Sonderfahrzeug für Rettungshunde

Marlishausen (TH) – Thüringens Innenminister Jörg Geibert höchstpersönlich übergab der Feuerwehr Facheinheit Rettungshunde / Ortungstechnik Thüringen (R.H.O.T.) in Marlishausen heute offiziell einen Gerätewagen-Ortung auf MAN TGL 10.250. Das von Binz Ilmenau ausgebaute Sonderfahrzeug ist speziell für die Suche und Rettung von vermissten oder verschütteten Menschen ausgestattet.

Den neuen Gerätewagen-Ortung des R.H.O.T. baute Binz Ilmenau auf einem MAN TGL 10.250 auf. Foto: Stefan Heine/R.H.O.T.
Den neuen Gerätewagen-Ortung des R.H.O.T. baute Binz Ilmenau auf einem MAN TGL 10.250 auf. Foto: Stefan Heine/R.H.O.T.

Mit dem Fahrzeug können sechs Rettungshundeteams – bestehend aus Hund und Hundeführer – transportiert werden. Ein Teil des Kofferaufbaus ist als Einsatzleitbereich konfiguriert. Hier finden an vier Arbeitsplätzen Einsatzleitung sowie Funker Platz. Auf einem Großbildmonitor kann diggitales Kartenmaterial gesichtet und bearbeitet werden. Auch die von den Suchkräften aufgezeichneten GPS-Daten werden hier ausgewertet. So lässt sich immer exakt feststellen, in welchem Gebiet bereits gesucht wurde und wo noch nicht. Per Internet kann außerdem auf Satellitenbilder des Suchgebietes zugegriffen werden. Für alle Fälle stehen zudem Kartensätze auf Papaier für ganz Thüringen in mehreren Maßstäben zur Verfügung. Fax, Telefon sowie ein ausfahrbarer Funkmast sichern eine Erreichbarkeit des Fahrzeugs auch an abgelegenen Einsatzstellen.

Im vorderen Bereich ist Platz für die Einsatzleitung vorgesehen. Foto: Stefan Heine/R.H.O.T.Im Heck des Fahrzeuges befindet sich ein Laderaum für die moderne Ortungs- und Bergetechnik. Dort sind unter anderem eine Suchkamera, ein Schallortungsgerät sowie eine Mikrodrohne zur Suche untergebracht. Außerdem befinden sich dort Aufbruchhämmer, Kernbohrgerät, Abseiltechnik, Rettungsrucksäcke, Stromaggregate, Zelte, Zeltheizungen und Scheinwerfer sowie ein Powermoon zur Ausleuchtung von Einsatzstellen. Um auch langwierige Sucheinsätze absolvieren zu können, werden in mehreren Kisten Nahrungsmittel, Getränke und Elektrokocher mitgeführt. “Damit kann die gesamte Einheit fünf Tage lang versorgt werden. Immer wieder laufen unsere Einsätze über mehrere Tage”, so der Leiter der Facheinheit Maik Stade. “Diese Suchaktionen sind für Menschen und Tiere sehr kräftezehrend.” Deshalb sei es wichtig, die Versorgung im Einsatz sicherzustellen. “Gerade an den Wochenenden und in den Nachtstunden ist dies nicht immer so einfach möglich”, erklärt Stade. (Text und Fotos: Stefan Heine, R.H.O.T.)

Die umfangreiche Rettungs- und Ortungstechnik wird im Heck des Kofferaufbaus mitgeführt. Foto: Stefan Heine/R.H.O.T.In der Ausgabe 2/2011 des Feuerwehr-Magazins stellen wir die Feuerwehr Facheinheit Rettungshunde/Ortungstechnik Thüringen in einer ausführlichen Reportage vor.

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