehen.&#8221;</p>
<p><a rel="attachment wp-att-9664" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/26/brandschutzerziehung-mit-behinderten/trotz-verkleidung-vor-stefan-hupp-braucht-keiner-angst-zu-haben/"><img class="alignleft size-full wp-image-9664" title="Trotz Verkleidung: Vor Stefan Hupp braucht keiner Angst zu haben. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/3754A049-dfwr.jpg" alt="Trotz Verkleidung: Vor Stefan Hupp braucht keiner Angst zu haben. Foto: Florian Büh" width="350" height="198" /></a>Der Event-Charakter steht auch bei der Brandschutz-Aufklärung im Vordergrund: &#8220;Es darf nicht langweilig werden&#8221;, sagt Stefan Hupp. Daher hat er gemeinsam mit Michael Langenhorst auch oft Besuche mit im Programm. Die Berufsfeuerwehr Würzburg stand genauso auf dem Plan wie ganze Wochenenden mit der Jugendfeuerwehr.<br />
&#8220;Ich kann hier ganz normal anders sein&#8221;, so lautet der Titel einer Broschüre des Stiftes auf dem Berg in Eisingen, Unterfranken. Und genau darum geht es auch in der Brandschutz-Aufklärung. Neu und vor allem auf Augenhöhe sind die Methoden, mit den Menschen umzugehen: &#8220;Wir sind ab und an eher auf dem Niveau von Kindern und Jugendlichen, weil es spielerisch zugehen muss. Bewegung und Spaß müssen dabei sein. Außerdem brauchen wir oft Pausen, in denen jeder sich entspannen kann. Dennoch ist klar, dass wir es hier mit erwachsenen Menschen zu tun haben.&#8221;</p>
<p>Gut 15 Stunden dauert ein Kurs. Es ist allen wichtig, dass sie etwas lernen und die Feuerwehr als etwas Positives, Gutes erleben. Dass das Gelernte hängengeblieben ist, wird am Ende auch geprüft. Dafür kommt extra ein Amtsträger der Feuerwehr in Garde-Uniform vorbei. Heute ist es Ferdinand Schiller (50), der Zweite Kommandant der Feuerwehr Eisingen. Natürlich ist die Führungskraft ausgezeichnet mit vielen Abzeichen an seiner Gala-Uniform. &#8220;Das ist wichtig, dass da nicht nur irgendwer kommt&#8221;, sagt Michael Langenhorst. &#8220;So merken die Teilnehmer, dass sie uns nicht egal sind. Es ist bedeutsam, was hier passiert. Ich bin Schiedsrichter und Prüfer zugleich. Natürlich ist das Ziel, das alle bestehen. Dennoch ist es eine wirkliche Abfrage&#8221;, so der Oberlöschmeister, der seit seinem 16. Lebensjahr in der Feuerwehr ist. Gewissenhaft stellt er Carolin Schmidt einige Fragen. Zuvor hat er einen Spickzettel erhalten, was genau in der Schulung behandelt wurde: &#8220;Carolin, was kann brennen?&#8221; &#8211; „Holz“, die Antwort kommt ohne zu zögern. Sichtlich erstaunt über die Geschwindigkeit, fragt Schiller nach: &#8220;Was kann leicht brennen?&#8221; &#8211; &#8220;Papier, Eierpapierschachtel und das Hemd&#8221;, sagt Carolin etwas zaghafter. &#8220;Richtig, Zeitungspapier zum Beispiel kann auch leicht brennen&#8221;, unterstützt der stellvertretende Wehrführer die zu Prüfende. Noch eine Frage: &#8220;Ist Rauch giftig?&#8221; &#8211; &#8220;Ja, Rauch ist giftig. Wenn man ihn einatmet, dann fällt man um und ist bewusstlos.&#8221; Danach applaudieren alle im Raum – das war alles richtig. Sie freuen sich mit Carolin. Schiller kommt kaum mehr zu Wort. Doch als er in die Runde schaut wird es leiser, alle erheben sich, es gibt viel Applaus und eine Urkunde. Stolz wird Carolin diese später allen zeigen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-9665" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/26/brandschutzerziehung-mit-behinderten/ein-toller-tank-mit-ganz-besonderen-menschen-am-st-josefs-stift/"><img class="alignright size-full wp-image-9665" title="Ein toller Tank mit ganz besonderen Menschen am St. Josefs-Stift. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/3754A059-dfwr.jpg" alt="Ein toller Tank mit ganz besonderen Menschen am St. Josefs-Stift. Foto: Florian Büh" width="350" height="233" /></a>&#8220;Die Feuerwehr ist nichts, vor dem man Angst haben muss. Der Feuerwehrmann, der möchte helfen. Deswegen müssen die Kursteilnehmer mich auch einen ganzen Tag kennenlernen. Dann zeigen sie die Urkunden noch Wochen später beim Bäcker und beim Metzger – und sogar ein Pfarrer sprach mich schon einmal an, was wir denn da gemacht haben. Wir lernen ganz viel von diesen Menschen. Diese Freude, diese Ehrlichkeit, diese Herzlichkeit geht unter die Haut&#8221;, erzählt Michael Langenhorst später in einer ruhigen Minute nach der Brandschutz-Aufklärung. Er ist zurück am Feuerwehr-Gerätehaus angekommen. Etwa 300 Menschen haben die Kurse in Eisingen in den letzten Jahren schon durchlaufen, &#8220;es ist aber noch sehr viel zu machen&#8221;, sagt er. &#8220;In fast jedem Kindergarten gibt es Kurse – aber für Menschen mit Behinderung eben nicht. Es gibt ältere Menschen, die noch nie etwas davon gehört haben. Die wohnen aber teilweise selbstständig in Wohnungen, wo es wirklich darauf ankommen würde.&#8221; Problem sei vermutlich, dass viele die Aufgabe nicht wahrnehmen wollen. &#8220;Was sollen wir denn noch alles machen&#8221;, stöhnen viele ehrenamtliche Brandschützer schon jetzt. In Eisingen war das aber nie ein Grund, sagt Langenhorst: &#8220;Das St. Josefs-Stift ist seit 1972 ein fester Bestandteil im Ort, wir gehen da normal mit um.&#8221;</p>
<p>Doch eines ist ihm noch immer nicht klar: &#8220;Es wird neuerdings so viel von Inklusion gesprochen. Das soll ein Rahmen sein, in dem keine Ausgrenzung mehr stattfindet. Bis wir aber alle inkludiert haben, da lebe ich wohl schon nicht mehr. Dann dürfte es keinen Bordstein mehr geben, über den ein Rollstuhlfahrer nicht drüber kommt. Da müssten auch die Feuerwehren so offen sein, auch versicherungsrechtlich, auch rechtlich, dass wir geistig behinderte Menschen aufnehmen dürfen. Da gibt es ganz, ganz viele Baustellen. Manche Nachbarländer sind da schon viel weiter. In Dänemark gibt es zum Beispiel keine Förderschulen, da gibt es nur eine Gesamtschule. Da sitzt der geistig behinderte Mensch neben dem Hochbegabten. Und es funktioniert. Und beide lernen voneinander. Da haben wir noch einen ganz schönen Weg vor uns&#8221;, sagt Michael Langenhorst im Interview mit dem Dräger Feuerwehr-Reporter. Die Feuerwehrleute aus Eisingen und einige wenige weitere Helfer in Deutschland sind unterwegs. Für ihre Menschlichkeit, ihren Mut und die Arbeit mit diesen im positiven Sinne besonderen Menschen, kann es jedoch kaum einen Dank geben, der ausreicht. Das verdient höchste Anerkennung. Die Liebe, Wärme und Dankbarkeit der Menschen mit Behinderung, die ausgebildet werden, ist für viele jedoch der ausreichende Lohn.</p>
<p><strong>Weiterführende Links:<br />
</strong><a href="http://www.feuerwehr-eisingen.de" target="_blank">http://www.feuerwehr-eisingen.de</a>: Internetseite mit vielen Tipps und Kontakten<br />
<a href="http://www.josefs-stift.de" target="_blank">http://www.josefs-stift.de</a>:  Das St. Josefs-Stift im Internet</p>
<p><a rel="attachment wp-att-3421" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2009/11/20/wache-abgebrannt/feuerwehr-reporter-web-icon-3/"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="Feuerwehr-Reporter" width="150" height="152" /></a>In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin für den Besuch bewerben.</p>
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		<title>Feuerwehr-Reporter: Alarm für Cobra 11</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 15:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Alarm für Cobra 11]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei Film und Fernsehen gibt es eine ganz spezielle Art von Feuerwehrleuten. Die Spezialisten von &#8220;Fire &#38; Rescue&#8221; aus Remscheid werden nicht für das lokale Einsatzgeschehen alarmiert und gehören nicht dem vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz einer Kommune an. Nein, Uwe Markwardt und sein Team sind immer dann im Einsatz, wenn irgendwo eine Kamera läuft oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei Film und Fernsehen gibt es eine ganz spezielle Art von Feuerwehrleuten. Die Spezialisten von &#8220;Fire &amp; Rescue&#8221; aus Remscheid werden nicht für das lokale Einsatzgeschehen alarmiert und gehören nicht dem vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz einer Kommune an. Nein, Uwe Markwardt und sein Team sind immer dann im Einsatz, wenn irgendwo eine Kamera läuft oder Scheinwerfer eine Szene in das richtige Licht rücken.</strong></p>
<p><a rel="attachment wp-att-9436" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/20/feuerwehr-reporter-alarm-fur-cobra-11/sekunden-nach-dem-crash-haben-kameras-alles-aufgezeichnet-ja/"><img class="alignright size-full wp-image-9436" title="Sekunden nach dem Crash: Haben Kameras alles aufgezeichnet? Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/3756A025-dfwr.jpg" alt="Sekunden nach dem Crash: Haben Kameras alles aufgezeichnet? Foto: Florian Büh" width="300" height="450" /></a>Seit über 13 Jahren ist der Feuerwehrmann im Einsatz für die Stuntabsicherung, zuständig für Brandschutz, technische Hilfeleistung und bei Wunsch des Regisseurs sogar für Regen-Szenen. &#8220;Wir bauen Wasserversorgungen auf, löschen brennende Autos in Sekunden mit Kohlendioxid-Löschern oder nehmen Ölflecken ohne Bindemittel auf. Hydraulik-Öl greift nämlich die Fahrbahn an. Das wusste ich vor dem Job hier auch noch nicht so genau&#8221;, sagt der 42-Jährige. Die Film-Feuerwehr arbeitet eben auf Anweisung der Wirtschaft und mit ihr zusammen. Die Einsatzorte: Irgendwo in Deutschland, immer dort, wo gerade ein Film gedreht wird. Heute wird auf einer 2,3 Kilometer langen Autobahn mit Ein- und Ausfahrt, zwei zweispurigen Fahrbahnen und in der Mitte der 81 Zentimeter hohen Betonleitwand gedreht. Dieses Stück Autobahn startet und endet im Nichts – inmitten eines Industrieparks am Rande von Aldenhoven, 20 Kilometer von der holländischen Grenze entfernt in Nordrhein-Westfalen. Hier weisen aufgestellte Schilder schon einmal den Weg: Fünf Kilometer bis Köln. In Wahrheit liegt die Stadt jedoch über 70 Kilometer entfernt.</p>
