Dienstag, 27. September 2016

Mund- und Nasenschutz bei der Feuerwehr

Brandrauch ist für Feuerwehrleute nicht der einzige Gefahrstoff, der die Lungen langfristig schädigt. Bei der Technischen Hilfeleistung wird oft Feinstaub freigesetzt, der gefährlich für die Lungen ist. Lesen Sie, was beim Einsatz von Atemschutzmasken wichtig ist.  

Der sicherste Schutz gegen das Einatmen beziehungsweise Verschlucken von Gasen, Stäuben und flüssigen Stoffen an der Einsatzstelle ist ein umluftunabhängiger Atemschutz. Besonders bei Sauerstoffmangel im Arbeitsbereich ist ein Pressluftatmer (PA) unerlässlich. Doch nicht für jede Tätigkeit der Rettungskräfte ist ein PA Vorschrift oder sinnvoll. Zum Beispiel bei der Rettung einer eingeklemmten Person aus einem verunfallten Pkw.

Dabei können Schneidgeräte wie Trennschleifer und Säbelsägen zum Einsatz kommen. Beim Schneiden von Verbundglas, Kunststoffen und Metallen entstehen gefährliche Partikel, die über Mund und/oder Nase eingeatmet werden können. Um einer Intoxikation beziehungsweise Inkorporation vorzubeugen, sind je nach Lage und Werkzeug partikelfiltrierende Halbmasken, auch Staub- und Feinstaubmasken oder einfach FFP (Filtering Face Piece, Partikelfiltrierende Halbmaske) geeignet. Die meisten FFP bedecken Mund und Nase, wobei der gesamte Maskenkörper als Filter dient.

Die Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDV) 7 „Atemschutz“ beschreibt Filtergeräte (zu denen auch die FFP zählen) nur sehr allgemein und regelt nicht speziell den Einsatz von FFP. „Es sollte immer die Bedienungsanleitung der verwendeten Geräte beachtet werden“, erklärt Dr. Ulrich Cimolino, Leiter der Abteilung Technik der Berufsfeuerwehr Düsseldorf. Die Art des geeigneten Schutzes ist immer von der konkreten Einsatzlage abhängig. „Wenn zum Beispiel beim Schneiden einer Windschutzscheibe mit einer Säbelsäge Glasstaub erzeugt wird, sollte ein Mundschutz getragen werden. Im Zweifel immer prüfen, was der gesunde Menschenverstand sagt“, appelliert der Branddirektor.

Schutzstufen und Besonderheiten

Auf Einsatzfahrzeugen sollten pro Gerät mehrere Schutzmasken mitgeführt werden. Es gibt faltbare Modelle, die sich für Taschen an der Schutzkleidung eignen. Um einen Gewöhnungseffekt zu erzielen, sollten zu Übungs- und Einsatzzwecken die gleichen Masken verwendet werden. Tragekomfort und Einatemwiderstand können variieren.

Für partikelfiltrierende Halbmasken gilt die europäische Norm EN 149 „Atemschutzgeräte – Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel“. Für die Einsatzgrenzen sind die Halbmasken in drei Schutzstufen eingeteilt. Masken der niedrigsten Stufe FFP1 sind für nicht-toxische Gase …

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