Freitag, 23. Juni 2017

15 neue Magirus-Drehleitern für die BF München

München – Nun stehen sie da, 15 neue Drehleitern DLAK 23/12 mit Gelenkteil und Einzelauszug (M32L-AS). Es ist die dritte Generation Drehleitern niedriger Bauart der Berufsfeuerwehr München sowie die vierte Generation Drehleitern in niedriger Bauweise von Magirus. Das Iveco-Fahrgestell 160 E 32 besitzt eine Länge von 10 Metern und eine Gesamtmasse von 15.905 Kilogramm. Im Gegensatz zu herkömmlichen Drehleitern ist das Fahrzeug nur 3,02 Meter hoch, die Gesamtbreite beträgt 2,40 Meter.

15 neue DLAK 23/12 mit Gelenkteil und Einzelauszug auf dem niedrigen Iveco-Fahrgestell 160 E 30 stehen vor der Statue der Bavaria auf der Theresienwiese. Hier findet auch alljährlich das Oktoberfest statt.

Eine weitere Besonderheit ist die Hinterachszusatzlenkung. Diese kann durch den Fahrer zugeschaltet werden. Bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h lenkt sie dann automatisch mit. Über ein Steuerelement in der Mittelkonsole kann der Fahrer die Hinterachszusatzlenkung auch manuell bedienen. Damit ist zum Beispiel die Fahrt im sogenannten Hundegang möglich: die Räder der Vorder- und der Hinterachse werden in die gleiche Richtung eingeschlagen. Diese Zusatzlenkung ermöglicht einen Wendekreis von nur 14 Metern.

300-Kilogramm-Rettungskorb

Auf dem obersten Leiterteil des vierteiligen Leiterparks befindet sich eine fest verlegte Rohrleitung. Dies macht den schnellen Einsatz eines Wasserwerfers vom Korb der Drehleiter aus möglich. Der Arbeitsbereich des Leiterparks kann durch den Fahrer komplett mit Überwachungskameras überblickt werden. So behält er den Korb auch bei abgeknicktem Leiterteil immer im Blick. Der Rettungskorb hat eine maximale Nutzlast von 300 Kilogramm. Dort können je nach Einsatz ein Wasserwerfer, eine Krankentragenhalterung sowie eine Fixierung für einen Hochleistungslüfter angebracht werden.

Eine der 15 neuen DLAK 23/12 n.B. wird auch an der Hauptfeuerwache stationiert.

Um das Einsteigen sowie das Montieren der unterschiedlichen Anbauteile zu erleichtern, gibt es den sogenannten Soforteinstieg. Dies bedeutet, dass sich per Knopfdruck die Leiter automatisch über dem Führerhaus anhebt, ausfährt und den Korb direkt vor dem Fahrzeug absetzt. Für die Rettung von Personen aus der Tiefe sowie der Absuche von Gebäudefassaden kann bei der neuen Drehleiter eine sogenannte Schachtrettungsfunktion eingeschaltet werden. Mit nur einem Knopfdruck und einer Hebelbewegung fährt der Leiterpark senkrecht und lotgenau an einem Punkt oder über einem Schacht nach oben oder unten.

Noch mehr Drehleitern als in München…

…gibt es übrigens in unserem Sonderheft Fahrzeuge Spezial 2017. Wir haben extra nochmal nachgezählt. Es sind genau 35 Stück – alle Hersteller, alle Fahrgestelle. Außerdem Löschfahrzeuge, Einsatzleitwagen, Wechselladerfahrzeuge, Rüstwagen, Tanklöschfahrzeuge, Hubarbeitsbühnen…

 

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Memory-Funktionen und Rescue-Loader

Schnelles und sicheres Arbeiten bietet die Memoryfunktion. Ein individuell festgelegter Fahrweg des Leiterparks kann beliebig oft abgerufen werden. Ein Steuern der Leiter ist dabei nicht notwendig. Der Rescue-Loader, ein zusätzliches Anbauteil, das auf den Feuerwachen Perlach und Pasing stationiert ist, ermöglicht die Rettung von adipösen Patienten. Er wird im Bedarfsfall vom Einsatzleiter angefordert. Neben dem Hochleistungslüfter und dem mobilen Stromerzeuger sind selbstverständlich auch Geräte wie Rettungssäge, Elektrokettensäge, Schaumlöscher, Absturzsicherung, Auf- und Abseilgerät, Schleifkorbtrage und diverse Lampen und Verkehrsleitkegel zur Verkehrsabsicherung auf dem Fahrzeug vorhanden. [765]

 

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