Freitag, 9. Dezember 2016

GW-L1 auf drei Achsen

Fulda (HE) – Über drei Tonnen Nutzlast kann der neue Gerätewagen-Logistik (GW-L1) zur Einsatzstelle bringen, den Thoma-WISS auf der RETTmobil in Fulda vorstellt. Basis des 7,5-Tonners ist ein VW Crafter mit Allradnachrüstung und Zusatzachse. Doch auch Löschfahrzeuge sollen auf dem modifizierten Fahrgestell möglich sein.

Aufgebaut hat Thoma-WISS den GW-L1 auf einem VW Crafter 50. Die Firma Achleitner rüstete das Fahrgestell nachträglich mit einem Allarantrieb nebst Differentialsperre für die Hinterachse aus. Eine Vorderachssperre ist optional erhältlich. Ackermann baute eine Nachlaufachse mit hydraulischer Bremsanlage und automatischer Nachstellung ein, die in die serienmäßige Bremsanlage integriert ist. Durch diese Umrüstung konnten die zulässige Gesamtmasse auf 7.500 Kilogramm und die Nutzlast auf 3.440 Kilogramm gesteigert werden, sodass das Fahrzeug mit Führerschein Klasse 3 oder C1 gefahren werden darf.

Diesen VW Crafter 50 mit 7.500 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse und 3.440 Kilogramm Nutzlast stellt Thoma auf der RETTmobil vor. Möglich wird die größere Nutzlast durch eine Nachlaufachse. Foto: Thoma

Diesen VW Crafter 50 mit 7.500 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse und 3.440 Kilogramm Nutzlast stellt Thoma-WISS auf der RETTmobil vor. Möglich wird die größere Nutzlast durch eine Nachlaufachse. Foto: Thoma-WISS

Angetrieben wird der Crafter von einem 2,0-TDI-Motor mit einer Leistung von 163 PS/120 kW, der seine Kraft über ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe mit Geländeuntersetzung auf die Straße bringt. Bereift ist der GW-L1 mit Pneus der Größe 205/75R 16C. Der Radstand beträgt zwischen Vorder- und erster Hinterachse 3.665 Millimeter. „Die Kunden können beim Aufbau wählen. Als Kabine sind Trupp (1/2)- oder Staffelkabine (1/5) realisierbar“, sagt Arnd Marquardt von Thoma-WISS. Tragkraftspritzenfahrzeuge wie TSF oder TSF-W sollen ebenso möglich sein wie Kleintanklöschfahrzeuge (KTLF) bis 2.500 Liter, Mittlere Löschfahrzeuge (MLF) oder Gerätewagen.

Die serienmäßige Hinterachse des Crafter ergänzte Ackermann durch eine Nachlaufachse mit hydraulischer Bremsanlage. Foto: Thoma-WISS

Die serienmäßige Hinterachse des Crafter ergänzte Ackermann durch eine Nachlaufachse mit hydraulischer Bremsanlage. Foto: Thoma-WISS

Die Freiwillige Feuerwehr Oberaudorf – Heimatort von FC-Bayern-Star Bastian Schweinsteiger – in Oberbayern entschied sich für einen GW-L1 mit Truppkabine und Plane/Spriegel-Aufbau. Am Heck ist eine Ladebordwand mit Bodenrollen, Fußschaltung sowie Abrollsicherung und einer maximalen Tragfähigkeit von 1.000 Kilogramm angebaut. Zur Ladungssicherung steht ein System aus aufgesetzten Kombi-Schienen mit zwei Absperrstangen zur Verfügung. Ergänzt wird es durch acht Zurrösen im Laderaumboden. Eine durchgehende 200 Millimeter hohe Sockelleiste, ein klappbares Abschlussportal oberhalb der Ladebordwand, Unterbaukästen links und rechts, heckseitige Arbeitsstellenscheinwerfer sowie eine verstärkte Stirnwand aus Aluminiumprofilen runden die Ausstattung des GW-L1 ab.

Am Heck ist eine Ladebordwand für eine maximale Tragfähigeit von 1.000 Kilogramm angebaut. Oberhalb der Bordwand ist das klappbare Abschlussportal zu sehen, welches die hintere Rundumkennleuchte sowie eine Verkehrswarnanlage beinhaltet. Foto: Thoma-WISS

Am Heck ist eine Ladebordwand für eine maximale Tragfähigeit von 1.000 Kilogramm angebaut. Oberhalb der Bordwand ist das klappbare Abschlussportal zu sehen, welches die hintere Rundumkennleuchte sowie eine Verkehrswarnanlage beinhaltet. Foto: Thoma-WISS

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!