<p>Seit dem Morgen wird auf der nachgebauten Autobahn, der FTL-Germany, wie die &#8220;Film + Test Location&#8221; offiziell heißt, gedreht. Es ist &#8220;Europas größte Filmkulisse für High-Speed-Autobahnszenen&#8221;, so die Betreiber auf der Internetseite (<a href="http://www.ftl-germany.de/" target="_blank">http://www.ftl-germany.de/</a>). Tatsächlich finden hier nicht nur Dreharbeiten für &#8220;Alarm für Cobra 11&#8243; statt. Auch Privatleute mieten den betonierten Traum jedes Höchstgeschwindigkeits-Junkies: &#8220;Hier werden ab und an Rennen gefahren, das ist unglaublich. Besser hier als auf den öffentlichen Straßen&#8221;, so ein Zaungast, der bei den Dreharbeiten zuschaut. Seitenstreifen, Nothaltebuchten und ein Parkplatz gehören zum Film-Set unter freiem Himmel. Es ist trocken, sehr windig und daher recht kalt. Zelte schützen Komparsen, Kameraleute und unzählige Mitarbeiter von mehreren Spezial-Effekte-Firmen. Eine kleine Stadt ist aufgebaut worden auf dem Gelände.</p>
<p> <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/79GVj5t6tDM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/79GVj5t6tDM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Dann rollt es an, das ehemalige Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF) der Feuerwehr Bremen (Baujahr 1989), mit 1.600 Litern Wasser an Bord. Die Dreharbeiten können starten: &#8220;Das Fahrzeug wurde damals dort verkauft, dann kam es zu uns&#8221;, erzählt Markwardt. Auf ihn strömen sofort unterschiedlichste Menschen ein. Die Aufnahmeleiterin will schnell abklären, was heute anliegt und wo die Feuerwehr zu stehen hat. Der Leiter der Spezialeffekte und Stunts begrüßt ihn umarmend und schulterklopfend. Auch andere freuen sich nicht nur über die Anwesenheit des Feuerwehrmannes, sondern vor allem über die des Menschen Markwardt. Gemeinsam mit drei Kollegen ist er heute zum Set gefahren. Das Team wirkt wie eine große Familie – irgendwie. Doch es geht um Arbeit, denn auf dem Plan stehen mehrere Stunts. Darunter natürlich brennende und durch die Luft fliegende Autos: &#8220;Genau das ist unser Job! Wir arbeiten in den Filmbauten. Das ist eine ganz andere Welt. Wichtig ist uns aber nicht nur die Arbeit hinter den Kulissen, wir beraten auch und lesen Drehbücher. Uns ist es auch wichtig, dass die Feuerwehr vernünftig dargestellt wird.&#8221; Doch heute geht es nur um die Arbeit am Set, nicht um die schriftlichen Vorbereitungen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-9437" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/20/feuerwehr-reporter-alarm-fur-cobra-11/kritischer-blick-nach-den-loscharbeiten-uwe-markwardt/"><img class="alignleft size-full wp-image-9437" title="Nach den Löscharbeiten. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/3756A085-dfwr.jpg" alt="Nach den Löscharbeiten. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Etwa 80 Mitarbeiter sind immer wieder einmal für Markwardt und seinen Inhaber-Kollegen Dirk Hoffmann im Einsatz. &#8220;Uns ist eine solide Vorausbildung wichtig. Egal ob Berufs- oder Freiwilliger Feuerwehrmann, auch Werkfeuerwehrleute arbeiten für uns. Hauptsache sie sind mindestens Oberfeuerwehrmann und gerne Atemschutzgeräteträger.&#8221; Während Markwardt erzählt, kommt es zum ersten Einsatz: &#8220;Wir müssen verlegen, sonst sind wir im Bild – und das wollen wir nicht.&#8221; Heute sind vier Feuerwehrleute im Einsatz. Uwe Markwardt sitzt vorne rechts, hat als einziger eine Weste an: „Damit wissen die Kollegen vom Film gleich, wer Einsatzleiter ist“, erklärt der Feuerwehrmann und zeigt dann stolz das Löschfahrzeug: &#8220;Wir arbeiten hier in einer Scheinwelt. Aber mir ist wichtig, dass unser Fahrzeug dennoch voll ausgestattet und einsatzbereit ist. Natürlich haben wir einige Dinge an Bord, die andere Löschfahrzeuge nicht haben oder es fehlt hier etwas, was auf ein kommunales LF gehört. Aber sollten wir im Realfall einmal zu einer Einsatzstelle fahren, so können wir wirklich helfen!&#8221; Denn um zu den unterschiedlichen Drehorten zu kommen, fahren die Feuerwehrleute von Remscheid aus nicht selten hunderte Kilometer. 25 Hupf-Schutzausrüstungen, 17 Helme, 12 Atemschutzgeräte (die jährlich geprüft werden müssen) nennt die Firma ihr Eigen. Dazu zwei Löschfahrzeuge, ein Mehrzweckfahrzeug sowie unzählige Kilometer Schlauchleitung, Strahlrohre und sogar ein Stromerzeuger mit Rettungsschere und Spreizer. &#8220;Viele Sachen haben wir nicht selber.  Wenn sie aber gebraucht werden, können wir sie von Partnern besorgen&#8221;, sagt Markwardt. Ein eigenes Boot und speziell ausgebildete Feuerwehrtaucher werden auch von ihm organisiert.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-9438" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/20/feuerwehr-reporter-alarm-fur-cobra-11/vier-mann-vier-loscher-ein-pkw-brand-geloscht-in-sekunden/"><img class="alignright size-full wp-image-9438" title="Vier Mann, vier Löscher - ein Pkw-Brand gelöscht in Sekunden. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/3756A075-dfwr.jpg" alt="Vier Mann, vier Löscher - ein Pkw-Brand gelöscht in Sekunden. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Der erste reale Einsatz auf dem abgesperrten Dreh-Gelände lässt dann auch an diesem Tage nicht lange auf sich warten: Eine präparierte Stretch-Limousine fliegt über ein Fahrzeug der Autobahnmeisterei und landet auf dem Dach. Mit viel Getöse, lautem Knall und Feuerwerk reichern die Macher der Spezialeffekte die Szene an. Wer das sieht, bekommt wirklich Angst vor Unfällen mit überhöhter Geschwindigkeit! Im Fahrzeug sitzt keine Puppe, sondern ein richtiger Mensch: &#8220;Irgendwer muss das Ding ja lenken!&#8221; Kurz nach dem Crash krabbelt er aus dem auf dem Dach liegenden Unfallfahrzeug mit Überlänge und zeigt den Daumen nach oben. Erst beim dritten Hinsehen wird klar: Der Typ ist eine Frau und der Schnurrbart nur aufgemalt. Routiniert lobt Markwardt die Crew, er und sein Kollege sind zuvor aus einer Hecke gekrochen und zum Unfallort gelaufen. Über Funk wird das Löschfahrzeug dazugeordert, das sich weiter entfernt im Schatten der Kameras aufgestellt hatte. Nur zur Sicherheit. Passiert ist zwar viel – aber nichts, was nicht zuvor schon von der Filmcrew der Produktionsfirma action concept (<a href="http://www.actionconcept.de/" target="_blank">http://www.actionconcept.de/</a>) geplant wurde. Doch dann wird es doch hektisch und aufregend. Die Kameraleute und Assistenten rennen zu kleinen schwarzen Kästen, die am Boden liegen und genau wie das Auto total demoliert sind. Aber auch hier gibt es schnell &#8220;Daumen hoch!&#8221; – die in den Metallkammern verbauten Kameras haben die Bilder auf Film gebannt in schier unglaublicher Nähe. Später im Schnitt werden daraus die Szenen, die sogar schon internationale Preise gewonnen haben.</p>
<p>Mehr als 3.600 Autos wurden seit Serienbeginn bereits zu Schrott gefahren. Dabei war beim Pilotfilm noch gar keine Serie geplant. Bereits seit der zweiten von über 200 gesendeten Folgen der Serie ist Erdogan Atalay halsbrecherisch unterwegs. Er spielt den nicht immer ganz ernst zu nehmenden Polizisten Semir Gerkhan. Der 44-Jährige, der als Sohn eines Türken und einer Deutschen in Hannover geboren wurde, nimmt dabei auch gegen die Landsleute seines Vaters kein Blatt vor den Mund. Türkisch sprechen kann er aber nicht. Wichtig ist ihm: Er bleibt immer über der Gürtellinie. Was im Film leicht und locker rüberkommt, lebt durch den eher kleinen Mann, der auch wenn die Kamera ausgeschaltet ist, immer zum Lachen anregt. Gemeinsam mit Tom Beck (33), der Ben Jäger spielt, steht er gerade für die neue Staffel vor der Kamera, die im Herbst 2010 gesendet werden soll. &#8220;Wir brauchen ja die Feuerwehr. Ohne die, wäre das ganze hier ja gar nicht möglich&#8221;, sagen die Schauspieler in einer kurzen Drehpause. Ohne abgesprochenen oder zuvor geprobten Text, betonen die beiden, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit wirklich ist. Die Sätze sind authentisch und zeigen, wie sehr die beiden wirklich an den Helfern von der Feuerwehr hängen. Einige Stunt-Szenen machen sie auch selbst. Da sind einem Lebensretter wohl umso wichtiger.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-9439" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/20/feuerwehr-reporter-alarm-fur-cobra-11/die-zeltstadt-fur-einen-film-dreharbeiten-alarm-fur-cobra-11/"><img class="alignleft size-full wp-image-9439" title="Die Zeltstadt für einen Film - Dreharbeiten Alarm für Cobra 11. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/3756A021-dfwr.jpg" alt="Die Zeltstadt für einen Film - Dreharbeiten Alarm für Cobra 11. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Während die letzten Einstellungen an dem ehemals so stattlichen Auto – das nun nur noch ein Wrack ist – gedreht werden, packen die Feuerwehrleute zusammen. Ihr Job ist für heute getan. Kurz unterhalten sie sich noch mit Torsten Sarrazin (42). &#8220;Ohne Markwardt und seine Jungs hätte es mich fast nicht mehr gegeben&#8221;, sagt der Stuntman. &#8220;Ich bin einmal beim Aufbau in ein Loch getreten, ein anderes Mal habe ich eine Holzlatte gegen den Kopf bekommen. Beide Male wurde ich ohnmächtig, war nicht mehr ansprechbar. Uwe und seine Jungs haben mich wiedergeholt. Dafür bin ich unendlich dankbar&#8221;, gesteht der harte Kerl sichtlich gerührt. Die &#8220;Kumpel-Basis&#8221;, wie der Inhaber einer eigenen Karate- und Sportschule es nennt, besteht schon seit über zehn Jahren. &#8220;Ich kenne sie und ich vertraue ihnen. Ich bin immer froh, wenn sie da sind.&#8221; Kontinuität im schnelllebigen Filmgeschäft sei wichtig, sagt Markwardt. Er hat schon viel mitgemacht und begleitet. Arbeitete schon für 60 Produktionsfirmen, mal vor der Kamera wie bei der inzwischen abgesetzten RTL-Serie &#8220;112 &#8211; Sie retten Dein Leben&#8221;, als auch im Verborgenen wie jetzt bei &#8220;Alarm für Cobra 11&#8243; oder &#8220;Wilde Engel&#8221; und &#8220;Der Clown&#8221;. Sogar bei &#8220;Big Brother&#8221; war er mit seinem Löschfahrzeug und den Kollegen dabei.</p>
<p>Ausschließlich davon leben kann allerdings niemand: &#8220;Es ist wie es so schön heißt zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel&#8221;, sagt Markwardt. Alle seine Kollegen haben einen anderen Hauptberuf. Die 80 Leute teilen sich die bis zu zwölf Einsätze pro Monat. So ist die Film-Feuerwehr (<a href="http://www.kino-feuerwehr.de/" target="_blank">http://www.kino-feuerwehr.de/</a>) doch gar nicht so weit entfernt von den &#8220;normalen&#8221; Feuerwehren: Ohne Enthusiasmus und &#8220;Helfer-Syndrom&#8221; geht es eben auch beim Film nicht.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-3421" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2009/11/20/wache-abgebrannt/feuerwehr-reporter-web-icon-3/"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="Feuerwehr-Reporter" width="150" height="152" /></a>In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin für den Besuch bewerben.</p>
