Donnerstag, 30. März 2017

Lagedarstellung: Die Lage überblicken (inklusive Marktübersicht)

Egal ob Brand, Verkehrsunfall oder Gefahrstoffaustritt: Für Einheitsführer, Einsatzleitungen und Stäbe ist der Überblick über das Einsatzgeschehen entscheidend. Wir stellen 13 Produkte zur Lagedarstellung vor: von der einfachen Schreibfolie bis zu digitalen Stabs- und Führungssystemen.

Explosion in einem Industriebetrieb, Feuer ist ausgebrochen. Über der Produktionshalle steht schon eine große, schwarze Rauchsäule, die der Wind in Richtung eines Wohngebiets treibt. Die Flammen drohen auf ein Verwaltungsgebäude und ein Waldgebiet überzugreifen. Hinter der Halle befinden sich ein Lager mit Gasflaschen und eine Betriebstankstelle, die durch die enorme Hitze akut gefährdet sind.

Für die Einsatzleitung vor Ort eine komplexe Lage. Um den Einsatz führen zu können, muss sie sich einen Überblick verschaffen: Wie sind Einsatzstelle und Umgebung beschaffen? In welchen Bereichen ist mit welcher Schadenslage und welchen Gefahren zu rechnen? Im Verlauf des Einsatzes kommen weitere Aspekte dazu: Welche Einsatzkräfte sind mit welchen Einsatzmitteln eingesetzt? Wo befinden sich Einsatzabschnitte und Einsatzschwerpunkte? Wo sind Bereitstellungsräume und Sammelstellen eingerichtet?

Um diese Daten übersichtlich aufzubereiten, empfiehlt die Feuerwehr- Dienstvorschrift (FwDV) 100 „Führung und Leitung im Einsatz – Führungssystem“ eine Lagedarstellung. Eines der wichtigsten Mittel dabei ist die Lagekarte. Laut FwDV 100 ist sie „das verkleinerte Abbild der örtlichen Verhältnisse an der Einsatzstelle mit Darstellung aller wesentlichen Maßnahmen zur Abwehr und Beseitigung der vorhandenen Gefahren und Schäden.“

Als Kartenmaterial für großflächige Schadengebiete und Gefahrenbereiche kommen topografische Karten mit einem Maßstab von 1:50 000 oder größer in Frage. Lagekartenmodule digitaler Stabs- und Führungssysteme basieren meist auf Geographischen Informationssystemen (GIS). Diese arbeiten nicht nur offline mit hinterlegtem Kartenmaterial, sondern erlauben auch den Zugriff auf web-basierte standardisierte Karten- und Geodatendienste. So lassen sich etwa auch Luft- und Satellitenbilder in die Lagedarstellung einbinden.

Handelt es sich bei den Schadenobjekten um Einzelobjekte, können zur Lagedarstellung außerdem Feuerwehrpläne, Einsatzpläne, Grundrisse und Schnitte verwendet werden. Die FwDV verweist zudem auf die Möglichkeit einer möglichst maßstabsgetreuen Handskizze.

„Eine Lagekarte macht auch bei kleineren Lagen Sinn“, sagt Brandamtmann André Heitkamp. Der Diplom- Wirtschafts-Ingenieur (FH) ist bei der BF Oldenburg (NI) für das Sachgebiet Katastrophenschutz und Einsatzplanung zuständig. Zum Gebrauch einer Lagekarte rät er auf jeden Fall ab Zugstärke (Führungsstufe B, siehe Kasten „Führungsstufen nach FwDV 100“). „Wenn zum Beispiel neue Kräfte eingewiesen werden müssen, gibt die Lagekarte einen schnellen Überblick. Als Grundsatz gilt: Eine schlechte Lagekarte ist besser als gar keine.“

Taktische Zeichen setzen

Um eine Vereinheitlichung der Darstellung zu erreichen, fordert die FwDV 100 die Verwendung von taktischen Zeichen und grafischen Symbolen. Damit lassen sich Einheiten, Verbände, Einrichtungen, Personen, Einsatzmaßnahmen…

Weiterlesen? Klicken Sie hier, um das eDossier „Lagedarastellung“  herunterzuladen!

FM_eDossier2015_Lagedarstellung

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!