Donnerstag, 8. Dezember 2016

Sicherheit im Stadion

Sicherheit in Stadtien: Gewalt und Pyrotechnik sind Dauerbrenner im Fußball. Wir blicken hinter die Kulissen des größten deutschen Fußballstadions, dem Signal Iduna Park in Dortmund (NW). Wie werden hier Veranstaltungen gesichert? Was ist Aufgabe der Feuerwehr, um die Sicherheit der Stadionbesucher zu gewährleisten?

Es ist Dienstagabend, 25. März 2014. Um 19.58 Uhr betreten die Mannschaften von Borussia Dortmund und Schalke 04 den Rasen des Signal Iduna Parks. Ohrenbetäubender Jubel beider Fanlager begleitet Spieler und Schiedsrichter. 77.600 Zuschauer freuen sich auf das so genannte Revierderby. Das Spiel im größten Fußballstadion Deutschland ist ausverkauft, obwohl eigentlich 80.645 Menschen auf den Rängen Platz finden. Doch bei dem Derby handelt es sich um ein Spiel mit erhöhtem Risiko.

Bei diesen Partien gilt es nach Auflage der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Beispiel, die Eintrittskarten für Stehplatzbereiche zu begrenzen. Außerdem müssen die gegnerischen Fans in den Zuschauerbereichen strikt getrennt werden – durch Einrichten von Freiblöcken als Pufferzonen. So ist ein Bereich neben dem Gästeblock auf der Nordtribüne abgesperrt. Dass 3.000 Fans weniger im Stadion sind als bei anderen Bundesliga-Spielen der Borussia, ist nicht zu spüren. Trotz der guten Stimmung blicken Sicherheitskräfte mit Sorgen auf die Ränge.

Im Hinspiel Ende Oktober 2013 hatten einige Dortmund-Fans sogar dafür gesorgt, dass der Schiedsrichter das Spiel erst fünf Minuten später anpfeifen konnte. Im Borussia-Block waren Feuerwerkskörper gezündet worden, Pyrotechnik flog auf das Spielfeld – und vereinzelt in Schalker Fangruppen.

Im Stadionhandbuch von DFL und DFB lautet die Anordnung: „Der Verein hat im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass durch Zuschauer keine Pyrotechnik und vergleichbare Gegenstände in das Stadien eingebracht, abgebrannt oder verschossen werden.“ Dennoch gelang es den Fans, Bengalos und pyrotechnische Gegenstände mit auf die Ränge zu schmuggeln. Leider kein Einzelfall.

Mannschaftsaufstellung mit elf Feuerwehrleuten

So sind die Brandsicherheitswachen in den Fußballstadien gefordert, die Zuschauerränge genau im Blick zu behalten. „Eine Aufgabe der Kräfte ist natürlich die schnelle Branderkennung und Einleitung der Brandbekämpfung“, erklärt Boris Thiemrodt, Pressesprecher der Feuerwehr Dortmund.

Die Brandsicherheitswache zu organisie-ren ist Aufgabe des Stadionbetreibers, in Dortmund also die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA. Hier arbeitet die Betreiber-Gesellschaft mit der Feuerwehr Dortmund zusammen. Deutschlandweit sind es in der Regel die öffentlichen Feuerwehren, welche die Brandsicherheitswache in den großen Stadien wahrnehmen. Im Signal Iduna Park teilen sich Berufs- und freiwillige Feuerwehr die Aufgabe. Thiemrodt erklärt: „Die klassische Wachstärke bei einem Fußballspiel besteht in Dortmund aus…

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