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		<title>Feuerwehr-Reporter: Chempark Leverkusen</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 14:49:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin für den Besuch bewerben. Sicherheit für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3421" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2009/11/20/wache-abgebrannt/feuerwehr-reporter-web-icon-3/"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="Feuerwehr-Reporter" width="150" height="152" /></a>In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin <a href="http://www.draeger.com/feuerwehrreporter" target="_blank"><strong>für den Besuch bewerben</strong></a><strong>.</strong></p>
<h2>Sicherheit für 30.000 Mitarbeiter</h2>
<p><a rel="attachment wp-att-9071" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/05/feuerwehr-reporter-chempark-leverkusen/peter-funke-brandoberinspektor-und-fach-ausbildungsleiter/"><img class="alignright size-full wp-image-9071" title="Peter Funke, Brandoberinspektor und Fach-Ausbildungsleiter. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/050510-r2.jpg" alt="Peter Funke, Brandoberinspektor und Fach-Ausbildungsleiter. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Eine enorme Verantwortung tragen Firmen, die mit gefährlichen oder für Mensch, Tier und Umwelt giftigen Produkten arbeiten oder diese herstellen. Aus dieser Verantwortung heraus entstanden Werkfeuerwehren, die auf den betriebseigenen Geländen im Einsatz sind, wenn die Gefahren für kommunale Feuerwehren zu speziell oder aus anderen Gründen nicht zu leisten sind. Mitten in Deutschland gibt es genau so eine Spezial-Feuerwehr, die als gutes Beispiel in der Industrie vorangeht und sogar für die Nachbarn und Anwohner transparent bleibt – obwohl hier viele Produkte hergestellt werden, die oft der höchsten Produkt-Geheimhaltung und sogar Patenten unterliegen.</p>
<p>„51°01’N 6°59’E“ – mit diesen Koordinaten wirbt der Chempark. Ergänzt wird der englisch auszusprechende Name mit hartem „K“ am Anfang vom deutschen Hinweis: „Europas Chemiepark“. Dieser Park, der optisch so gar nichts mit Bäumen und Grünflächen zu tun hat, ist ein Zusammenschluss vieler Chemiefirmen an den drei Standorten Uerdingen, Dormagen und Leverkusen. An allen dreien gibt es Werkfeuerwehren. Der Dräger Feuerwehr-Reporter besuchte die Spezialisten der Werkfeuerwehr am Standort Leverkusen. Alleine hier arbeiten 30.000 Menschen. Oft sind die Mitarbeiter in mehreren Schichten tätig, so wird dort rund um die Uhr produziert. Sicherheit ist dabei das tägliche Geschäft: „Verfahrens- und Anlagensicherheit hat bei uns eine lange Tradition. Es ist unser gemeinsames Ziel, das erreichte hohe Niveau an Sicherheit ständig weiter zu verbessern“, lässt sich Dr. Ernst Grigat, Leiter des Chemaparks in einer Broschüre zitieren. Dieser Ansatz scheint keine bloße Worthülse zu sein, wenn man sieht, was allein die Werkfeuerwehr im 480 Hektar großen Chempark Leverkusen an Technik und Personal vorhält. 150 Mitarbeiter arbeiten hier rund um die Uhr für die Sicherheit. Nicht nur im Brandschutz sondern auch im Rettungsdienst und in der Sicherheitszentrale.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/WiPVYWilOEg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/WiPVYWilOEg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Neben der Bayer HealthCare AG, die Arzneimittel und andere medizinische Produkte herstellt, sind Stoff-Veredler wie Lanxess am Standort Leverkusen angesiedelt. Hier werden Stoffe wie Schwefelsäure und Flusssäuren hergestellt oder weiterentwickelt. Auch hochwertige Textilfarbstoffe wurden lange hier produziert, genauso wie Elektronik-Chemikalien. So unterschiedlich die Firmen auch sind – sie alle liefern Rohstoffe, Grundstoffe und Produkte, die später für den Endverbraucher weiterverarbeitet werden. So finden sich an den drei Chempark-Standorten viele Unternehmen, die der Automobilindustrie, der Medizin oder sogar dem Straßenbau zuarbeiten. Und die Dinge, die wir später wie selbstverständlich und ungefährdet nutzen, können in der Produktion zu Aufgaben der besonderen Art führen – auch für Feuerwehren. Die Gefahren von chemischen Produkten lassen sich dabei mit geübtem Blick, relativ einfach einordnen: Explosionsgefährlich, brandfördernd, hochentzündlich, sehr giftig, krebserregend und stark wassergefährdend – all das gibt es hier. Allein in Leverkusen gibt es über 5.000 Chemikalien.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-9072" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/05/feuerwehr-reporter-chempark-leverkusen/werkfeuerwehr-beim-chempark-leverkusen/"><img class="alignleft size-full wp-image-9072" title="Werkfeuerwehr beim Chempark Leverkusen. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/050510-r3.jpg" alt="Werkfeuerwehr beim Chempark Leverkusen. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Dennoch: Die Gefahren sind kaum anders oder gar größer als bei kleinen Chemie-Unternehmen und Firmen mit Gefahrgut, die überall in Deutschland verstreut ihren Sitz haben. Der Vorteil am Chempark: Die hier arbeitenden Experten haben kurze Wege und können schnell eingreifen. So betonen die Verantwortlichen auch: „Ein eigens für den Chemie-Riesen erstellter Alarm- und Gefahrenabwehrplan gewährleistet eine abgestimmte und geplante Vorgehensweise im Ereignisfall.“ Im Jahr 2009 weist die Einsatzstatistik im Bereich Brandschutz gerade einmal 24 Kleinbrände aus. Nur ein einziges Großfeuer galt es zu bekämpfen – jedoch 350 Brandmeldealarme, die sich als Fehlalarm herausstellten. Der große Faktor der Einsatzzahlen bei der Werkfeuerwehr im Chemapark Leverkusen liegt eindeutig im Bereich der Hilfeleistungen. Diese werden aufgegliedert in technische Einsätze im Zusammenhang mit Chemikalien (139) sowie der technischen Hilfeleistungen (147). Abgearbeitet werden diese von über 25 Feuerwehrleuten pro Schicht, die auch die beiden Rettungswagen der Werkfeuerwehr besetzen und im Jahr bis zu 800 Einsätze fahren. Zum Werk gehört auch eine spezialisierte Poliklinik mit einer eigenen notärztlichen Abteilung und einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF).</p>
<p>Zu diesen vielen Aufgaben kommen seit über 25 Jahren noch weitere spezielle Anfragen aus ganz Deutschland und Europa hinzu. Denn der Chempark ist Teil des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystems der chemischen Industrie – kurz TUIS. Rund 130 Chemie-Werkfeuerwehren in ganz Europa haben sich zusammengeschlossen und unterstützen die öffentlichen und kommunalen Feuerwehren mit einer ständigen telefonischen Erreichbarkeit zu allen erdenklichen Stoffen. Sollte also an der Nordsee ein Chemie-Großeinsatz laufen: In Leverkusen treffen die Informationen ein und Nachfragen zu Spezialinformationen werden zuerst telefonisch abgearbeitet. Wenn das nicht reicht, rücken die Werkfeuerwehrleute sogar selber mit technischem Gerät aus. Bis heute ist dies im gesamten TUIS-Netzwerk schon 24.000 Mal der Fall gewesen. In Leverkusen wurden im Jahr 2009 exakt 37 TUIS-Anfragen angenommen. Neun Mal rückten die Kräfte daraufhin zur Einsatzstelle aus.</p>
<p>Die Werkfeuerwehr besitzt 13 Einsatzfahrzeuge – vom Teleskopmast über Löschfahrzeuge bis zum Gerätewagen Gefahrgut und einem Großtanklöschfahrzeug mit 12.000 Litern Wasser und 5.000 Litern Schaum sowie 14 unterschiedliche Logistikfahrzeuge vom Pkw bis zum Transporter. &#8220;Unsere Spezialpumpen sind groß angelegt. Bei uns geht es eben oft um viel Wasser. Wir brauchen in der Regel keine Einrichtung für den Innenangriff wie kommunale Feuerwehren&#8221;, sagt Diplom-Ingenieur Helmut Bauz (50), Leiter des operativen Brandschutzes. &#8220;Wir müssen gegebenenfalls Gase niederschlagen und später das Löschwasser wieder aufnehmen und der Entsorgung zuführen.&#8221;</p>
<p><a rel="attachment wp-att-9073" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/05/05/feuerwehr-reporter-chempark-leverkusen/werkfeuerwehr-beim-chempark-leverkusen-2/"><img class="alignleft size-full wp-image-9073" title="Blick in die Leitstelle. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/05/050510-r4.jpg" alt="Blick in die Leitstelle. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Einmalig ist ein selbstfahrendes Gerät, das jedoch bei größeren Strecken immer gut eingepackt auf einem LKW transportiert wird. Der 400 Kilogramm schwere „Manipulator“ ist ein Gefährt, wie es sonst eigentlich nur Spezialeinsatzgruppen der Polizei vorhalten. Etwa 1,3 Meter lang, und nur 70 Zentimeter schmal kann der Greifarm in eine Höhe von 2,8 Meter ausfahren. Sogar Treppen erklimmt der fernsteuerbare Feuerwehr-Roboter mit seiner maximalen Geschwindigkeit von drei Stundenkilometern genauso leicht, wie Hindernisse die maximal 25 Zentimeter hoch sein dürfen. Mehrere Zusatzwerkzeuge sind für unterschiedlichste Einsätze vorhanden, bei denen sich Menschen in Lebensgefahr bringen müssten, um zu helfen. So gehören Bohrmaschine, Winkelschleifer, Schlagschrauber, ein Probennehmer und eine Säge dazu. Ein Ex-Warngerät schlägt Alarm, sobald sich explosionsfähige Gasgemische gebildet haben. Doch der besondere Clou ist der Fassöffner, der zum Beispiel bei Überdrücken in einem Behälter eingesetzt wird: &#8220;Früher mussten Kollegen ein Fass vorsichtig separieren und dann kontrolliert entlüften lassen, aus nächster Nähe. Doch das war natürlich eine gefährliche Sache. Heute haben wir dieses Gerät zur Fern-Handtierung. Wir können den Manipulator anfahren lassen und der erledigt diesen Auftrag – wir steuern ihn aus sicherer Entfernung aus&#8221;, sagt Michael Wodarsch (51). Der Hauptfeuerwehrmann und Rettungsassistent ist gelernter Feinmechaniker und seit 1981 bei der Werkfeuerwehr. Gemeinsam mit Sascha Fabian (34), bedient er den Roboter, der in der Fachsprache immer nur Manipulator genannt wird. Oberfeuerwehrmann Fabian ist Prozessleit-Elektroniker und seit elf Jahren bei der Werkfeuerwehr im Chemiepark Leverkusen. Während er den Manipulator auf das Fass zusteuert, stellt er zugleich die beiden angebauten Kameras zentimetergenau ein, schaltet die Scheinwerfer an. So kann der Feuerwehrmann über den großen Monitor am Bedienelement genau sehen, was der Roboter macht und wie er nun genau gesteuert werden muss, obwohl er weit entfernt und sicher steht. Sogar Töne werden von der Einsatzstelle zum Bedienelement per Funk zuverlässig und ohne Verzögerung übertragen.</p>
