Dienstag, 23. Mai 2017

Berufsfeuerwehr Köln

Durchschnittlich 40 Brand- und Hilfeleistungseinsätze fährt die Berufsfeuerwehr Köln am Tag. Alleine das erste Löschfahrzeug der Wache 1 rückt mehr als 10-mal in 24 Stunden aus. Person im Rhein, Höhenrettung, tierische Einsätze – Spezialaufgaben gehören bei den Domstädtern zum Feuerwehralltag. Reportage über die viertgrößte deutsche BF.

Es ist ein Donnerstag gegen 9.50 Uhr auf der Feuer- und Rettungswache (FW) 1 der Berufsfeuerwehr Köln. Rund 20 Minuten nach Wechsel der Wachabteilung kommen die frischen Kräfte des Löschzugs bereits vom ersten Einsatz wieder. Sie starten einen 2. Versuch, kurz gemeinsam anzutreten und ihre 24-Stunden-Schicht zu besprechen. Daraus wird nichts. Der Gong ertönt erneut. Das 1. Löschfahrzeug mit der Funkkennung LF 1-1 wird zur Unterstützung des Löschzugs einer anderen Wache alarmiert. Einsatzstichwort: „Person droht zu springen.“

So startet diese Wachschicht genau so, wie die vorherige aufgehört hat. „Die Kollegen sind in den letzten 24 Stunden 13-mal mit dem LF 1-1 ausgerückt“, sagt Zugführer Jörg Seemann. Die FW 1 sei eine der am häufigsten frequentierten Feuer- und Rettungswachen Europas, erzählen seine Kollegen. Und das LF 1-1 gehöre zu den Löschfahrzeugen mit den meisten Einsätzen in Deutschland. Knapp 70 Prozent der Alarmierungen für die Innenstadtwache erfolgen durch Brandmeldeanlagen. Weitere typische Einsätze: Personen in Aufzügen und Verkehrsunfälle – häufig auch Kollisionen mit Straßenbahnen.

13.814-mal rückte die Berufsfeuerwehr Köln im Jahr 2014 zu Brand- und Hilfeleistungseinsätzen aus. Hinzu kommen knapp 50.000 Rettungsdiensteinsätze. Rund 920 Beamte auf 11 Wachen bewältigen die Einsätze und andere Feuerwehr-Aufgaben. An 9 Standorten sind Spezialeinheiten installiert.

Gleich 2 Sonderaufgaben verrichten die Kräfte auf der FW 1: Wasserrettung und Atemschutz. 2 Kollegen besetzen den Gerätewagen Atemschutz (GW-A). Sie rücken mit dem Fahrzeug zu jedem Einsatz aus, bei dem auch nur ein Atemschutzgerät in Gebrauch ist. „Es gilt, die LF vor Ort direkt wieder einsatzbereit auszurüsten“, erklärt Atemschutzgerätewart Peter Janssen. Prinzipiell werden keine Pressluftatmer auf den einzelnen Feuer- und Rettungswachen vorgehalten, um das Atemschutz-Inventar an einem Standort zu zentralisieren.

Gimaex baute den GW-A 2011 auf einem MAN TGM 15.290 4×2 LL. Auf dem Fahrzeug werden 39 Atemschutzgeräte mitgeführt – 21 mit Komposit- und 9 mit Stahlflaschen sowie 9 Langzeitpressluftatmer. Zudem sind 6 Chemikalienschutzanzüge und 1 fertig gepacktes Rettungsgerät auf dem GW-A verlastet. Für Großschadenslagen und als Reserve für den Gerätewagen steht ein Abrollbehälter Atemschutz auf der Wache 1 zur Verfügung. In der dortigen Atemschutzwerkstatt werden jährlich im Schnitt 3.000 Pressluftatmer geprüft und wieder befüllt. Insgesamt verfügt die BF Köln über 637 Geräte.

Gefährliche Einsätze für Wasserretter

Die Feuerwehrtaucher sind zugleich Strömungsretter. Ihr Einsatzmittel ist der Gerätewagen Wasserrettung, ein MAN TGM 13.240 4×4 BL mit Aufbau von Gimaex-Schmitz. Mit dem Fahrzeug rücken in der Regel 4 Kräfte aus: Tauchtruppführer, Rettungstaucher, Sicherungstaucher und Signalmann. „Unser häufigstes Einsatzstichwort lautet…

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Titel_FM_eDossier2015_BF-Koeln

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