Dienstag, 28. März 2017

Freiwillige Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen

Zum Ausrückbereich der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg) an der Stadtgrenze zu Stuttgart gehören unter anderem das Messegelände und der Flughafen der schwäbischen Landeshauptstadt. Eine große Verantwortung für eine freiwillige Feuerwehr mit vier Abteilungen. Olaf Preuschoff hat sich angesehen, wie das funktioniert, und war mit der „FF L-E“ im Einsatz.

Der rote BMW von Stadtkommandant Wolfgang Benz rollt gerade durch die Kanalstraße, als die Funkmeldeempfänger anspringen. „Feuer B3, Echterdingen, Layhweg. Herd nach Pyrolyse- Reinigung in Brand“, ruft Pressesprecher Carsten Ruick von der Rücksitzbank. Benz klatscht das Magnetblaulicht aufs Dach, schaltet das Einsatzhorn dazu und wendet in einer 270-Grad-Kehre. Eigentlich waren die beiden gerade dabei, mir das Einsatzgebiet der FF Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) – kurz FF L-E – zu zeigen. Nicht mal eine halbe Stunde, nachdem sie mich an meinem Hotel abgeholt haben, kommt der erste Einsatz. Ein verheißungsvoller Auftakt.

Wolfgang Benz lenkt seinen Kommandowagen (KdoW) durch einige Nebenstraßen. „Einer der großen Nachteile, die wir in Leinfelden und Echterdingen gleichermaßen haben: Die beiden Landesstraßen, die unsere Stadtteile verbinden, führen mitten durch den Ort und sind immer sehr stark frequentiert.“ Das habe ich heute schon gesehen: Pkw, Lkw und Busse schieben sich Stoßstange an Stoßstange in einer endlosen Schlange durch die Hauptstraße. Immer wieder aufgehalten durch eine Vielzahl an Ampeln und Fußgängerüberwegen, ohne die eine sichere Querung der Fahrbahn nicht möglich wäre.

Wir nehmen eine Abkürzung über einen Fahrradweg und kommen direkt gegenüber der S-Bahnstation Echterdingen zurück auf die Hauptstraße. Noch eine Ecke und wir haben die Einsatzstelle erreicht. Während Carsten Ruick eine erste Rückmeldung an die Leitstelle Esslingen gibt, erkundet Benz die Lage. Eine junge Frau steht mit einem Jungen auf dem Arm vor einem modernen Einfamilienhaus. Ihr Mann berichtet: Er habe den Herd auf Pyrolysereinigung gestellt, dann habe dieser angefangen, heftig zu qualmen. Bei der Pyrolyse werden Verschmutzungen mit bis zu 600 °C abgebrannt. Er habe dann die Herdklappe geöffnet, dabei habe es eine Stichflamme gegeben.

Keine zwei Minuten später biegt der Einsatzleitwagen (ELW) 1 aus Echterdingen in den Layhweg ein. Der 2012 von Barth Feuerwehrtechnik ausgebaute Mercedes Sprinter 515 CDI ist nicht nur das Führungsfahrzeug im Ausrückbereich der Abteilung Echterdingen, sondern auch Koordinations- und Dokumentationsstelle der FF L-E. Eine Minute später folgen die Drehleiter (DLK 23-12 CC von Magirus auf Mercedes 1524) der Abteilung Leinfelden, das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20/16 aus Echterdingen (Magirus auf Mercedes Atego 1628) sowie das Löschgruppenfahrzeug (LF) 16/12 der Abteilung Musberg (Magirus auf Iveco EuroFire 135 E 24).

„Bei Brand 3 werden bei uns meistens alle Abteilungen alarmiert“, erklärt Ruick. „Somit ist sichergestellt, dass immer genügend Einsatzkräfte die Einsatzstelle anfahren.“ In diesem Fall können die meisten Kräfte sofort wieder einrücken. Den von selbst erloschenen Herd bauen die Feuerwehrleute vorsichtshalber aus und stellen ihn in den Garten. Dann wird noch kurz belüftet und die Kräfte rücken wieder ein. Auch wir setzen unsere Rundfahrt fort.

Kaum Nachwuchssorgen

„Insgesamt haben wir in unseren vier Abteilungen derzeit 209 Aktive, davon 17 Frauen“, berichtet Benz. Die Abteilungen sind in den beiden großen Ortsteilen Leinfelden und Echterdingen sowie in dem westlich von Leinfelden gelegenen Musberg und im Süden in Stetten angesiedelt. Oberaichen, ganz im Nordwesten der Gemeinde, hat keine eigene Feuerwehr. Dazu kommen 36 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr…

Weiterlesen? Klicken Sie hier, um das eDossier „FF Leinfelden-Echterdingen“ herunterzuladen!

Titel_FM_eDossier2014_FF_Leinfelden-Echterdingen

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!