<p>Doch nicht jeder Einsatz kann mit dem Roboter abgearbeitet werden. Für viele Aufgaben sind noch immer die direkte Herangehensweise von Technik und Mensch wichtig. Natürlich werden auch diese Aufgaben immer wieder geübt. So zeigen Jürgen Lehnert (46) aus Wuppertal und Dirk Kühnert (41) aus Bergisch-Gladbach beim Besuch des Dräger Feuerwehr-Reporters wie ein defektes Fass gesichert werden kann. Auch dabei kommen einzigartige Technik und raffinierte Tricks aus der Praxis zum Vorschein. Normalerweise werden Gabelstapler-Fahrer über eine Atemschutzflasche mit Luft versorgt, die sich auf der Maschine befindet. Doch in Leverkusen geht man auf Nummer sicher: &#8220;Natürlich sind wir unter schwerem Atemschutz, wenn wir mit gefährlichen Stoffen arbeiten. Wir haben uns auch etwas für den Notfall ausgedacht, haben eine abgesetzte Atemschutz-Flasche bei uns. Sollten wir den Nachlaufstapler also einmal verlassen müssen, können wir weiter sicher mit Atemluft versorgt werden&#8221;, sagt Lehnert, der seit 24 Jahren bei der Werkfeuerwehr am Standort arbeitet. Vorsichtig heben die beiden Feuerwehrleute das imaginär beschädigte Fass hoch. Sie tun für die Übung so, als sei ein ätzender Stoff darin verlastet, der nun auszutreten droht. Das Stückgut im blauen Fass wird vorsichtig angehoben und in einem Edelstahl-Überfass positioniert. Der Nachlaufstapler ist ein kleiner Gabelstapler, den die Feuerwehrleute hinten am Einsatzfahrzeug immer dabei haben.</p>
<p>&#8220;Im Realfall würden die Einsatzkräfte natürlich auch einen Chemiekalien-Schutzanzug tragen&#8221;, bestätigt Diplom-Ingenieur Peter Funke. Der 47 Jahre Brandoberinspektor versieht im Einsatz- und Führungsdienst den B-Dienst, der standortübergreifend unterwegs ist. Er war im Rahmen von TUIS und der Werkfeuerwehr des Chempark Leverkusen sogar schon in Tschechien im Einsatz. Der Fach-Ausbildungsleiter hält den Anzug, der kurz nur CSA genannt wird, in der Hand, hat aber hier extra auf den Schutz für seine Kollegen verzichtet: &#8220;Wir wollen ja auch einmal Handgriffe sehen, die unter dem CSA verborgen bleiben würden.&#8221; Diese sprichwörtliche Transparenz bei der Arbeit beweist der Chempark auch sonst. Zum Beispiel im Umgang mit seinen Nachbarn. So werden regelmäßig Besuchertage abgehalten, bei denen Rundfahrten und Blicke hinter die Kulissen erlaubt und gewünscht sind. &#8220;Vertrauen schaffen durch Offenheit&#8221;, lautet das Motto der drei Standorte. Die Arbeitsweise der Feuerwehr spiegelt dies uneingeschränkt wieder – und das augenscheinlich nicht nur, weil die Aufgaben dazu verpflichten.</p>
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		<title>Feuerwehr-Reporter: Flughafen Leipzig/Halle</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 13:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin für den Besuch bewerben. Flughafenfeuerwehr im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3421" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2009/11/20/wache-abgebrannt/feuerwehr-reporter-web-icon-3/"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="Feuerwehr-Reporter" width="150" height="152" /></a>In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin <a href="http://www.draeger.com/feuerwehrreporter" target="_blank"><strong>für den Besuch bewerben</strong></a><strong>.</strong></p>
<h2>Flughafenfeuerwehr im Wachstum</h2>
<p><a rel="attachment wp-att-8816" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/04/28/feuerwehr-reporter-flughafen-leipzighalle/280410-lh2/"><img class="alignright size-full wp-image-8816" title="Arbeiten im Neubau (Februar 2010). Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/04/280410-lh2.jpg" alt="Arbeiten im Neubau (Februar 2010). Foto: Florian Büh" width="350" height="525" /></a>Unter den Feuerwehren gehören die Werkfeuerwehren zu einer besonderen Gattung. So gibt es laut des Werkfeuerwehrverbandes Deutschland gut 50.000 Werkfeuerwehrleute bundesweit. Diese sind teilweise hauptberuflich tätig oder vollziehen die Brandschutzarbeiten nebenberuflich. Wichtig dabei: Die Wehren unterliegen nicht den Kommunen -  wie der Name schon sagt -  sie gehören einem Werk, einer Firma an. Eine besondere Gruppe dieser Feuerwehren wiederum ist an Flughäfen stationiert. Dort sind die wahrscheinlich größten, schnellsten und besten Löschfahrzeuge im Einsatz – und wohl auch die teuersten. Ihr Löschwassertank fasst sehr große Mengen,  da bei einem Feuer an Bord einer Maschine nicht erst eine Wasserversorgung aufgebaut werden kann. Eine dieser besonderen Wehren stellt die Feuerwehr am Flughafen Leipzig/Halle dar. So sind die Feuerwehrleute hier für den drittgrößten Frachtflughafen Deutschlands zuständig. Dort wurden 2009 über 524 000 Tonnen Luftfracht verteilt. Auch daher wird derzeit massiv erweitert. Die Deutsche Post World Net besitzt hier mit dem Europa-Hub der DHL ein Umschlagzentrum (Warehouse) und einen eigenen Hangar für die firmeneigenen Flugzeuge. Bei der Firma selber ist eine eigene Gruppe für den Brandschutz zuständig, doch wird auch die Flughafen-Feuerwehr bei den Einsätzen hinzu alarmiert. Ein Rettungscontainer MAN-V, also für einen Massen-Anfall von Verletzten, sorgt am Flughafen für das nötige technische Equipment für Großschadenslagen.</p>
<p>Ein besonderer Tag für die Flughafen-Feuerwehr Leipzig/Halle war das Richtfest im Oktober 2009: Dort wurden die beiden neuen Feuerwachen Ost und West schon einmal kräftig befeiert. Bis zum Juni 2010 sollen alle Gebäude und Remisen mit der gesamten Ausstattung fertig gestellt sein. Nötig wurde der Bau zwei neuer Feuerwachen durch den umfangreichen Ausbau des Flughafens, der auch ein komplett neues Brandschutzkonzept erforderte. Die bisherigen Wachen Nord und Süd zuzüglich einer Interimslösung im Zentralbereich werden durch Ost und West ersetzt – deren Neubau kostet etwa 20 Millionen Euro. Nicht nur die Gebäude sind dann neu &#8211; auch für die Feuerwehrleute ändert sich einiges: So sollen in den neuen Feuerwehr-Gebäuden auch andere Mitarbeiter Sport treiben dürfen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/rLt6R5zIKEo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/rLt6R5zIKEo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object><br />
 <br />
International werden Flughafen-Feuerwehren in Sicherheitskategorien klassifiziert. Leipzig/Halle erreicht hier einen Wert von 10 – und damit den höchsten Wert, den die internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) vergibt. „Damit erfüllt die Werkfeuerwehr die höchsten internationalen Sicherheitsstandards, die für einen Verkehrsflughafen definiert sind, der über zwei Start- und Landebahnen verfügt und an dem alle Flugzeugtypen bis zum Airbus A380 verkehren können“, sagt Uwe Schuhart, Sprecher des Flughafens. „Wenn ein Flughafen wächst“, so Dierk Näther, Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH, „muss die Sicherheit Schritt halten. Die Errichtung der beiden neuen Feuerwachen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dieses hohe Niveau auch langfristig sicherzustellen.“ Im Juli 2007 bereits ist die 3.600 Meter lange Start- und Landebahn Süd eröffnet worden. Seither gibt es ein Parallelbahn-System, das vor allem in den Nachtstunden durch die Frachtflugzeuge rege für An- und Abflüge genutzt wird. 290 Millionen Euro kostete die neue Start- und Landebahn. Auch in den neuen Feuerwachen wird es wieder Rutschstangen geben, damit die Feuerwehrleute aus den Sozialräumen im Obergeschoss schnell nach unten zu den Fahrzeugen gelangen können. Hier bleibt also alles beim Alten und wie es immer war.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8817" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/04/28/feuerwehr-reporter-flughafen-leipzighalle/280410-lh3/"><img class="alignleft size-full wp-image-8817" title="Überprüfung der Langzeitatemschutzgeräte. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/04/280410-lh3.jpg" alt="Überprüfung der Langzeitatemschutzgeräte. Foto: Florian Büh" width="350" height="213" /></a>Derzeit werden die Feuerwehr-Einsätze noch aus der alten Feuerwache Süd disponiert. Demnächst wird die hochmoderne Leitstelle in der Feuerwache West diese Aufgabe übernehmen. Noch liegen dort nicht alle Kabel sauber versteckt im Boden oder den Decken. Doch bald funken, telefonieren und disponieren hier die Mitarbeiter der Flughafen-Feuerwehr gemeinsam mit ihren Kollegen der Verkehrszentrale und des Sicherheitsleitstandes. Bis zur Interschutz, die am 7. Juni 2010 in Leipzig startet, soll der Bau fertig gestellt sein.</p>
