Montag, 21. August 2017

Neues Boot für die Feuerwehr

4. Dezember 2011 von  

Unter Berücksichtigung internationaler Regelwerke und auch Erkenntnissen aus dem Betrieb, Gefahrenanalysen und Gesprächen mit Anwendern entwickelt iYacht ein modular nutzbares Schiff für den Einsatz als Rettungs- und Hilfsfahrzeug und als Boot für die Wasserschutzpolizei.

Zusätzlich soll es möglich sein, das Boot für unterschiedliche Einsatzzwecke zu nutzen, selbst wenn es nur einer Hauptaufgabe zugeordnet ist. Es wurde konstruktiv bereits vorgesorgt, in dem der Rumpf für beide Antriebskonfigurationen anwendbar ist: eine Standard-Doppelwellenanlage oder ein IPS-System (POD-Antrieb mit ziehenden Schrauben). Damit nutzt das Fahrzeug die bekannten Vorteile des IPS-Systems insbesondere bei schwierigen Manövern, aber auch die höhere Effizienz und Geschwindigkeit sind hier gewichtige Argumente. Als Besonderheit ist die hydraulische Plattform zu nennen: sie ist so ausgelegt, dass sie von der Deckshöhe aus bis 700 Millimeter unter die Wasserlinie stufenlos verfahren werden kann. Zur Vermeidung von Verletzungsrisiken ist der Abstand zwischen Plattform am Rumpf bzw. am Deck im geöffneten Zustand auf ein Minimum reduziert.

So könnte ein Feuerwehrboot aussehen. Unter dem Rumpf sind die Propeller des IPS-Systems zu sehen. Grafik: iYacht

Die Motorraumluken erlauben eine einfache Wartung oder sogar den Tausch der Motore. Das Achterdeck ist so gestaltet, dass an den Laschpunkten zusätzliches Equipment gefahren werden kann. Einer der beiden Stauräume achtern kann mit einer Tragkraftspritze mit fest installierter Wasserentnahme genutzt werden. Zusätzlich verfügt das Boot über einen Außenfahrstand, der für mehr Übersicht durch die erhöhte Sitzposition sorgt. Mit dem klappbaren Geräteträger kann trotz des Außenfahrstandes eine Durchfahrtshöhe von maximal 3,25 Meter realisiert werden. Die Installation eines zweiten Fahrstandes ist optional.

Der innen liegende Fahrstand. Grafik: iYacht

Eine weitere, innovative Unterstützung im täglichen Einsatz ist die Überstiegshilfe: mit einer robust ausgeführten und fest mit den Aufbauten verbundenen Klappleiter kann ein sicheres Übersteigen auf andere Fahrzeuge gewährleistet werden – bei Höhen bis 2,5 Meter über der Wasserlinie. Massive, umlaufende Scheuerleisten sind vorgesehen. Beim Innenausbau setzt man auf Bewährtes, bietet jedoch für die Schiffsgrösse eine überdurchschnittlich große Nasszelle an, eingebaut auf Steuerbord. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine 1,75 Meter lange Pantryzeile für die Versorgung an Bord vorgesehen.

Zwei weitere Fahrstände befinden sich im hinteren Teil der Kajüte. Grafik: iYacht

Im Salon finden bis zu vier Mann Besatzung an ihrem jeweiligen Arbeitsbereich komfortabel Platz, wohlgemerkt in Fahrtrichtung. Durch eine variable Nutzung ist auch eine Erstversorgung von Verletzten möglich, entsprechende Rettungsmittel sind vorgesehen. Insgesamt sind noch weitere Baugrößen in Planung, die die genannten Kriterien erfüllen und besondere Features vorsehen. Neben einem klar gegliederten Bauplan wird mit einem Finanzpartner seitens der Werft ein Leasing  angeboten. Das Fahrzeug erfüllt die Kriterien mehrerer internationaler Regelwerke für den Einsatz als „Small Special Service Craft“.

Technische Daten

  • Länge über alles:     10,2 m
  • Länge Wasserlinie: 9,45 m
  • Breite über alles:      3,75 m
  • Tiefgang Rumpf:       0,70 m
  • Kraftstofftank:            2x 770 Liter
  • Wassertank:              270 Liter
  • Schmutzwasser:       120 Liter

Nach den Planungen der Entwickler soll der neue Bootstyp auch bei der Polizei zum Einsatz kommen. Grafik: iYacht

Kommentare

1 Kommentar zu “Neues Boot für die Feuerwehr”
  1. Udo Hafner sagt:

    Das Konzept für das knapp 11 m lange Löschboot wurde in Layout und Ausrüstung international angepasst und entspricht nun auch den Standards der australischen Feuerwehr. Dort soll das Projekt zeitnah umgesetzt werden – weitere Informationen folgen dazu.

Kommentare

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