Sonntag, 28. Mai 2017

Verfügbarkeits-Systeme (Marktübersicht)

Besonders am Tag ist die Verfügbarkeit von Kräften für freiwillige Feuerwehren ein Problem. Oft zeigt sich erst beim Eintreffen im Gerätehaus, wie viele Kameraden nach der Alarmierung bereitstehen. Doch es geht auch anders: Wir stellen 24 Systeme vor, die ständig oder bei Alarmen die Verfügbarkeit der Kräfte darstellen.

Ein ganz normaler Wochentag um 11 Uhr. Alarm für den Löschzug der Feuerwehr: Wohnhausbrand mit Menschenleben in Gefahr. Die Leitstelle hat die Funkmeldeempfänger und die Sirenen ausgelöst. Doch am Gerätehaus treffen an diesem Vormittag nur wenige Kameraden ein. Um ausrücken zu können, fehlen noch ein Gruppenführer und ein Drehleiter-Maschinist. Außerdem haben sich bislang nur drei Atemschutzgeräteträger eingefunden – zu wenig, um neben einem Angriffstrupp auch den obligatorischen Sicherheitstrupp zu stellen. Was nun? Die Leitstelle noch mal alarmieren lassen? Einzelne Kameraden per Handy benachrichtigen? Oder gleich die Nachbarwehr hinzuziehen?

Für freiwillige Feuerwehren ist es wichtiger denn je zu wissen, welche Einsatzkraft mit welcher Qualifikation und Funktion wann verfügbar ist. Denn im Zuge des demografischen Wandels wird es immer schwieriger, die Personalstärke zu halten. Probleme bereiten auch die zunehmende Arbeitsbelastung der Kameraden und die nachlassende Bereitschaft der Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter freizustellen. Dazu kommt, dass viele Aktive nicht in ihrem Wohnort arbeiten, sondern längere Wegstrecken zu ihrem Job zurücklegen müssen. Insbesondere die Tagesalarmsicherheit ist bei vielen Wehren heute nicht mehr ständig gewährleistet.

Einen Überblick über den Status der Einsatzkräfte und damit auch die Einsatzfähigkeit einer Wehr können elektronische Verfügbarkeits- und Rückmeldesysteme geben. In den letzten Jahren hat deren Zahl stark zugenommen. Die Systeme ermöglichen eine Kräfteübersicht auf Computerbildschirmen, Großmonitoren in der Fahrzeughalle und auf mobilen Endgeräten wie Tablet-PCs und Smartphones.

Grob lassen sich 2 Varianten unterscheiden: Die Aktiven geben – unabhängig von einem Alarm – ihren aktuellen Verfügbarkeitsstatus durch, beispielsweise „einsatzbereit“ oder „nicht einsatzbereit“. Dies können Sie bei geplanten Abwesenheiten, etwa bei Urlaub, auch weit im Voraus tun. Oder sie quittieren einen Alarm mit einer Rückmeldung, ob und wann sie kommen. Hierbei ist sogar das Einbinden von GPS-Daten möglich. So lässt sich beispielsweise automatisch eine Prognose zur Eintreffzeit erstellen.

Auch eine Kombination beider Ansätze ist möglich. Manche Systeme sind sogar in der Lage, bei einer Alarmierung den Status und die Rückmeldungen von Einsatzkräften so zu verarbeiten, dass der Einsatzleiter oder die Leitstelle sofort erkennt, wer mit- oder nachalarmiert werden muss. Hierfür sind die Alarm- und Ausrückeordnung sowie entsprechende Regeln hinterlegt.

Von der Smartphone-App bis zur Leitstellenlösung

Die technischen Lösungen reichen von Smartphone-Apps über webbasierten Lösungen bis zu speziellen digitalen POCSAG- Funkmeldeempfängern mit zusätzlichem Mobilfunkmodul und Systemen, die auf dem TETRA-Digitalfunk basieren. Viele Feuerwehren nutzen selbst programmierte Systeme, die auf kommerziellen oder offenen Alarmierungssystemen aufsetzen. Zum Beispiel die Feuerwehr Passau (BY): „Unser Personal-Rückmelde-System (PRS) wertet SMS beziehungsweise Telefonanrufe einer Alarmierungs-App aus und zeigt die Personalstärke an einem Monitor in der Fahrzeughalle an“, berichtet Feuerwehrmann Sebastian Ott, der an der…

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Titel_FM_eDossier2015_Verfuegbarkeitssysteme

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