<p>98 hauptamtliche und 64 nebenberufliche Feuerwehrleute versehen derzeit auf drei Wachen ihren Dienst. 24 hauptberufliche Einsatzkräfte sowie die Hälfte an nebenberuflichen Rettern sind jeweils pro 24-Stunden-Schicht vor Ort. Seit dem 9. Dezember 1997 gehört die Flughafenfeuerwehr Leipzig/Halle zu den anerkannten Werkfeuerwehren. Zuständig sind die Mitarbeiter nicht nur für den abwehrenden Brandschutz, sondern auch für den vorbeugenden. Auch medizinische Erstversorgung gehört zum Aufgabenspektrum der Feuerwehrleute. Ein Großteil der 4.800 Einsätze sind technische Hilfeleistungen wie Austritte von Flüssigkeiten und Überprüfungen von beschädigten Frachtlieferungen mit Gefahrgütern. Doch auch gut ein Drittel der Einsätze gehen darauf zurück, Menschen mit Behinderungen eine Reise überhaupt zu ermöglichen. Hierzu werden die Passagiere zum Flugzeug und zurück befördert. Insgesamt reisten 2009 gut 2,4 Millionen Menschen von oder nach Leipzig/Halle. Ein anderes Drittel der Einsätze teilt sich auf in Brände oder Meldereinsätze sowie Einsätze am Flugzeug und den Brandschutz. Dafür stehen sechs Großlöschfahrzeuge (GTLF) zur Verfügung. Mit mehr als 32.000 Litern Löschmittel bilden sie die erste Linie er Großfahrzeuge an den Feuerwachen. Insgesamt gibt es knapp 30 Feuerwehrfahrzeuge, verteilt auf die Wachen. „Weitere Sonder- und Spezialfahrzeuge sind mit unterschiedlichen Rettungs- und Einsatzmitteln ausgestattet“, so der Flughafensprecher Schuhart.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8818" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/04/28/feuerwehr-reporter-flughafen-leipzighalle/280410-lh4/"><img class="alignright size-full wp-image-8818" title="Frachtflugzeug vom Typ Boeing 747 am Flughafen Leipzig/Halle." src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/04/280410-lh4.jpg" alt="Frachtflugzeug vom Typ Boeing 747 am Flughafen Leipzig/Halle." width="350" height="233" /></a>Um auch weiterhin auf Einsätze vorbereitet zu sein, wird derzeit auch intensiv an einem 4.000 Quadratmeter großen Ausbildungs- und Übungsgelände gebaut. So liegt die bisherige Feuerwache Nord in Zukunft nicht mehr innerhalb des gesperrten Flughafen-Bereiches, sondern wird öffentlich zugänglich sein. Es werden nämlich erstmalig nicht mehr nur die eigenen Mitarbeiter ausgebildet werden, auch Ersthelferlehrgänge und externe Schulungen werden angeboten. Denn es entsteht das Feuerwehrübungszentrum, im Inneren mit einer Atemschutzkriechstrecke und weithin sichtbar das neugebaute gasbefeuerte Boeing747-Flugzeugmodell in Originalgröße. Dort wird bald auch das Löschen von über 100 Quadratmeter großen Flächenbränden simuliert, mit ausströmendem Propangas. Auch Brände im Flugzeugrumpf werden nachgestellt. Die Steuerung der Anlage erfolgt in der ehemaligen Feuerwache, die sich dafür ebenso extra im Umbau befindet. In einem holzbefeuerten, 14 Meter langen Brandcontainer werden Brand-Durchzündungen (Flashover) und die Rauchgasexplosion (Backdraft) simuliert und realistisch nachgebildet. Dies ist insbesondere für Einsatzkräfte interessant, die bei Wohnungs- oder Kellerbränden im Einsatz sind – eben nicht nur Angestellte der Flughafen-Feuerwehren. Ebenso die zweigeschossige Atemschutzkriechstrecke, die die Schulungseinrichtungen abrundet. Auch eine Übungsfläche zur Ausbildung von Handfeuerlöschern, wie sie jeder zu Hause haben sollte und wie sie in öffentlichen Gebäuden aushängen müssen, wird es zum Ende der Bauarbeiten geben. Brennbare Puppen können genutzt werden, um das Löschen von Menschen zu proben. Hierfür wird eigens ein 14 Quadratmeter großes Brandbecken hergerichtet.</p>
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		<title>Feuerwehr-Reporter: Pflichtfeuerwehr Binz</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 14:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Binz]]></category>
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		<description><![CDATA[In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin für den Besuch bewerben. Letzte Lösung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3421" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2009/11/20/wache-abgebrannt/feuerwehr-reporter-web-icon-3/"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="Feuerwehr-Reporter" width="150" height="152" /></a>In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin <a href="http://www.draeger.com/feuerwehrreporter" target="_blank"><strong>für den Besuch bewerben</strong></a><strong>.</strong></p>
<h2>Letzte Lösung Pflichtfeuerwehr?</h2>
<p>„Pflicht-Feuerwehr“ – davor haben freiwillige Feuerwehren Angst. Denn wo aus Freiwilligkeit eine Pflicht wird, hört für viele der Spaß auf. Pflicht-Feuerwehren können vom Bürgermeister in seiner Funktion als oberster Dienstherr jeder kommunalen Feuerwehr eingerichtet werden. Die Gründe hierfür können fehlende Bereitschaft der Bevölkerung oder ein aus anderen Anlässen nicht sichergestellter abwehrender Brandschutz sein. Die bekanntesten Pflicht-Feuerwehren sind jeweils auf den deutschen Inseln zu finden. Neben List auf Sylt (dort gab es zu wenig freiwillige Helfer) gibt es derzeit auch auf Rügen eine solche Feuerwehr. Die Gründe dafür sind hier aber ganz anderer Art, denn Freiwillige gab es auf den ersten Blick genug.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8425" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/04/14/feuerwehr-reporter-pflichtfeuerwehr-binz/die-kameraden-marco-ronny-sven-jens-manfred-und-heiko/"><img class="alignright size-full wp-image-8425" title="Die Kameraden Marco, Ronny, Sven, Jens, Manfred und Heiko. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/04/140410-rep1.jpg" alt="Die Kameraden Marco, Ronny, Sven, Jens, Manfred und Heiko. Foto: Florian Büh" width="300" height="207" /></a>Der Landkreis Rügen hat 46 ehrenamtliche Wehren mit 1.123 ehrenamtlichen Helfern. Rügen ist die größte Insel Deutschlands und umfasst etwa 1.000 Quadratkilometer. Pro Jahr kommen etwa 1,3 Millionen Tagesbesucher auf die Insel, mehr als sechs Millionen Menschen bleiben über Nacht. Soweit die Zahlen der zuständigen Fremdenverkehrsbüros. Die Insel in der Ostsee ist über die vier Kilometer lange Rügenbrücke zu erreichen. Auch hier ist Rügen Spitze, denn es ist die längste Brücke im Bundesgebiet. Was jedoch im Feuerwehrhaus Binz im August 2009 seinen Höhepunkt fand, war alles andere als Spitze. Bürgermeister Horst Schaumann (63) fühlte sich in die Ecke gedrängt und konnte die Wehr nur noch auflösen, später eine Pflicht-Feuerwehr einrichten – der Weg der Kameraden zu einer geordneten freiwilligen Feuerwehr war beschwerlich und dauert noch an – doch im Juni 2010 soll es wieder eine FF in Binz geben.</p>
<p>Es war ein Sonntag, der die Wehr auf Binz ruckartig verändern sollte. 26 Aktive waren es auf dem Papier bis zum Wahltag, dem 16. August 2009. Um 10.35 Uhr beendete der Bürgermeister eine wohl bis dahin nur im Verborgenen ablaufende Odyssee der freiwilligen Feuerwehr. „Bis wir uns einmischen, muss schon viel passieren. Die Wehr sollte selber ihren Weg finden“, sagt der Bürgermeister im Februar 2010. Man hat das Gefühl, dass er sich für seinen Schritt entschuldigen will. Denn nachdem selbst im zweiten Wahlgang keine neue Wehrführung gefunden wurde, griff der Bürgermeister hart durch: Er verkündete die Auflösung der Wehr. Nur elf Stimmen hatte der einzige Kandidat für sich verzeichnen können: Manfred Welk (56) hätte aber mindestens 13 Stimmen erhalten müssen. Der Jugendfeuerwehrwart war traurig – hatte er sich doch so lange überlegt, ob er überhaupt das Amt bekleiden will. Doch er wollte etwas zum Positiven verändern. Die Wehr war tief zerrüttet: „Es waren viele Kameraden an dem Tag da, die sonst nie zu sehen waren. Einige nannten sie sogar „Kartei-Leichen“. Da waren sie aber und verwehrten mir die Stimmen, obwohl sie gar nicht wissen konnten, wie ich bin“, sagt Welk gut ein halbes Jahr nach dem Schicksalstag. Noch immer kann er die Protesthaltung nicht verstehen – heute ist es ihm aber nicht mehr so wichtig. Die „Kartei-Leichen“ sind nämlich nicht mehr dabei. Die bisherige Wehrführung trat geschlossen zurück. Auch wollten sie nicht erneut kandidieren. Dies war aber wohl eher ein Schachzug, wurden doch im Hintergrund – wie schon seit Jahren – die Fäden ganz anders gezogen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/uu-DPg4dLq8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/uu-DPg4dLq8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Heute wird relativ offen darüber gesprochen: „Wir wollen aber keine schmutzige Wäsche waschen. Was gewesen ist, ist vorbei.“ Dass es gut ist, dass es vorbei ist, merkt man den Kameraden jedoch an. Einige erzählen von den Jahren vor der Auflösung und Einführung der Pflichtfeuerwehr wie von einem Schauermärchen. Ein Wehrführer war im Einsatz nicht nur Maschinist und fuhr das Löschfahrzeug zur Einsatzstelle, er legte sogar Atemschutz an und rannte als erster und teilweise sogar allein in die Gebäude. Das dieses Verhalten lebensgefährlich ist, steht nicht nur in den Unfallverhütungsvorschriften – eigentlich sollte der gesunde Menschenverstand einen Feuerwehrmann davon abhalten. Lehrgänge erhielten nur noch wenige ausgewählte Kameraden. Bei vielen Einsätzen wurde nur noch eine „Wehr-Elite“ eingesetzt. So durften nur bestimmte Kameraden zum Beispiel die Motorkettensägen bedienen. Eine vergiftete Stimmung, wie sie keiner Wehr gut tut, herrschte vor. Noch dazu stiegen die Ausrückezeiten fast bis ins Unermessliche. „Bei vielen Einsätzen waren die Nachbarwehren traurigerweise sogar schneller vor Ort als die Freiwillige Feuerwehr Binz“, sagt Kreiswehrführer Hartliep. „Es gab seit Jahren Probleme. Aber vieles war verdeckt. Wir haben immer gedacht und gehofft, dass sich die Probleme auflösen, bevor wir die Wehr auflösen müssen.“ Teilweise wurde die in Binz stationierte, einzige Drehleiter in der gesamten Umgebung außer Dienst genommen – für eine Feier der Binzer Führung im Nachbarort. Die eigenen Kameraden wurden nicht gefragt oder in Kenntnis gesetzt und auch der Kreiswehrführer wusste nichts, wurde sogar angelogen. „Uns ist wichtig, dass wir es jetzt besser machen. Wir haben keine Geheimnisse voreinander und wir sprechen uns mit der Mannschaft ab. Denn nur so können wir gute Arbeit leisten“, sagt Sven Schäfer, der nun eingesetzter Wehrführer der Pflicht-Feuerwehr ist.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8426" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/04/14/feuerwehr-reporter-pflichtfeuerwehr-binz/pflicht-feuerwehr-in-binz-auf-rugen-eingefuhrt/"><img class="alignleft size-full wp-image-8426" title="Pflicht-Feuerwehr in Binz auf Rügen eingeführt. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/04/140410-rep2.jpg" alt="Pflicht-Feuerwehr in Binz auf Rügen eingeführt. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Nach der missglückten Wahl und dem Erlass des Bürgermeisters ging alles relativ schnell: Noch am selben Abend mussten alle ihre Wach-Schlüssel abgeben &#8211; zusätzlich wurden die Schlösser der Wehr ausgetauscht. Kreiswehrführer Daniel Hartliep (31) informierte die Rettungsleitstelle in Bergen: „Die Wehr Binz ist bis auf unbestimmte Zeit außer Dienst“, ordnete er an. Dann rief er alle benachbarten Wehrführer auf Rügen zusammen. Ein Notplan wurde noch am selben Tag geschaffen. Der Kreiswehrführer zog später sogar aus Glowe mit seiner Familie für fünf Wochen nach Binz: &#8220;Ich habe einen Bungalow erhalten, das war wirklich nett“, so der hauptberufliche Versicherungskaufmann. Die Einsatzleitung übernahm er zunächst komplett selbst. Die in Binz stationierte Drehleiter wurde für über vier Wochen von Kameraden aus Sassnitz besetzt. Schockiert über die Situation der Nachbarwehr boten alle ihre Hilfe an. Binz selber wurde feuerwehrtaktisch sinnvoll aufgeteilt. Das bedeutet: Die Wehren aus der Region fahren nach Binz. Mönchgut-Granitz und die Feuerwehren der Städte Bergen, Sassnitz und Putbus werden bei Einsätzen in Binz alarmiert.</p>
