Samstag, 1. Oktober 2016

Säbelsägen im Feuerwehreinsatz

Säbelsägen gehören inzwischen zur Norm- Beladung einiger Feuerwehrfahrzeuge. Doch wofür eignen sich die Geräte überhaupt? Was lässt sich mit Ihnen schneiden? Und was nicht? Das Feuerwehr- Magazin wollte es wissen und hat zehn Säbelsägen mit Akku im Praxiseinsatz getestet.

In den Beladelisten des Rüstwagens (seit 2002) und des Hilfeleistungs- Löschgruppen fahr zeugs (seit 2004) finden sich Säbelsägen (umgangssprachlich auch als elektrischer Fuchsschwanz bezeichnet). Bei Feuerwehren in den USA und Großbritannien erfreuen sich diese Geräte schon wesentlich länger großer Beliebtheit. Grund hierfür sind die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten beim Trennen verschiedener Materialien. Säbelsägen werden in unterschiedlichen Leistungsklassen sowohl mit Netz- als auch mit Akkubetrieb angeboten und sind keine „reinen“ Feuerwehrgeräte. Bei vielen Installateuren und Tischlern kommen sie bei der täglichen Arbeit zum Einsatz. Dementsprechend groß ist auch das Angebot.

In der Regel verfügt die Säbelsäge an einem Ende über einen Spatengriff sowie einen Halte- und Führungsgriff im Bereich des Maschinenhalses. Neben einer Vibrationsdämpfung und einem Massenausgleich sollten Geräte für den Feuerwehreinsatz über ein werkzeugloses Wechselsystem für die Sägeblätter verfügen. Der Wechsel muss auch mit Handschuhen möglich sein.

Aufgrund der praktischen Erfahrungen in Ausbildung und Einsätzen sollte eine Säbelsäge eine Mindestleistung von 1.000 Watt haben. Wird auf ein akkubetriebenes Gerät zurückgegriffen, empfiehlt es sich, eine leistungsstarke Variante zu wählen (Minimum sind 18 Volt) und auf eine hohe Akkukapazität zu achten (empfehlenswert sind 3 Ah oder mehr). Außerdem müssen Ersatzakkus mitgeführt werden. Auch der Akkuwechsel muss mit Handschuhen möglich sein. Im Idealfall wird dafür nur eine Hand benötigt.

Angetrieben werden elektrische Säbelsägen durch einen leistungsstarken Elektromotor. Dieser bewegt einen Exzenter, an dem eine Pleuelstange montiert ist. Hierdurch wird die Rotationsbewegung des Elektromotors in einen geraden Schub umgewandelt, was zu einer Hin- und Herbewegung des Sägeblattes führt. Der Durchmesser des Exzenters bestimmt dabei auch den Hub. Um eine effektive Ausnutzung des Schneidwerkzeuges zu haben, soll dieser mindestens 30 Millimeter betragen. Die Schnittlänge selbst richtet sich nach dem verwendeten Sägeblatt und kann zwischen 100 und 300 Millimeter variieren. Säbelsägen sind mit dem entsprechenden Sägeblatt in der Lage, Metalle (Rohre, Profile), Holz (Baumteile, Leimholz, Pfosten) und auch verschiedene Verbundwerkstoffe (Kunststoff, carbonfaserverstärkter Kunststoff/CFK, Verbundsicherheitsglas) zu schneiden. Hierdurch ergibt sich insbesondere für die Feuerwehr ein großes Einsatzspektrum.

Einsatz auch bei der Unfallrettung

So erfreuen sich die Sägen zum Beispiel bei der Verkehrsunfallrettung zunehmender Beliebtheit, da damit – gegebenenfalls parallel zu hydraulischen Rettungsgeräten – bestimmte Fahrzeugsäulen oder große Blechflächen, wie beispielsweise das Fahrzeugdach, schnell durchtrennt werden können. Die Vorteile der Säbelsäge liegen dabei im Vergleich zu den hydraulischen Rettungsgeräten bei der geringeren Rüstzeit und der größeren Handlichkeit. Außerdem sind sie in der Beschaffung wesentlich günstiger.

Extrem flexibel und schnell können die Feuerwehren mit akkubetriebenen Säbelsägen agieren. Die Säge wird einfach aus dem Transportkoffer entnommen, zur Einsatzstelle getragen und schon kann  …

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FM_eDossier2015_Saebelsaegen_im_Praxistest

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