Sonntag, 28. August 2016

Ausrüstung der Feuerwehr: Einsatz-Holster

Für Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung sollen die eingesetzten Trupps jede Menge an Ausrüstung dabei haben. Holster helfen, die Werkzeuge sicher und sortiert zu transportieren. Doch was gehört eigentlich hinein? Und dürfen die Holster so ohne weiteres an der Persönlichen Schutzausrüstung befestigt werden?

Die Geschichte der Einsatzholster beginnt am 21. Juni 1996: Jörg Hergenhahn, Geschäftsführer und Gründer der Firma rescue-tec, wird zu einem Einsatz in einem Krankenhaus gerufen. Als Atemschutzgeräteträger soll er mit einem Kameraden einen Bereich absuchen, doch die Feuerwehrleine, mit der sie ihren Rückweg sichern wollen, steckt noch eingepackt und zusammengeschnürt im Leinenbeutel. Kein Messer ist zur Hand, die beiden müssen die Leine so auspacken und mühsam auseinanderziehen.

„Ein Jahr später war die Multipocket-Doppeltasche geboren“, sagt der Geschäftsführer heute. „Unter dem Namen ‚Hergenhahn Feuerwehr-Zubehör‘ startete ich die Produktion und den Vertrieb.“ Auf Basis der Multipocket-Doppeltasche wurden im Laufe der Zeit weitere Holster entwickelt. Inzwischen gibt es eine umfangreiche Kollektion von Taschen und Holster für den Feuerwehreinsatz.

Andere Firmen wie X-Cen-Tek (Serie PAX) oder TEE-UU nehmen die Ideen auf und produzieren ebenfalls die kleinen nützlichen Helfer. Neben Holstern für den Brandeinsatz mit Rettungsmessern oder Scheren, Lampen und Türkeilen folgen Ausführungen für Fluchthauben, für die Ausrüstung zur Technischen Hilfeleistung, für Funkgeräte und Kohlenmonoxid-Warngeräte.

Mittlerweile ist das Angebot riesig und es scheint, dass sich wirklich für jeden Feuerwehrmann das passende Holster finden lässt. „Wobei ich bei meiner Kundschaft gemerkt habe, dass sich ein Trend zu mehreren kleinen Holstern statt einem großen abzeichnet“, so Hergenhahn. „Zum Beispiel eines für das Rettungsmesser am Gurt des Pressluftatmers, eines links am Feuerwehrgurt mit der Fluchthaube, eines rechts mit Bandschlinge, Kennzeichnungsmaterial und Türkeilen.“ Vorteil: Selbst bei Nullsicht durch Rauch oder Dunkelheit ist jedes Werkzeug sofort zu finden.

„Entscheidend ist, dass das gewählte Modell zur Einsatztaktik der entsprechenden Feuerwehr passt“, sagt Thomas Wurzer, Geschäftsführer von RND Sportive GmbH, die Holster unter der Marke TEE-UU vertreibt. „Für eine Feuerwehr mag eine Vielzahl an Türkeilen unabdingbar sein, die andere legt den Schwerpunkt auf die Menschenrettung und schwört beispielsweise auf zwei Rettungsschlingen und viel Türkennzeichnungsmaterial.“

Holster sind im Einsatz immer einer hohen Belastung ausgesetzt, so sollte sowohl auf die Verwendung hochwertiger Materialien – insbesondere auf die thermische Belastbarkeit – als auch auf deren einwandfreie Verarbeitung geachtet werden. „Ein Holster, das schon auf den ersten Blick nicht belastbar aussieht, wird auch im praktischen Alltag nicht lange halten“, so Wurzer.

Aus seiner Erfahrung als Atemschutzgeräteträger sollte für jedes Atemschutzgerät ein Holster von vornherein am Gerät befestigt sein, ohne dessen Funktion zu beeinträchtigen. „Was nicht automatisch dabei ist, wird in der Hektik eines Einsatzes gerne vergessen“, sagt Wurzer. Er hält dabei die Befestigung am Hüftgurt für die zweckmäßigste. „Die Funktion des Atemschutzgeräts wird dabei nicht beeinträchtigt und das Holster ist gut erreichbar.“

„Wir haben unsere Holster 2013 so umgearbeitet, dass sie mit nur einer Hand bedient werden können“, sagt Patrick Fitchford, Vertriebsleiter Deutschland von X-Cen-Tek. „Unsere firePAX-Holster öffnen sich vom Träger weg. So muss der Deckel nicht länger mit der zweiten Hand offen gehalten werden.“ Sinnvoll findet Fitchford auch Auszuglaschen, ähnlich wie bei Batteriefächern, mit denen sich kleine Ausrüstungsteile besser herausziehen lassen.

Dürfen die Holster an der PSA befestigt werden?

Auf diese Frage gibt es derzeit keine klare Antwort. Schon seit Jahren wird eine zum Teil hitzige Diskussion darüber geführt, ob zusätzliche Ausrüstung …

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FM_eDossier2015_Marktuebersicht_Holster

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