<p>Darauf, dass Binz auf dem Papier gut aufgeteilt ist, wollten wir uns aber nicht verlassen“, sagt Daniel Hartliep. Der Feuerwehrmann wollte Gewissheit erlangen, dass der abwehrende Brandschutz in Binz nach Auflösung der Wehr funktioniert. So wurde am 21. August 2009 eine Probealarmierung durchgeführt. Starker Rauch in einer Schule war das Stichwort: „Niemand von den Einsatzkräften der Nachbarwehren wusste, dass wir sie um 10:55 Uhr rufen werden. Nach nur zwölf Minuten war die erste FF vor Ort. Das letzte Fahrzeug 20 Minuten nach dem Alarm. Trotz voller Straßen. Es war ja noch Urlaubs-Hochsaison“, so Hartliep. Insgesamt zwar traurig über die Situation, war er mit der Ausrückezeit doch zufrieden.</p>
<p>Auch das ganz normale Leben in Binz ging weiter und schon am 25. August kam es zu einem richtigen Feuer. In einem Hotel im Ort lief eine Waschmangel fest. Dichter, giftiger Rauch drang in alle Räume. Fünf Feuerwehren wurden alarmiert. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden – niemand kam zu Schaden. Der Bürgermeister wurde informiert und dankte vor Ort den Nachbar-Feuerwehrleuten, seine eigene Feuerwehr gab es zu dem Zeitpunkt ja nicht mehr. „Die haben dann nur zu mir gesagt, Bürgermeister, Du brauchst Dich nicht bedanken. Wir sind da, denn wir sind richtige Feuerwehrleute! Da war ich sprachlos und noch dankbarer.“</p>
<p>Während die Feuerwehr-Taktik nach der Auflösung stand, arbeiteten Kreiswehrführer, Bürgermeister und Stadt-Verwaltung im Hintergrund weiter: „Wir haben transparent gearbeitet, um deutlich zu machen, dass wir hinter den engagierten Feuerwehrkameraden, die nur ihren Dienst für den Bürger tun wollen, stehen“, sagt Steffi Michalski (43), Leiterin des Ordnungsamtes Rügen. „Wir haben dann jeden einzelnen Wehrkameraden der bisherigen freiwilligen Feuerwehr zu einem Gespräch eingeladen. Jeder sollte uns sagen, ob er weiter für die Feuerwehr aktiv sein möchte. Wir haben uns über jeden Kandidaten beraten und sie dann zu Pflicht-Feuerwehrleuten ernannt.“ So fand sich eine Truppe von verpflichteten Feuerwehrleuten, die dennoch freiwillig ihren Dienst tun: „Das Vorgehen hat sich sehr bewährt“, urteilt der Bürgermeister, betont aber gleichzeitig: „Das ist aber nichts, was zur Nachahmung einlädt.“ Damit will der Bürgermeister möglichen Amtskollegen gleich den Wind aus den Segeln nehmen, sich in die Arbeit der Feuerwehr allzu sehr einzumischen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8427" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/04/14/feuerwehr-reporter-pflichtfeuerwehr-binz/ordnung-im-feuerwehrhaus-fruher-ein-fremdwort/"><img class="alignright size-full wp-image-8427" title="Ordnung im Feuerwehrhaus - früher ein Fremdwort. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/04/140410-rep3.jpg" alt="Ordnung im Feuerwehrhaus - früher ein Fremdwort. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Währenddessen wurde die Eil-Entscheidung des Bürgermeisters vom Gemeinderat in einer Sitzung bestätigt. So stand auch die Einführung der Pflicht-Feuerwehr auf demokratischem Boden und wurde durchgezogen. Nur knapp einen Monat später, seit dem 15. September 2009, ist die Pflichtfeuerwehr mit 17 Kameraden einsatzbereit. Seither üben alle zusammen. „Es passen alle hier ins Team. Wir freuen uns, wenn wir uns sehen“, sagt der eingesetzte Wehrführer Sven Schäfer (33), der seit acht Jahren auf Rügen lebt. Er war früher beim THW aktiv, arbeitet gerne im Team. „Wir haben hier im Jahr mindestens 30 Einsätze, da müssen wir zusammenhalten. Natürlich suchen wir jetzt noch Kameraden, die ins Team passen. Ich möchte gerne wieder auf 26 Aktive anwachsen, damit wir auch von der Personalstärke eine reguläre Stützpunktfeuerwehr werden“, so der hauptberufliche Tischler in der Kurverwaltung Binz. Zu der Ausbildung gehören auch Übungen, im Februar sogar im Schnee. Zu einem Sonderdienst anlässlich des Besuchs des Dräger Feuerwehr-Reporters gibt es auf Anhieb genug Freiwillige.</p>
<p>Die Mahnungen der Vergangenheit nehmen die Feuerwehleute sehr ernst. So wollen sie Demokratie leben. Jedem eine faire Chance geben und auch Widerworte gegen die Wehrführung zulassen. „Nach Übungen und Einsätzen muss Manöverkritik zugelassen werden“, sind sich die Feuerwehrleute einig. Gemeinsam steht ein Volleyballturnier an, an dem jeder teilnehmen kann. „Ausbildung für jeden ist uns wichtig. Vor allem schützt eine gute Ausbildung vor Gefahren im Einsatz. Klar muss sein: jedes Mitglied hat Rechte und Pflichten“, bestätigt Manfred Welk. Darum stand auch dieses Thema als eines der ersten auf dem Dienstplan der Feuerwehrleute und am 15. September 2009 um 19 Uhr wurde dann erstmalig die Sirene in Binz wieder eingeschaltet: „Damit haben wir allen gezeigt: Wir sind wieder für den Bürger da!“ Die 5.400 Einwohner von Binz wird es gefreut haben, denn so haben auch sie die Gewissheit, dass die knapp 2,3 Millionen Menschen, die pro Urlaubssaison nach Binz kommen, noch ein Stück sicherer sind. „Das ist eine ganz tolle Truppe geworden“, bestätigt auch der Bürgermeister und ergänzt: „Nun kann ich auch wieder ruhig schlafen.“</p>
<p>Die Pflicht-Feuerwehr soll bis Juni 2010 wieder in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt werden. Noch bevor die Haupt-Urlaubssaison startet. Der Gemeinderat soll dafür in den kommenden Wochen die Weichen stellen. „Wir haben das Problem gelöst – ohne das Innenministerium belasten zu müssen. Darauf sind wir auch stolz“, sagt Bürgermeister Schaumann und bestätigt: Eine Pflicht-Feuerwehr zu haben ist kein schöner Zustand, aber im Falle von Binz auf Rügen war es augenscheinlich eine sinnvolle Reaktion, um daraus eine schlagfertige Freiwillige Feuerwehr zu schaffen. Der Traum, von einer Freiwilligen Feuerwehr, die auch personell auf Stützpunkt-Niveau ist, ist bald erfüllt.</p>
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		<title>Feuerwehr-Reporter: Fit for Fire</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 13:41:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin für den Besuch bewerben. Gemeinsam Spaß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3421" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2009/11/20/wache-abgebrannt/feuerwehr-reporter-web-icon-3/"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="Feuerwehr-Reporter" width="150" height="152" /></a>In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin <a href="http://www.draeger.com/feuerwehrreporter" target="_blank"><strong>für den Besuch bewerben</strong></a><strong>.</strong></p>
<h2>Gemeinsam Spaß haben &#8211; und fit werden</h2>
<p>Sportlichkeit und Fitness haben in Deutschland eigentlich einen recht hohen Stellenwert. Doch gerade unter ehrenamtlichen Kräften lässt die Lust, sich sportlich zu betätigen, oft zu wünschen übrig. Die Gründe sind vielfältig. Neben Beruf, Familie und Ehrenamt noch Zeit für Sport zu finden, ist schwierig. Vielen fehlt auch der Antrieb oder die Lust. Gerade was Fitness angeht, denken einige an das quälende Zirkeltraining in der Schule zurück. Doch das sogar diese Art von Bewegung nicht nur die körperliche Fitness erhöht, sondern auch noch Spaß bringt, das zeigt das das Vorbild Tribsees in Sachen Feuerwehr-Dienstsport.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8258" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/04/07/feuerwehr-reporter-fit-for-fire/demokratisch-wird-entschieden-was-gespielt-werden-soll/"><img class="alignleft size-full wp-image-8258" title="Demokratisch wird entschieden, was gespielt werden soll. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/04/fr2.jpg" alt="Demokratisch wird entschieden, was gespielt werden soll. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Ein Großteil der Wehr trifft sich jeden Sonntag in einer Bundeswehr-Sporthalle zum gemeinsamen Training. Nicht nur Atemschutz-Geräteträger sind aktiv und voller Energie dabei. Klaus-Dieter Quade (48), lange Zeit Jugendfeuerwehrwart, ist nun Wehrführer in Tribsees und trainiert selber mit. „Ziel ist eigentlich nicht nur die Fitness. Wir stärken durch das regelmäßige Training auch die Kameradschaft und wie ganz nebenbei machen wir Sport.“ 2003 startete die Wehr offiziell mit dem Dienstsport, für Quade selber wurde schnell mehr daraus. 2007 nahm er an den Europameisterschaften im Feuerwehrsport teil, inzwischen trainieren mit ihm zwei weitere Kameraden seiner Wehr und sind aktiv im Team-MV &#8211; dem Feuerwehr-Sport-Team des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Die anderen seiner 29 aktiven Feuerwehrkameraden, darunter sieben Frauen, sind zwar auch sportlich aktiv, bleiben aber beim Dienst-Sport und fühlen sich wohl. Die Balance zu halten zwischen ehrenamtlichem Leistungssport, also dem Trainieren auch für Feuerwehr-Olympiaden, und der reinen Erhaltung der Feuerwehr-Tauglichkeit ist nicht leicht. Die Einen fühlen sich unter- die Anderen überfordert. Doch fast die gesamte Wehr kommt zum Dienstsport. Selbst die Hochleistungs-Sportler sind integriert und geben wertvolle Tipps an die Kameraden weiter.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/34khyCPLX0o&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/34khyCPLX0o&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object><br />
 <br />
