Mittwoch, 18. Januar 2017

Neue Rettungshubschrauber für die Nordsee

Sande (NI) – Das deutsche Privatunternehmen Wiking Helikopter Service GmbH hat bei Airbus Helicopters zwei neue Hubschrauber bestellt. Die hochtechnisierten Maschinen sind beide vom Typ „H145“ und mit besonders starken Seilwinden ausgestattet. Hauptaufgaben sind neben dem Transport von Seelotsen und Offshore-Personal auch Rettungseinsätze auf der Nordsee.

Wenn es in deutschen Offshore-Windparks zu einem medizinischen Notfall kommt, dann kommen in erster Linie private Rettungsmittel zum Einsatz. Das Prinzip ähnelt dem Werkrettungsdienst auf großen Firmengeländen an Land. Mit zunehmender Zahl an Windparks auf See, steigt auch der Bedarf an privaten Rettungshubschraubern.

Airbus erhält Einzug in Flotte

Die Wiking Helikopter Service GmbH ist in diesem Geschäftsfeld bereits seit mehreren Jahren aktiv und kooperiert am Standort JadeWeserAirport in Sande (Kreis Friesland) mit der ADAC-Luftrettung. Hierbei setzte das Unternehmen bislang Sikorsky „S-76“, AgustaWestland „A109S Grand“ und AgustaWestland „AW139“ ein. Ursprünglich für den Seelotsenversatz, später auch für den Transport von Technikern der Offshore-Windparks sowie auch für Luftrettungseinsätze. Nun kommen für den vielseitigen Einsatz erstmals auch Airbus-Maschinen in die Flotte.

Airbus_Helicopters

Gleich zwei neue Hubschrauber vom Typ „H145“ hat die Wiking Helikopter Service GmbH bei Airbus Helicopters bestellt. Foto: Airbus Helicopters

Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin unterzeichneten Wiking und Airbus vor wenigen Tagen die Verträge. Die erste Maschine soll schon Ende diesen Jahres ausgeliefert werden. Die „H145“ sind mit Helionix-Cockpits mit 4-Achsen-Autopilot mit Auto-Schwebeflugfunktion ausgestattet. Bei Vorführungen konnte das System den Käufer überzeugen. Der geräumige Innenraum bietet zudem ausreichend Platz für bis zu acht Passagiere.

Winde hebt 270 Kilogramm

Die Hubleistung der Winde beträgt 270 Kilogramm und ist an einem Schwenkarm montiert. Die Offshore-Konfiguration ist zudem mit einer Notschwimmeranlage, einem Wetterradar, Unterwasser-Ausstiegsbeleuchtung und schwimmendem Notfallpeilsender ausgerüstet. Die rettungsdienstliche Beladung ermöglicht dem mitfliegenden Arzt und Rettungsassistenten eine intensivmedizinische Behandlung.

Die „H145“, mit ihrem maximalen Abfluggewicht von 3.700 Kilogramm, kommt weltweit bei der Luftrettung, der Polizei, den Spezialkräften der Bundeswehr oder auch als VIP-Helikopter zum Einsatz.

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