Samstag, 3. Dezember 2016

Multifunktionswerkzeug für die Feuerwehr

17. Februar 2015 von  

Rettungsmesser, Scheibensäge oder -zertrümmerer, Gurtschneider – alles inklusive. Das versprechen die Hersteller von Multifunktionswerkzeugen. Diese Tools kann jeder Feuerwehrmann in der Persönlichen Schutzausrüstung mitführen. Dieses eDossier stellt 15 vielseitige Produkte vor.

Es sind Grundsatzfragen, die sich die Feuerwehren stellen müssen: Wollen wir, dass unsere Kräfte handliche Werkzeuge in der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) mitführen? Führen wir einheitliche Regelungen ein oder überlassen wir es den Kameraden? Welche Geräte sind wirklich hilfreich? Antworten auf diese Fragen müssen sich die Feuerwehren selbst geben. „Da gehen die Philosophien so weit auseinander“, sagt Christoff Schwarz. Er ist im gehobenen Dienst bei der Unteren Katastrophenschutzbehörde des Kreises Steinfurt tätig und Brandoberinspektor der Freiwilligen Feuerwehr Steinfurt. „Das ist häufig den Kräften überlassen und gewissermaßen Geschmackssache“, so Schwarz. Der Brandoberinspektor rät aber dazu, sämtliche Einsatzmittel mit dem Dienstherrn abzustimmen.

Ture Schönebeck, Leitender Branddirektor der Feuerwehr Bremen, ergänzt: „Feuerwehren sollten es nicht ignorieren, wenn aus der Mannschaft Ideen in Bezug auf Ausrüstungsgegenstände kommen. Aber ich empfehle, Systementscheidungen zu treffen. Soll heißen, die Feuerwehren prüfen Hilfsmittel auf Sicherheit und Nutzen. Anschließend beschaffen sie zentral oder informieren die
Mitglieder, welche Geräte zugelassen sind.“

Wichtig sei auch, alle Hilfsmittel in Verbindung mit der Persönlichen Schutzausrüstung zu betrachten, so Schönebeck. „Diese Thematik hatten wir zum Beispiel bei den Helmlampen-Halterungen. Bei einigen Modellen würden die Helme ihre Zulassung verlieren“, erklärt der stellvertretende Amtsleiter.

Geräte-Auswahl ist riesig

„Ich habe als gelernter Handwerker persönlich gerne kleine Werkzeuge und auf jeden Fall ein Messer am Mann“, erzählt Schwarz. Dafür kassieren er und Gleichgesinnte häufig Sprüche, wie: „Du hast ja einen halben Rüstwagen in der Tasche.“ Schwarz sieht sich aber als Praktiker, der sich und anderen jederzeit und überall einfach schnell helfen und nicht lange nach Werkzeug suchen möchte.

Die Palette der angebotenen Hilfsmittel ist riesig. Angefangen bei den klassischen Einhand-Rettungsmessern. Sie dienen den Einsatzkräften zur Selbstrettung sowie zur Rettung von Personen. Viele Rettungsmesser verfügen über unterschiedliche Zusatzfunktionen. Sie sind häufig mit Gurttrennern und Scheibenzertrümmerern ausgestattet, in die Klingen sind Sägeschliffe eingebracht.

„Rettungsmesser sollten sich auf die Möglichkeit zum ,rettenden Schnitt‘ beschränken“, betont Frank-Michael Fischer, Leitender Branddirektor der Berufsfeuerwehr Solingen. Weitere Werkzeuge an dem kleinen handlichen Gegenstand würden die Handhabung erschweren, so der Feuerwehrchef.

In der Kategorie Messer finden sich auch Spezialgeräte, wie das Rescue Tool 3 von Dönges. Das Spezialmesser mit 27 Zentimeter langer Klinge verfügt über eine Schraubenzieher-Spitze, Glassäge, Gurttrenner und partiellen Wellenschliff. In die Kategorie fallen auch Tauchermesser – in der Regel mit Rückensäge und geschliffenem Haken an der Klinge versehen. Weitere Alternativen für die Messer sind Scheren und Zangen, wie die Einsatzschere Köln von Rescue-tec. Mit ihr lassen sich Seile, Gurte, Drähte und Kabel mit nur einer Hand durchtrennen…

Weiterlesen (mit Produktübersicht)? Klicken Sie hier um das eDossier „Multifunktionswerkzeuge“ herunterzuladen!

eDossier: Multifunktionswerkzeug für die Feuerwehr.

Kommentare

7 Kommentare zu “Multifunktionswerkzeug für die Feuerwehr”
  1. Matthias Fischer sagt:

    Ein einfaches Taschenmesser. Fertig. Mehr braucht kein Mensch.

  2. Stubenviech sagt:

    Moin, das sehe ich ähnlich wie Matthias. Ich habe mir bei Aldi oder Lidl mehrere „Leathermen“ für unter zehn Euro gekauft. Dies verfügen über feststehende Klinge und Säge, eine selbstöffnende Zange und diverses Kleinzeug. Aufgrund des Preises kann ich das gute Stück in meiner Einsatzhosentasche lassen und wenn es nachlässt oder verloren geht, habe ich immer noch eins in Reserve.

    Außerdem habe ich mehrere Meter Gewebeband von der Rolle gezogen und in Form eines ca. 20cm langes flaches „Paketes“ wieder auf sich selbst aufgefaltet. Man braucht es regelmäßig und kann es einfach von der Seite her abreißen.

    Wenn man zu viel Platz hat, kann man auch einige lange, dicke Kabelbinder mitführen. Wird auch ab und an gebraucht.

  3. Stefan sagt:

    Puh ist natürlich Luxus, wenn man sich so anschaut welche Tools mitgeführt werden „könnten“. Wie der Mann oftmals ist: Haben beruhigt, aber wirklich benötigt hätte ich ein Multifunktionswerkzeug bisher nicht. Bei welcher Art von Einsatz hätte man das notwendige Werkzeug nicht sowieso schon auf dem Fahrzeug?
    Gibt also in meinen Augen Wichtigeres, was nicht heißt, dass ich nein sagen würde, würde man mir ein Multitool zur persönlichen Schutzausrüstung legen 🙂

  4. Sueder sagt:

    Ein kleines Rettungsmesser mit Gurtschneider und Scheibenzertrümmer kriegt man auch für relativ kleines Geld.
    Nebenbei wird seit den tödlichen Unfall von BM Stampke 1996 empfohlen das ein Messer zur Persönlichen Ausrüstung eines Feuerwehrmannes gehören sollte.
    http://www.atemschutzunfaelle.de/unfaelle/de/1996/u19960306-koeln.html

  5. John sagt:

    Na ich denke doch, dass so ein Multitool oder Multifunktionswerkzeug schon zum Standard gehören sollte. Kann nämlich in so einigen Situationen hilfreich sein. Wie meine Vorgänger schon sagen, muss es aber nicht direkt am Mann geführt werden aber ein nettes Gimmick wäre es schon. Insbesondere wenn man sich mal die Bandbreite an Multitools anschaut, da brummt einem schon der Kopf. Letztendlich halte ich es aber defintiv für sinnvoll.

  6. Pat sagt:

    Wenn man sich die verschiedenen arbeiten eines Multifunktionswerkzeuges anschaut halte ich es auf jedenfall für Sinnvoll

  7. Pat sagt:

    Halte das auf jedenfall Sinnvoll, da so ein Multifunktionswerkzeug schon echt viel kann!

Kommentare

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