Seit einigen Jahren gibt es in Sachen Sport Hilfestellungen für ambitionierte Feuerwehrleute. Doch nicht etwa durch die Wirtschaft kommen diese Impulse, nein: Ein Unfallversicherungsträger für Feuerwehrleute hat sich dem Thema angenommen. Die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK-Nord) bietet inzwischen Trainerseminare für die Wehren an und finanziert diese. „Wer im Feuerwehreinsatz nicht fit ist, kann sehr schnell einen Unfall haben. Deswegen ist es unsere Aufgabe zu mehr Sport und Fitness zu motivieren“, sagt Christian Heinz, der für die Kampagne „fitforfire“ zuständig ist. Als einziger und erster Unfallversicherungsträger für Freiwillige Feuerwehrleute in Deutschland hat Heinz mit zahlreichen Unterstützern zwei Leitfäden herausgebracht: „In dem einen kümmern wir uns um den Feuerwehrsport allgemein. Ein weiterer ist zum Thema Sport in der Jugendfeuerwehr herausgekommen.“ Beide zahlreich bebilderten Hefte sind seit ihrem Erscheinen in den Jahren 2008 und 2009 sehr begehrt: „Wir bekommen aus ganz Deutschland Anfragen, sogar nach Österreich und in die Schweiz sind die Bücher schon versendet worden. Leider müssen aber Wehren, die nicht in Norddeutschland liegen – also Kameraden, die nicht über uns versichert sind, einen kleinen Obolus für die Hefte bezahlen. Anders wäre der kostspielige Druck nicht zu finanzieren.“</p>
<p>Sport ist deswegen für die Feuerwehr-Einsatzkräfte so wichtig, da schon in Übungsdiensten schwerste körperliche Arbeit gefordert wird. Nicht nur das Tragen der Atemschutzgeräte und der Schutzausrüstung schlagen mit etwa 35 Kilogramm zusätzlichem Ballast zu Buche, auch die Umgebung an sich fördert Stress und erhöht die Belastung. „Bereits durch die Alarmierung wird der Körper in einen Stresszustand versetzt“, sagt Christian Heinz. „Studien vergleichen inzwischen die Belastung im Feuerwehrdienst mit Hochleitungssport, den Athleten ausüben, die zuvor viele Jahre trainiert haben, um am Wettkampftag eine Höchstleistung abzurufen. Feuerwehrleute erbringen diese Leistungen oft ohne regelmäßiges Training, dazu mitten in der Nacht und ohne Vorwarnung.“</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8259" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/04/07/feuerwehr-reporter-fit-for-fire/feuerwehr-dienstsport-wird-immer-wichtiger/"><img class="alignright size-full wp-image-8259" title="Feuerwehr-Dienstsport wird immer wichtiger. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/04/fr3.jpg" alt="Feuerwehr-Dienstsport wird immer wichtiger. Foto: Florian Büh" width="300" height="200" /></a>Die Erkenntnisse liegen auf der Hand, aber wie kann hier etwas geändert werden? Den Job aufgeben, um sich für die Feuerwehr fit zu halten? Unmöglich! „Das ist auch gar nicht gefordert“, sagt Christian Heinz. Er setzt auf die Strategien, die hinter „fitforfire“ stehen. Interessierten Wehren steht die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse zur Seite, räumt Missverständnisse aus und klärt auf. Als Erstes steht die Erarbeitung eines Anschubtrainings auf dem Plan. Hier sind sogar Finanzmittel zur Verfügung gestellt worden, ein Übungsleiter kann den Wehrkameraden das nötige Wissen vermitteln. Vor allem Ausdauer und Kräftigung der Muskulatur sind wichtig, Mannschaftsspiele dienen der Auflockerung und vor allem der Förderung der Kameradschaft. 15 Wochen gibt es diese Hilfe samt Trainer, die Hürden für diese Hilfe sind gering: „Wir wollen, dass jeder starten kann. Denn ist der Anfang erst einmal gemacht, bleiben fast alle beim Sport dabei“, sagt Christian Heinz. Eine Erfahrung, die auch Wehrführer Klaus Quade teilt: „Es ist nicht Ziel, die Kameraden zum Training zu zwingen.  Jeder kann mitmachen, muss aber nicht. Es gibt aber inzwischen sogar Familienangehörige, die beim Sport dabei sind. Partner oder Kinder sind so über den Sport zur Feuerwehr gekommen. Auch andere, die nicht in einen Sportverein wollten, sind nun bei uns aktiv. Natürlich trainieren dabei alle, die kein Feuerwehrmitglied sind, privat-versichert.“ Alle anderen sind wie bei den Einsätzen und Übungsdiensten über die HFUK-Nord abgesichert.</p>
<p>Drei Stunden lang wird trainiert. Von 16 bis 19 Uhr gehört die Halle der Bundeswehr den Feuerwehrleuten aus Tribsees. Gemäß des Leitfadens wird immer nach dem gleichen Schema Sport gemacht: „Auch wenn manche ab und an murren, weil sie nur Fußballspielen wollen“, sagt Quade. Zu Beginn laufen sich die Sportler warm, nach Dehn- und Kraftübungen gibt es Gruppenspiele. „Dabei lassen wir allen frei, was sie tun wollen. Demokratisch, wie in der Wehr“, erzählt Anne Ewald (23), die schon zwei Mal deutsche Meisterin im Feuerwehr-Sport wurde und mit weiteren Frauen des Team-MV den vierten Platz bei der Feuerwehr-Olympiade der CTIF (Internationale Vereinigung des Feuerwehr- und Rettungsdienstes) belegte. Sie ist wie Quade Vorbild für die gesamte Wehr: „So kann es doch auch nur funktionieren. Ich muss es vorleben als Wehrführer. Ich kann doch nicht Dienstsport einfordern oder anordnen und selber nichts machen“, betont der jünger aussehende 48-Jährige. Ab und an gehe die Gruppe auch nur Baden, die Abwechslung  ist der Motivations-Motor. Das Angebot wird gut angenommen. Die jüngste Aktive ist gerade einmal 20 Jahre alt, Quade mit 48 der Älteste. Er spielt alles, ob Volleyball, Tischtennis, Fußball mit dem weichen Ball – alles macht er mit. „Die Feuerwehr ist wie eine Familie dadurch geworden. Wir tragen die Schwächeren und lachen nicht über Unsportliche. Es ist ein großer Schritt und verlangt Anerkennung, wenn selbst die nicht so Dünnen dabei sind und sich abrackern“, erklärt Wehrführer Klaus Quade.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-8260" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/04/07/feuerwehr-reporter-fit-for-fire/feuerwehr-dienstsport-wird-immer-wichtiger-2/"><img class="alignleft size-full wp-image-8260" title="Zeichen des Erfolges. Repro: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/04/fr4.jpg" alt="Zeichen des Erfolges. Repro: Florian Büh" width="300" height="216" /></a>Während nach den Aufwärmübungen im unteren Teil der Halle der Fußball hin- und herfliegt, die Tischtennisplatte ausgeklappt im Nebenraum bespielt wird, radeln eine Ebene höher vier Feuerwehr-Frauen um die Wette. „Nein, wir wollen uns nur weiter fit halten oder endlich fit werden“, spaßt Ursula Maaß (53), „ich bin figur-bedingt hier.“ Yvonne Pohl (25) ist die Jüngste, hört Musik über die Kopfhörer: „Ich mag kein Fußballspielen, finde es gut, dass wir etwas anderes machen können in der Zeit.“ Veronika Urlaub (49) möchte abnehmen: „Zwei meiner Jungs sind in der Feuerwehr, ich wohne seit sechs Jahren in Tribsees. Ohne Sport wäre mir langweilig“, sagt die Truppführerin. Auch Silvia Maaß, Mutter von Yvonne Pohl sitzt im Trainingsanzug auf dem Trimm-Rad: „Meine Schulter tut weh – da ist Bewegung genau das Richtige. Im Sommer bin ich weniger hier, da bin ich lieber im Garten. Aber im Winter tut der Sport gut“, so die 48-Jährige. Nur wenige Meter entfernt trainiert Wehrführer Klaus Quade mit einigen Kameraden: Gewichte heben und reißen. Auf dem Boden neben den Feuerwehrleuten liegt der Funkmeldeempfänger. Auch wenn alle mehr oder weniger darauf warten, dass er losgeht, bleibt er ruhig und lässt die Feuerwehrleute ihren Sport machen. Draußen ist es inzwischen dunkel und bestimmt kommt er wieder, der nächste Einsatz zur Nachtzeit – in Tribsees ist auch sportlich jeder darauf gut vorbereitet. Am 29. Mai 2010 übrigens laden die Feuerwehrleute selber ein, um den 1. Deutschlandpokal im Feuerwehrkampf zu vergeben. Alle interessierten Feuerwehrleute können hier teilnehmen.</p>
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		<title>Feuerwehr-Reporter: Jugendherberge in Wache</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 09:49:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Klöpper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin für den Besuch bewerben.   Rutschstange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3421" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2009/11/20/wache-abgebrannt/feuerwehr-reporter-web-icon-3/"><img class="alignleft size-full wp-image-3421" title="Feuerwehr-Reporter" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2009/11/Feuerwehr-Reporter-Web-Icon2.jpg" alt="Feuerwehr-Reporter" width="150" height="152" /></a>In Zusammenarbeit mit Dräger schickt das Feuerwehr-Magazin den “Feuerwehr-Reporter” auf Deutschland-Tour. Er besucht Feuerwehren vor Ort, spricht über Probleme und berichtet über spannende Einsätze oder interessante Übungen. Regelmäßig erscheinen ab sofort Reportagen und Filmbeiträge auf feuerwehrmagazin.de. Aus Ihrer Einheit gibt es etwas interessantes zu berichten? Feuerwehren können sich weiterhin <a href="http://www.draeger.com/feuerwehrreporter" target="_blank"><strong>für den Besuch bewerben</strong></a><strong>.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<h2>Rutschstange im Speisesaal</h2>
<p><a rel="attachment wp-att-7901" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/03/25/feuerwehr-reporter-jugendherberge-in-wache/anja-olbrich-liebt-ihre-alte-feuerwache-ihre-jugendherberge/"><img class="alignright size-full wp-image-7901" title="Anja Olbrich liebt ihre Alte Feuerwache - ihre Jugendherberge. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/03/plau1.jpg" alt="Anja Olbrich liebt ihre Alte Feuerwache - ihre Jugendherberge. Foto: Florian Büh" width="300" height="170" /></a>Morgens frühstücken die Gäste in der Fahrzeughalle, mittags treffen die Gewerkschafts-Senioren ein und beziehen den angemieteten kleinen Seminarraum. Am Abend dann kommt es in der Alten Feuerwache mitten in Plauen dank der „Freien Presse“, einer Tageszeitung der Region in Sachsen, zum großen Show-down. Baubürgermeister Manfred Eberwein (62) muss Rede und Antwort stehen. Er ist in die Kritik geraten, hat doch das neuverlegte Pflaster in Plauen einen zu großen Rutsch-Grad und auch ein Parkplatz erhitzt die Gemüter. Doch bei einem Thema sind sich Bürger, Verwaltung, Kommunalpolitik und nicht zuletzt auch die Feuerwehr einig: Die Entscheidung in die Alte Feuerwache inmitten der Stadt eine Jugendherberge einziehen zu lassen – die war richtig. Auch daher finden alle genannten Veranstaltungen hier statt und nicht irgendwo anders.</p>
