Dienstag, 6. Dezember 2016

Flughafenfeuerwehr Leipzig/Halle

Im Jahr 2012 feierte der Flughafen Leipzig/Halle sein 85-jähriges Jubiläum. Beim Umschlag von Luftfracht liegt der mitteldeutsche Airport inzwischen deutschlandweit auf Platz 2. Eigentlich gibt es da genug zu tun für die Flughafenfeuerwehr Leipzig/Halle. Dennoch betreibt sie auch noch ein international anerkanntes Ausbildungszentrum.

Der Landeplatz nahe der heutigen Autobahn 14 (Magdeburg-Nossen) öffnete in den 1960er Jahren nur zweimal jährlich: als Messeflughafen Leipzig. Außerhalb dieser Zeiten wurde das Abfertigungsgebäude als Raststätte für die Autobahn genutzt. Damals hätte niemand gedacht, dass einmal jede Nacht bis zu 60 Frachtmaschinen aus aller Welt hier landen würden. Den Brandschutz stellten die Betriebsfeuerwehr der nahegelegenen Maschinen- und Anlagenbau Schkeuditz (MAB) und die FF Schkeuditz sicher. MAB hatte dafür eines der größten Tanklöschfahrzeuge der DDR auf IFA G5-Fahrgestell im Einsatz.

Im Jahr 1972 nahm die DDR-Fluggesellschaft Interflug den ganzjährigen Betrieb von Leipzig aus auf. Verbunden damit war die Gründung der Interflug-Betriebsfeuerwehr. Bis zur Wende behielt der Flughafen den Status eines vor allem zu Messe- und Ferienzeiten genutzten Airports. Erst 1991, nach der Wende, wurde er privatisiert. Gesellschafter waren die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie die Städte Leipzig, Halle und Schkeuditz.

Nach der Eröffnung des Terminals B erfolgte am 9. August 1997 die Anerkennung der Betriebsfeuerwehr als Werkfeuerwehr. Ab diesem Zeitpunkt waren die Mitarbeiter unter anderem in der Ausbildung einer Berufsfeuerwehr gleichgestellt. Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Flughafens war die Eröffnung der zweiten Start- und Landebahn Nord im Jahr 2000. Durch die Länge von 3.600 Metern war es ab diesem Zeitpunkt möglich, dass auch die größten Interkontinentalflugzeuge in Leipzig/Halle landen konnten. Hiermit verbunden war der Aufstieg in die höchste ICAO-Brandschutzkategorie 10. Die ICAO (International Civil Aviation Organization, auf Deutsch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation mit Sitz in Montreal) legt die Standards für den internationalen Flugverkehr fest. „Sie schreibt vor, welche Infrastruktur ein Flughafen erfüllen muss, um Flugzeuge einer bestimmten Größe abfertigen zu dürfen. Und welche Löschmittelmengen und Fahrzeuge die Flughafenfeuerwehr vorhalten muss“, so der Leiter der Werkfeuerwehr, Ralph Schrott.

Im Jahr 2007 wurde auch die bereits vorhandene Start- und Landebahn Süd auf 3.600 Meter Länge erweitert. Wenig später eröffnete das Post-Tochterunternehmen DHL am Airport Leipzig/Halle sein neues Europadrehkreuz für Luftfracht (HUB). Begünstigt durch die Möglichkeit des Nachtflugverkehrs (nur für Passagiermaschinen besteht ein Flugverbot in den Nachtstunden) erreichen rund um die Uhr Frachtmaschinen aus aller Welt den Airport. Im nationalen Vergleich belegt der Airport nach Frankfurt den zweiten Platz beim Frachtumschlag.

Sieben Riesenfrachter auf dem Vorfeld

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Flughafenfeuerwehr Leipzig/Halle: eDossier

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