Dienstag, 6. Dezember 2016

Freiwillige Feuerwehr Norderstedt im Portrait

Die Stadt Norderstedt (SH) bei Hamburg boomt. Um den Schutz der inzwischen fast 80.000 Einwohner und der vielen Unternehmen zu gewährleisten, wächst die Feuerwehr mit. Neben den vier Ortswehren gibt es auch eine Rathaus- Wache, von der tagsüber Mitarbeiter der Stadt ausrücken.

Unter dem Motto „Vier helfen Dir“ stehen in Norderstedt vier freiwillige Feuerwehren bereit: Harksheide (Feuerwache 1, 90 Aktive), Garstedt (Wache 2, 90 Aktive), Glashütte (Wache 3, 60 Aktive) und Friedrichsgabe (Wache 4, 65 Aktive). Tagsüber verstärkt eine hauptamtliche Wachabteilung mit Mindeststärke 1/5 vom Standort Harksheide aus die Ehrenamtlichen. Inoffizieller fünfter Standort der Feuerwehr Norderstedt ist das Rathaus: Hier steht ein eigenes Einsatzfahrzeug bereit für die städtischen Bediensteten, die – teilweise per Doppelmitgliedschaft – in der Feuerwehr Norderstedt aktiv sind.

„Tagsüber kommen wir dank der Rathaus-Wache und der Hauptamtlichen immer schnell auf eine gute Personalstärke“, erklärt Norbert Berg, Gemeindewehrführer von Norderstedt. „So können wir alle anfallenden Lagen bewältigen, bis die Verstärkung durch weitere ehrenamtliche Einsatzkräfte nachkommt.“ Berg hat die Führung erst im Herbst 2014 übernommen. „Ich arbeite bei der Stadt als Brandschutz-Ingenieur und kann so die Aufgaben des Vorbeugenden und des Abwehrenden Brandschutzes ideal verbinden“, erklärt er.

Die Feuerwehr Norderstedt ist an das Amt für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (Amt 37) der Stadt angegliedert. Amtsleiter Joachim Seyferth, der in Hamburg seine Ausbildung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst absolviert hat, war bis 2012 gut 20 Jahre lang selbst Gemeindewehrführer. Er kennt die Strukturen deshalb aus dem Effeff. „Die Aufgaben bei der Feuerwehr nahmen immer mehr zu, sodass es keinen Sinn mehr machte, eine Abteilung des städtischen Ord-nungsamtes zu bleiben“, berichtet Seyferth. Also wurde das Amt 37 ins Leben gerufen und aufgebaut. Mit dem Umzug der Freiwilligen Feuerwehr Harksheide an den jetzigen Standort am Schützenwall 47 vor acht Jahren bekam dort das Amt seinen eigenständigen Verwaltungssitz.

Auch die Integrierte Leitstelle (ILS) Holstein ist in dem Gebäudekomplex beheimatet. Bis 2004 gab es im Kreis Segeberg noch zwei Leitstellen: eine in Norderstedt für die Stadt Norderstedt und eine in Bad Segeberg für den restlichen Landkreis. Mittlerweile ist die Stadt Norderstedt Dienstleister für den Kreis und beschäftigt 15 Disponenten, zwei Systemadministratoren und einen Leitstellen-Leiter. In der ILS werden die Einsätze für Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz sowie behördliche Bereitschaftsdienste von Stadt und Kreis disponiert. Rund 260.000 Einwohner leben in dem über 1.344 Quadratkilometer großen Zuständigkeitsgebiet.

Eine Besonderheit ist: Wer in Norderstedt den Notruf 112 wählt, landet zunächst in der Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) der Feuerwehr Hamburg. Denn Norderstedt besitzt auch die Hamburger 040-Vorwahl. Die Disponenten der Hansestadt stellen dann die Verbindung zur ILS Holstein her. „Die Telekom schafft es leider trotz vieler Ankündigungen bis heute nicht, die Nummern entsprechend aufzuschalten“, so Seyferth. „Nur die Kunden des örtlichen Telefonanbieters ‚wilhelm.tel‘ landen bei Notrufen direkt in unserer Leitstelle.“ Dort sind je nach Tageszeit und Einsatzaufkommen zwei oder drei Disponenten im Einsatz.

Feuerwehr Norderstedt: 13 hauptamtliche Kräfte

Das Amt 37 beschäftigt neben den Mitarbeitern der Leitstelle 13 hauptamtliche Feuerwehrleute. Sie besitzen eine Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann. Zusätzlich zum Einsatzdienst erbringen sie Serviceleistungen für die vier Ortswehren, etwa in der zentralen Atemschutzwerkstatt. Wenn der Rettungsdienst in Norderstedt komplett ausgebucht ist, fahren die Hauptamtlichen auch First-Responder-Einsätze zur medizinischen Erstversorgung. Sie verfügen alle über eine Ausbildung zum Rettungssanitäter.

Wachabteilungsführer ist Bernd Friedrichs. Er hat die Entwicklung von der rein ehrenamtlichen Feuerwehr bis zur FF mit hauptamtlichen Kräften in allen Stadien begleitet. „Seit den 1970er Jahren hatte die Feuerwehr Norderstedt vier hauptamtliche Geräte- und Meldewarte“, berichtet Friedrichs. „Meldewarte, weil Notrufe, die aus Hamburg vermittelt wurden, angenommen werden mussten.“ 1979 forderte das Land eine eigene Meldezentrale, die auch für den Rettungsdienst im Stadtgebiet zuständig war. „Im Laufe der Jahre wurde die Zahl der hauptamtlichen Gerätewarte auf sieben aufgestockt. Im Feuerwehrbedarfsplan aus dem Jahr 2009 wurden dann weitere sechs Kräfte gefordert“, erzählt der Norderstedter Wachabteilungsführer.

2011 stellte die Gemeinde das neue Personal ein. Seit März 2014 ist die hauptamtliche Wachabteilung der Feuerwehr Norderstedt …

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FM_eDossier2015_FF_Norderstedt

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