Sonntag, 11. Dezember 2016

Verpflegung Feuerwehreinsatz: Gerätewagen-Küche

Bis zu 45.000 Essen bereitet der Versorgungstrupp der Kreisfeuerwehr Nienburg pro Jahr zu. Tendenz: steigend. Seit rund einem Jahr steht den Feuerwehrleuten dafür ein Gerätewagen Küche zur Verfügung. Bundesweit gibt es wenig Vergleichbares. Wir stellen das ungewöhnliche Fahrzeug auf MAN TGM 15.250 vor.

Wenn Kameraden den GW-Küche das erste Mal sehen, kommen sie aus dem Staunen nicht wieder raus“, erzählt Dennis Pohl, der stellvertretende Leiter des Versorgungstrupps der Kreisfeuerwehr Nienburg (NI). „Wir haben uns im Vorfeld der Beschaffung aber auch intensiv Gedanken darüber gemacht, wie welche Funktion angeordnet sein müsste, damit wir optimal mit dem Fahrzeug arbeiten können“, ergänzt Truppführer Cord Honsbrock. Auf Vorbilder konnten die Nienburger dabei nicht zurückgreifen. Es gibt sie schlichtweg nicht.

Drei Funktionen sollte der GW-Küche unbedingt erfüllen:

  • In dem Fahrzeug sollte gekocht werden. Dies muss eine gewisse Zeit völlig autark möglich sein.
  • Der Grundbedarf an Lebensmitteln sollte im Aufbau mitgeführt werden können.
  • Das zubereitete Essen sollte möglichst direkt aus dem Fahrzeug ausgegeben werden können.

Als weitere Ziele kamen möglichst kurze Wege im Aufbau, eine angenehme Arbeitshöhe und leichte Reinigungsmöglichkeiten hinzu. „Alle unsere Vorgaben hat Firma Gimaex perfekt umgesetzt“, berichtet Honsbrock erfreut. Der Wilnsdorfer Aufbauhersteller hatte im Herbst 2012 die europaweite Ausschreibung (zwei Angebote) gewonnen.

Direkt hinter der Fahrerkabine im vorderen Teil des Ausbaus ist eine Kühlzelle eingebaut. Sie ist bei voller Aufbauhöhe 2,50 Meter breit und einen Meter tief. In ihr sind auch die zwei 200-Liter-Frischwassertanks des Fahrzeugs integriert. „Getankt“ wird immer erst bei einer Alarmierung. „Unsere Einsätze sind ja nie zeitkritisch“, erklärt Pohl. „Auf die paar Minuten kommt es da nicht an.“ Das zuerst eintreffende Mitglied des Versorgungstrupps hat den Auftrag, die Tanks sofort zu befüllen. Das Wasser stammt aus dem Trinkwassernetz im Feuerwehrhaus. Über den Tanks sind auf beiden Seiten in der Kühlzelle Regale installiert, passend für die im Lebensmittelhandel gebräuchlichen Eurokisten.

Konserven nein Danke

Vom Haus der Feuerwehr Wietzen, wo der Trupp stationiert ist, führt der erste Weg des Fahrzeugs in der Regel zum örtlichen Edeka-Markt. „Wir kochen alles frisch und verwenden so gut wie keine Konserven“, so Honsbrock. „Das schmeckt einfach besser.“ Mit mehreren Supermärkten und Fleischereien im Landkreis bestehen Kooperationen. So ist gewährleistet, dass der Versorgungstrupp die benötigten Lebensmittel auch außerhalb der Geschäftszeiten bekommt. „Sofort, wenn wir alarmiert werden, rufe ich die entsprechenden Läden an. Und wenn wir dann wenig später vorfahren, erwarten die uns bereits“, berichtet der Truppführer.

Beladen wird die Kühlzelle aus dem eigentlichen Küchenraum. Um das ganze Zeug nicht durch den ganzen Aufbau – immerhin 8,25 Meter lang – schleppen zu müssen, ist direkt hinter der Kühlzelle eine zweite Außentür eingebaut worden. Bei größeren Lagen, bei denen …

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Titel_FM_eDossier2014_GW_Kueche

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