Montag, 27. Juni 2016

Freiwillige Feuerwehr Filderstadt im Portrait

Ein Großteil des Flughafens Stuttgart, S-Bahn-Tunnel, zwei Störfallbetriebe, ausgedehnte Waldflächen und die B 27 – das Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt (BW) hat viele Besonderheiten. Eine motivierte, gut aufgestellte Feuerwehr-Mannschaft in fünf Abteilungen mit einer eigenen Service-Werkstatt für Löschfahrzeugen im Rücken und einem außergewöhnlichen Fuhrpark steht dafür bereit.

Filderstadt, direkt südlich der Landeshauptstadt Stuttgart gelegen, ist verkehrstechnisch bestens angebunden: Über die A 8 und die vierspurig ausgebaute B 27 von Stuttgart nach Tübingen gelangt der Kraftfahrzeugverkehr in die Stadt. Vom Flughafen her ist es nur eine Station mit der vom Stuttgarter Hauptbahnhof bis in den Stadtteil Bernhausen fahrenden S 2, der Endhaltestelle. Die Bundesstraße 312 unterquert in einem 520 Meter langen Tunnel etwa in der Mitte des Flughafengeländes die Start- und Landebahn und führt durch Bernhausen bis zur B 27 zurück, auf die sie bei Bonlanden einmündet.

Was für Pendler, Reisende und die Wirtschaft von Vorteil ist, umschreibt auch recht umfassend einige der größten Gefahrenschwerpunkte, die von der Feuerwehr Filderstadt abgedeckt werden müssen. „Alleine zu fünf Flughafen-Großalarmen mussten unsere Kräfte 2014 ausrücken“, berichtet Stadtbrandmeister Leitender Hauptbrandmeister Jochen Thorns. Der aus dem niedersächsischen Seevetal (Kreis Harburg, südlich von Hamburg) stammende Leiter der Feuerwehr ist im Hauptberuf Chefredakteur der Zeitschrift Brandschutz. In 2015 waren es bisher drei Alarme der Stufe 1, bei denen eine Maschine eine Luftnotlage gemeldet hatte.

Dabei ist nicht nur die Nachbarschaft zum sechstgrößten Flughafen Deutschlands der Grund, weshalb die Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt – zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen (siehe Feuerwehr-Magazin 12/2014) und weiteren Feuerwehren – in das Brandschutzkonzept für den Airport eingebunden ist. „Der größte Teil der Start- und Landebahn, des Vorfelds sowie des Frachtbereichs liegen auf der Gemarkung Filderstadt“, erklärt der Stadtbrandmeister. Der Terminalbereich sowie der Gewerbepark mit der Messe Stuttgart fallen in den Ausrückebereich der FF Leinfelden-Echterdingen. Lediglich ein kleiner Teil der Runways sowie etwa die Hälfte der Feuerwache der Flughafenfeuerwehr liegen auf Stuttgarter Gebiet.

Zusammen mit den Kräften aus dem benachbarten Leinfelden-Echterdingen und weiteren Feuerwehren (zum Beispiel Stuttgart, Ostfildern, Neuhausen) rücken aus Filderstadt folgende Fahrzeuge aus: Mehrzweckfahrzeug (MZF), Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25, TLF 24/50 und Rüstwagen (RW) 2 aus der Abteilung Bernhausen, Einsatzleitwagen (ELW) 1 der Abteilung Plattenhardt als Einsatzabschnittsleitung (EAL) Bereitstellungsraum sowie der Stadtbrandmeister oder sein Vertreter.

Alle Einheiten steuern den Bereitstellungsraum am Luftfrachtzentrum an. Dabei gibt es genaue Instruktionen, wie angefahren wird, bei wem sich die Fahrzeuge melden müssen und wie sich die Besatzungen zu verhalten haben. So ist zum Beispiel das Verlassen der Fahrzeuge oder das Rauchen während der ganzen Bereitschaft verboten.

S-Bahn-Tunnel Filder: 21 Meter unter der Erde

Die von Schorndorf (östlich von Stuttgart) nach Filderstadt verlaufende S-Bahn-Linie S 2 unterquert das Terminal sowie die Start- und Landebahn des Flughafens in einem insgesamt 4.120 Meter langen Eisenbahntunnel. Von der Haltestelle Flughafen/Messe aus schließt sich dabei zunächst eine 400 Meter lange Abstellund Wendeanlage für bis zu drei Kurzzüge (zwei Steuer- und zwei Mittelwagen) an. Die Strecke vom Flughafen bis zum Endhaltepunkt …

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Bild1_FM_eDossier2015_FF Filderstadt

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