Samstag, 3. Dezember 2016

Feuerwehr Rio de Janeiro

Feuerwehr Rio de Janeiro – so arbeitet die Feuerwehr am Zuckerhut. 23.540 Feuerwehrleute an 113 Wachen gibt es im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro. Die Kräfte sind dem Militär unterstellt. Gäste sind trotzdem jederzeit willkommen. Für diese Sonderreportage durfte das Feuerwehr-Magazin in einer Wachschicht einen Tag lang zu Einsätzen mitfahren.

Bohnen, Reis und Gehacktes, dazu ein paar Tomaten in Scheiben. Major Alexandre de Matos Medeiros und seine Männer füllen ihre Teller. Es ist Mittagspause im Militär-Feuerwehrcorps DBM 1/13 Presidente Getúlio Vargas. Die Tür der kleinen Kantine im Quartier (so wird die Wache genannt) von Santa Cruz, dem äußersten Stadtteil von Rio de Janeiro schlägt auf und zu. Immer mehr hungrige Feuerwehrleute kommen herein. Schön kühl ist es hier, während draußen an diesem Freitag die Sonne mit über 40 Grad Celsius vom Himmel brennt.

Major Alexandre setzt sich, neben ihm nimmt der Feuerwehrarzt Leutnant Bruno Rosa Platz. „Guten Appetit“, sagt er und führt die gehäufte Gabel zum Mund. Er hat den Bissen noch nicht ganz hinuntergeschluckt, als plötzlich die Sirene losheult. „Verdammt“, zischt Bruno Rosa mit vollem Mund und lässt sein Besteck auf den Teller fallen. Reis und Bohnen bleiben stehen und die Männer springen auf.

„Kollision auf dem Weg nach Campo Grande“, scheppert es aus allen Lautsprechern. In diesem Fall hat das Quartier Campo Grande die Kollegen per Telefon verständigt und um Unterstützung gebeten. Dann wird der Alarm über Lautsprecher in der Wache ausgelöst. Ansonsten ruft der „normale“ Brasilianer im Notfall die Nummern 192 oder 193 an. Beide laufen in einer der elf Leitstellen der Feuerwehren auf.

Rosa rennt zu seinem roten Ford-Geländewagen, reißt die Beifahrertür auf und steigt ein. Sein Fahrer hat Motor und Blaulicht bereits angeschaltet. Insgesamt rücken sechs Kräfte aus. Vier Feuerwehrleute fahren mit einer Art Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug, zwei in dem Geländewagen. Der Ford transportiert ausschließlich medizinische Geräte, Verbandmaterial und Medikamente.

„Muss ein heftiger Unfall sein“, sagt Bruno Rosa. In Campo Grande befindet sich das Hauptquartier der Region. Über 850.000 Menschen leben dort, im 20 Kilometer entfernten Santa Cruz weitere 200.000. „Da sind Verkehrsunfälle an der Tagesordnung“, weiß der 32-jährige Arzt. Ähnlich wie in Deutschland sind es Verkehrsunfälle, die den Feuerwehrleuten die meiste Arbeit bereiten.

Diesmal ist es ein besonders schwerer: Zwei vollbesetzte Busse sind frontal ineinander gerast. Viele Schaulustige, geschockte Familienmitglieder und Augenzeugen stehen…

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Feuerwehr Rio de Janeiro: eDossier.

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