<p>Plauen im Vogtland war schon zu DDR-Zeiten bekannt – und zwar für seine Spitze. Noch heute ist die „Plauener Spitze“ eine weltweit geschützte Marke des Branchenverbandes Plauener Spitzen und Stickereien. Das Qualitätssiegel steht für regional erzeugte Stickerei-Erzeugnisse der Verbandsmitglieder. Seit 2007 steigt die Bekanntheit Plauens allerdings aus einem anderen Grund: der Jugendherberge. Herbergsleiterin Anja Olbrich (36) hat durch ihr Engagement dazu beigetragen, dass aus der Spitze nun eine Spritze, eine Feuerwehrspritze wurde: „Unsere Jugendherberge war außerhalb der Stadt und lief nicht mehr so gut. Dann stand die Alte Feuerwache über Jahre leer und so kam die Idee, in dieses Gebäude eine Jugendherberge einzubauen.“ Der Umbau startete, 3,8 Millionen Euro wurden in das alte Gebäude investiert. Nicht nur vom Trägerverband, dem Deutschen Jugendherbergswerk Landesverband Sachsen e.V., sondern auch von der Stadt. Die Diplom-Betriebswirtin Anja Olbrich kommt eigentlich aus einer ganz anderen Ecke, der gehobenen Gastronomie und Hotellerie: „Wir wollen hier aber eben kein Hotel sein. Bei uns steht ‚Gemeinschaft erleben‘ ganz oben. Hier treffen sich Skifahrer und Babys, Jugendliche und Behinderte. Auch viele Feste und Seminare haben wir im Haus. Auf diese Mischung sind wir total stolz!“ Die Kameradschaft und besondere Kollegialität, die in einer Feuerwehr vorherrscht, ist also auch bei der neuen Nutzung als Jugendherberge gegeben.</p>
<p>Rückblick: Die Alte Feuerwache beherbergt die Berufsfeuerwehr, alles ist eng: „Wir mussten beim Ausrücken zuletzt aufpassen, dass sich niemand neben dem Fahrzeug befindet und eingeklemmt wird. Die alten Holzschiebe-Tore gingen teilweise nicht ganz auf. Das war schon sehr zusammengedrängt. Auch der Platz für die Mannschaft war gering – es ruhten mehrere Kollegen in einem Zimmer“, erzählt Joachim Blei (56) über die alte Zeit. Der Hauptbrandmeister ist heute stellvertretender Wachführer der neuen Wache an der Poeppigstraße. „Die Sicherheit rückte dann mit den strengen Unfallverhütungsvorschriften in den Fokus und es war klar: Wir brauchen eine neue Wache.“ Von 1974 bis 1999 versah Blei mit seinen Berufsfeuerwehrkollegen seinen Dienst an der alten Wache. „Wir hängen an diesem alten Gebäude. Wir waren auch einfach alle daran gewöhnt, es war alles so schön traditionell.“ Die neue Feuerwache wurde dann weiter außerhalb gebaut. Ein Zweckbau mit benachbartem Rettungsdienst und viel Platz. Das „viel Platz“ auch schlechte Seiten haben kann, glaubt man erst einmal nicht: „Man sieht die Kollegen kaum noch. Früher haben wir alle zusammengesessen und abends Karten gespielt. Heute ist fast jeder in seinem Zimmer.“ Nur bei gemeinsamen Aktivitäten wie Sport oder einem Einsatz würden sich die Feuerwehrleute noch sehen – so ist er viel anonymer, der Zweckbau der Neuzeit.</p>
<p> <object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/bJz5DI_fxW4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/bJz5DI_fxW4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Ein ganz anderes Bild zeigt sich an diesem Tag in der Alten Feuerwache: Während die Senioren im schönen Seminarraum mit Dachschrägen zufrieden ihren Computer und Beamer einpacken, baut die „Freie Presse“ kurz danach ihre Werbewand in dem Raum auf: „Bürger-Forum“ steht groß auf dem Plakat und unten geben sich die Menschen die Klinke in die Hand. Fast 200 Leute strömen in den fünften Stock – der behindertengerechte Aufzug fährt ununterbrochen von unten nach oben. So viele Menschen – die Feuerwache ist zum Mittelpunkt des Lebens in der Stadt geworden. Anja Olbrich und ihre beiden Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun: „Wir haben acht Voll- und Teilzeit-Mitarbeiter und zwei Zivis.“ Die Zivis sind es dann auch, die an solchen Veranstaltungstagen nach 23 Uhr die Stühle wegräumen und den Boden wischen. Ohne die Zivildienstleistenden wäre die Jugendherberge trotz sehr guter Auslastung wirtschaftlich kaum zu betreiben. Es ist also auch ein bisschen wie in einer Freiwilligen Feuerwehr – ohne Idealismus und sozialer Neigung funktioniert das System einfach nicht.</p>
<p>Am nächsten Morgen sind die Spuren der Großveranstaltungen im Obergeschoss verwischt und auch der Speisesaal in der alten Fahrzeughalle glänzt wieder. Denn während oben der Baubürgermeister dem Unmut und Unverständnis seiner Bürger lauschte und gegenargumentierte, gab es auch im Erdgeschoss eine Veranstaltung. Dafür mussten alle Tische verschoben werden und morgens wieder stehen &#8211; was sie leider nicht hundertprozentig tun: „Das verstehe ich nicht, wie man das so hinbauen kann“, stöhnt Anja Olbrich. Die Zivis schlafen noch, ruhen sich vom anstrengenden Vortag und dem Tische-Schieben weit nach Mitternacht aus.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7902" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/03/25/feuerwehr-reporter-jugendherberge-in-wache/jugendherberge-alte-feuerwache-in-plauen/"><img class="alignleft size-full wp-image-7902" title="Jugendherberge Alte Feuerwache in Plauen - früher rückte hier ein Löschzug aus. Repro: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/03/plau2.jpg" alt="Jugendherberge Alte Feuerwache in Plauen - früher rückte hier ein Löschzug aus. Repro: Florian Büh" width="300" height="185" /></a>Olbrich hat eine strenge Hand mit ihren Mitarbeitern, mag dennoch gerne Kumpel sein. Sie verlangt im Job absolute Disziplin – Scherze jedoch sind immer erlaubt. Nachdem die Tische wieder an Ort und Stelle stehen, kann das Tagesgeschäft bewältigt werden. Dazu gehört auch, die Teilzeitkräfte einzuweisen, die hier teilweise ihre durch Richter aufgebrummten sozialen Stunden abstottern.<br />
Bei Anja Olbrichs Arbeit ist immer Freude über das Erreichte dabei: „Wir haben einfach ein schönes Haus und darauf bin ich stolz“, sagt die quirlige, schlanke Frau mit den roten Haaren während des Rundgangs. Natürlich trägt sie wie alle Mitarbeiter ein rotes Polo-Shirt: „Die 112 nah am Herzen“, sagt sie grinsend. Die Herbergsmutter, die keine sein will: „Herbergsmutter, wie das klingt &#8211; fürchterlich! Also, ich bin ja gerne Mutter meiner Kinder – aber Herbergsmutter, wissen Sie, das geht gar nicht!“ Im Haus klingelt schon wieder eines der vielen schnurlosen Telefone. „Die Alte Feuerwache, Jugendherberge in Plauen, Anja Olbrich, guten Tag“, schallt es durch die Räume, der Rundgang geht nämlich weiter – sie ist ja multitaskingfähig. Sie geht voll auf, lässt einen nicht aus den Augen, ist nah am Besucher dran. Sie brummt und sie bestimmt. Fast scheint es, als sei sie Wehrführerin in einer Feuerwehrwache – ja, das würde passen.</p>
<p>Es gibt natürlich auch barrierefreie Zimmer,  Einzelzimmer und Doppelzimmer und alle haben Dusche und WC, betont die Herbergsleiterin: „Wir freuen uns sehr zu den Jugendherbergen der vierten Kategorie zu zählen. Das ist Höchststandard.“ Die Kategorie wird unwichtig als die erste Tür zu einem Schlafraum aufgeht… Hier in Plauen ist nämlich alles ganz anders als in den alten Jugendherbergen, die man aus seinen Kindertagen gewöhnt ist: Die Wände strahlen in einem hellen, freundlichen beige. Der Boden ist sauber. An einigen Wänden blitzen frech einige Graffitis auf – keine Schmierereien – es sind Kunstwerke mit Feuerwehrbezug. Es geht weiter in ein Familienzimmer – ein Reizthema für die 36-Jährige: „In den ersten Planungen waren kleine Zimmer vorgesehen, dicht an dicht. Da habe ich meinen Austritt aus dem Projekt beschworen. Ich wollte zusammenhängende, aber einzeln verschließbare Zimmer mit eigenem Bad. Warum? Ganz einfach: Eltern lieben es, wenn sie auch einmal die Tür hinter sich zu machen können. Und voilà – da haben wir sie, die Familienzimmer – und unsere Gäste lieben sie.“ Neben den Familienzimmern mit drei und vier Betten besitzt die Jugendherberge außerdem drei Familienappartements – der Nachwuchs kann also kommen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7903" href="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/2010/03/25/feuerwehr-reporter-jugendherberge-in-wache/ein-ganz-besonderes-treppenhaus-der-alte-schlauchturm/"><img class="alignright size-full wp-image-7903" title="Ein ganz besonderes Treppenhaus - der alte Schlauchturm. Foto: Florian Büh" src="http://www.feuerwehrmagazin.de/magazin/wp-content/uploads/2010/03/plau3.jpg" alt="Ein ganz besonderes Treppenhaus - der alte Schlauchturm. Foto: Florian Büh" width="300" height="450" /></a>Anja Olbrich lässt die Gedanken kreisen, wenn sie denn dazu kommt und das Telefon nicht wieder klingelt: „Wir starten in diesem Jahr noch das Projekt ‚Feurige Kids in Aktion‘. Dann wird es im Hof Dank der Feuerwehr einen Parcours geben. Das arbeiten wir gerade mit den Berufsfeuerwehrleuten aus. Und schon jetzt können alle Gäste der Alten Feuerwehr die neue Wache besichtigen. Wir stellen da immer gern den Kontakt her.“ Auf die Frage, ob denn so viel Trubel von außen die Feuerwehrleute nicht nerven würde, kommt ein entschiedenes: „Nein! Die lieben uns!“ Außerdem seien die Feuerwehrleute froh über die tolle Bestimmung ihrer alten Heimat. „Das kann man sich doch vorstellen. Das Gebäude wäre sonst verkommen und heute kommen sie auch sehr gern wieder her. Einige Kollegen wollen sogar wieder einziehen. Weil es jetzt noch viel schöner ist als früher“, sagt Olbrich und schmunzelt. Dass die Beziehung zwischen den Feuerwehrleuten und den Mitarbeitern der Jugendherberge eine der besten ist, lässt sich schnell belegen. Im alten Schlauchturm gibt es seit Kurzem eine Ausstellung zum Thema Feuerwehr. „Die haben uns die Berufsfeuerwehrleute zum zweijährigen Bestehen geschenkt“, sagt Anja Olbrich.</p>
<p>Dann fährt eine Drehleiter am Gebäude vorbei – schnell raus, schauen was da los ist. Entwarnung, kein spannender Einsatz – aber etwas Seltenes: Von einem leer stehenden Gebäude drohen Eiszapfen und Schnee auf den Gehweg zu stürzen. Teile der Fassade liegen schon auf dem Boden vor dem leer geräumten und verlassenen Bekleidungsgeschäft. Zwei Feuerwehrleute sind im Einsatz. Als sie erfahren, dass der Dräger Feuerwehr-Reporter extra aus Hamburg nach Plauen gekommen ist, nur für die Alte Feuerwache und neue Jugendherberge, freuen sie sich: „Ja, das ist schon etwas ganz Besonderes.“</p>
<p>Übrigens, Hochbetten gibt es noch immer noch in der alten Feuerwache: Heute sind die Gestelle aber aus hellem Holz, haben eine ausreichende Liegefläche und angenehme Matratzen ohne Metallfederkerne. Vor allem werden sie von den Kindern geliebt, weil einer immer oben schlafen darf und (Feuerwehr)-Chef sein kann. Vielleicht kommen daher auch so viele Besucher in die Alte Feuerwache: Das Gebäude hat einfach ein ganz besonderes</p>
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