StLF mit Frontwerfer
27. Januar 2011 von Olaf Preuschoff
Rudolstadt (TH) – Ende letzten Jahres ist der 1.145 Meter lange Pörzberg-Tunnel in Rudolstadt offiziell eingeweiht worden. Der Gegenverkehrstunnel mit drei Flucht- und Rettungsstollen gehört zum Einsatzgebiet der FF Rudolstadt, die hierfür über die Firma Gimaex ein Staffellöchfahrzeug StLF 10/6-OS erhielt.
Das neue StLF 10-6-OS der FF Rudolstadt stattete Gimaex mit einer One Seven-Druckluftschaumanlage aus. Aufgebaut ist es auf einem MAN TGL 8.220. Foto: Gimaex
Für die aus sechs Mann bestehende Fahrzeugbesatzung stehen an allen Plätzen – inklusive Fahrer- und Beifahrerplatz – Atemschutzgeräte zur Verfügung, sodass sie auch in den verrauchten Tunnel einfahren kann. Zur Bekämpfung von Fahrzeugbränden steht den Kräften eine One-Seven-Druckluftschaumanlage OS C2-200 B mit einem C-Abgang sowie einem Schnellangriff zur Verfügung. Letzterer besteht aus einer Schlauchhaspel mit 30 Meter S35-Schlauch. Zudem verfügt das Fahrzeug noch über einen Frontmonitor vom Typ Rockett F2. Der über Funk fernbedienbare Werfer ist auf der Frontstoßstange montiert.
Zur Ausstattung zählen weiter eine Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10/1000 mit CAN-Bus-Bedienfeld, ein Stromerzeuger mit 6,5 kVA Leistung, ein manuell ausfahrbarer Lichtmast mit zwei 24-Volt-Xenon-Scheinwerfern sowie der 800 Liter fassende Löschwasser-tank und zwei je 50 Liter fassende Schaummittelbehälter. Neben der DIN-Beladung sind ein hydraulischer Rettungssatz (Weber), ein Hebekissensatz sowie – auf dem Dach – eine Multifunktionsleiter und eine Rettungsplattform (Haca) verstaut.
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Das StLF baute Gimaex auf einem MAN TGL 8.220 4×2 BL auf. Angetrieben wird der 8.800 Kilogramm schwere MAN von einem Euro 5-Dieselmotor mit 162 kW (220 PS). Technische Daten: Länge 6.570 Millimeter, Breite 2.470 Millimeter, Höhe 2.890 Millimeter, Radstand 3.300 Millimeter, zulässige Achslast vorn 4.000 Kilogramm, zulässige Achslast hinten 5.600 Kilogramm. (Text und Fotos: Gimaex)