Sonntag, 11. Dezember 2016

Feuerwehr Markt Burgebrach im Portrait

Tradition und über Jahre gewachsene Strukturen auf der einen, fehlende Aktive, geringe Tagesalarmstärke und veraltete Technik auf der anderen Seite. Mit diesen Problemen hatten auch die Feuerwehren des Marktes Burgebrach (BY) zu tun. Ein spezielles Feuerwehrkonzept soll die Zukunft sichern. Wir haben es uns erklären lassen.

In den kleinen Ortschaften Mönchsambach und Vollmannsdorf heulen die Sirenen. „Einsatz für den Löschzug 2 – Unterstützung der Feuerwehr Burgebrach mit Atemschutzgeräteträgern und Aufbau einer Wasserversorgung“, lautet der Einsatz auftrag der Integrierten Leitstelle (ILS) Bamberg- Forchheim für die beiden Feuerwehren. Dass die Ortsfeuerwehren die Stützpunkt-feuerwehr aus Burgebrach un ter stützen, ist heute Alltag in der oberfränkischen Marktgemeinde. Das war aber nicht immer so. „Vor allem war es ein langer und nicht immer einfacher Weg, bis wir da angekommen sind, wo wir heute stehen“, gibt Friedrich Riemer zu. Er ist der zuständige Kreisbrandinspektor (KBI) und aktives Mitglied der Feuerwehr Burgebrach.

Rund 6.600 Einwohner leben in dem Markt. Sie verteilen sich auf insgesamt 27 Ortsteile. Zwölf Ortschaften haben eigene Feuerwehren mit insgesamt rund 350 Aktiven. „Um nun die Ausgangslage zu verstehen, ist ein ganz kurzer Ausflug in die jüngere Geschichte notwendig“, erklärt Riemer. In den 1970er Jahren gab es in Bayern mehrere Eingemeindungswellen. Den Gemeinden, die hierbei ihre Eigenständigkeit verloren, wurden verschiedene Zugeständnisse gemacht. Eines davon war das Weiterbestehen einer eigenständigen Feuerwehr. „In Burgebrach gibt es deshalb bis heute die zwölf Feuerwehren“, so der KBI. „Alle eigenständig, mit einem Gerätehaus, Gerätschaften, Fahrzeug oder Anhänger.“

Auch bei der Bewertung des Gefahrenpotenzials wurde jeder Ortsteil bis Mitte der 2000er Jahre nur für sich betrachtet und bewertet. „Da aber unsere Ortsteile alle von der Struktur her sehr ähnlich geprägt sind, fiel auch die Bewertung fast identisch aus“, erklärt der Kommandant der Feuerwehr Burgebrach Matthias Titz. In sieben Gerätehäusern standen damals lediglich Tragkraftspritzenanhänger (TSA), die im Einsatz von privaten Traktoren gezogen wurde. Vier Wehren besaßen immerhin ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) mit Normbeladung. „Außer beim klassischen Brandeinsatz waren die Möglichkeiten der Ortswehren deutlich begrenzt“, gestehen die Verantwortlichen. „Manchmal eine Verkehrsabsicherung oder ein Unwettereinsatz, mehr war in der Regel mit der Ausrüstung nicht drin.“

Entsprechend „übersichtlich“ fielen auch die Alarmierungen der einzelnen Wehren aus. „Meistens gab es in der Vergangenheit für jede Einheit nur ein bis zwei Alarmierungen im Jahr“, bestätigt Sascha Martin, Kreisbrandmeister (KBM) und Kommandant der Feuerwehr im Ortsteil Stappenbach.

„Inwieweit das Anfang 2007 noch den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr entsprach, darf hinterfragt werden“, sagt KBI Riemer. Und auch ein Blick auf die Kosten musste erlaubt sein. Gerätehäuser, Ausrüstung, Persönliche Schutzausrüstung und die Freistellung für Lehrgänge an einer der Feuerwehrschulen, alle diese Dinge belasteten den Finanzhaushalt der Gemeinde.

Überraschte Gesichter

Schon nach der Jahrtausendwende war langsam absehbar, dass die TSF und TSA nach und nach ersetzt werden müssen. Die Fahrzeuge und Anhänger stammten alle aus den 1960er Jahren. „Wir Politiker waren gerne bereit, die notwendigen Finanzmittel für unsere Feuerwehren bereitzustellen“, versichert Johannes Maciejonczyk, der 1. Bürgermeister in Burgebrach. „Wichtig war aber, dass die Beschaffungen dem tatsächlichen Bedarf mit Blick auf die gesamte Gemeinde entsprachen.“ 2008 gab es eine Kommandantenbesprechung, bei der Riemer den Punkt „Feuerwehrkonzept Burgebrach“ auf die Tagesordnung setzte …

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