Freitag, 9. Dezember 2016

Bonus-Inhalte Feuerwehr-Magazin 4/2014

Zu einigen Artikeln unserer aktuellen Print-Ausgabe finden Sie an dieser Stelle Bonus-Inhalte: Zum Beispiel Bildergalerien, Videos, Dokumente… Die ausführlichen Hintergründe zu den Themen können Sie im Heft nachlesen.

Ziemlich beste Freunde

Sie üben zusammen, unterstützen sich bei Einsätzen, führen gemeinsame Lehrgänge durch – und das über die Staatsgrenze hinweg. Zwei unterschiedliche Konzepte, in großen Teilen eine andere Ausstattung: Es funktioniert trotzdem. Wir stellen die Freundschaft der Wehrleute aus Bad Berg­zabern (RP) und ihrer französischen Kameraden aus Wissembourg vor.

Stockholm – zweiter Teil der Reportage

Im zweiten Part der großen Reportage über die Feuerwehr Stockholm stellen wir vor allem die Aufgabe Wasserrettung vor. Ein Video zeigt die Fahrt des Löschbootes durch die Schären-Inseln vor der schwedischen Hauptstadt. In einer Galerie präsentieren wir zusätzliche Bilder:

TLF 4000 Mercedes Axor 1833/Empl

Löschmittelträger, Fahrzeug zur Waldbrandbekämpfung und Schlepper für festsitzende Lkw – das neue TLF 4000 der FF Bad Brückenau (BY) auf Mercedes Axor 1833 4×4 von Empl hat vielfältige Aufgaben. Eine Waldbrandausrüstung, bestehend aus sechs D-Schläuchen, drei  DM-Strahlrohren und einem Verteiler C-DCD, die in den waldreichen Gebieten der Röhn rund um Bad Brückenau immer wieder benötigt werden, ist dazu auf dem Fahrzeug untergebracht. Eine weitere Aufgabe ist dem TLF 4000 durch den „Winter-Katastrophen­schutzplan“ zugeordnet: Bei besonderen Lagen ist es für das Anschleppen von festgefahrenen Lkw auf der Autobahn A 7 zuständig. An den Beschaffungskosten in Höhe von etwa 290.000 Euro beteiligte sich das Land Bayern mit einem Zuschuss von 90.000 Euro. Der restliche Betrag wurde zu einem Drittel vom Landkreis und zu zwei Dritteln von der Stadt Bad Brückenau übernommen.

Neues aus Nürnberg

Neue Fahrfunktionen bietet das Faller Car System Digital 3.0: Neben der individuellen Schaltung von Licht und Sound sind jetzt auch unterschiedliche Fahrfunktionen möglich. Über eine bidirektionale Funkverbindung werden Steuerbefehle übertragen und Fahrzeugdaten an das System zurückgemeldet. Damit lassen sich Fahrzeuge einzeln auch per Hand steuern. Auf einer Schauanlage der Firma Faller zogen zwei TLF 4000 als erste Fahrzeuge mit der neuen Steuerung ihre Bahnen.

Löschbus

Elf Mann Besatzung nebst Beladung für eine Löschgruppe transportiert das LF 8 auf Robur LO 3000 der FF Herges-Hallenberg (TH). Dabei war der „Ello“ ursprünglich gar nicht als Feuerwehrfahrzeug vorgesehen. Doch auch 32 Jahre später möchten die Thüringer ihren Alten Schatz nicht missen.

Achter mit Steuermann

Feuerwehren auf einer Insel müssen immer ein bisschen anders denken. Deshalb hat das neue TSF in Wrixum auf Föhr (SH) auch neun Mann Besatzung, einen unterflur angebauten Stromerzeuger sowie einen Lichtmast – alles in einem VW Crafter.

Feuerfresser

Ausgelöst sieht er wie eine brennende Fackel aus. Doch genau das Gegenteil soll der „Mangiafuoco“ bewirken: Der Handlöschstab bekämpft Feuer. Nicht mit herkömmlichen Löschmitteln, sondern mit einem Kaliumsalz-Aerosol. Wir haben ihn ausprobiert.

So plant Ihr Euer Event

In der Rubrik Jugendfeuerwehr geben wir im Heft Hinweise zur Planung einer Veranstaltung. Hier haben Gerd Rademacher, Feuerwehr Eisenhüttenstadt (BB), und Roland Herzog, Jugendsiedlung Hochland in Königsdorf (BY), kurze Tipps zum Notfallmanagement zusammen gefasst.

„Um effizient planen und reagieren zu können, muss man zuvor verstehen, wie sich Menschen in Notsituationen verhalten und wie sie versuchen, die Situationen zu bewältigen. Angst, Stress, Panikattaken und psychische Traumata sind logische Schutzreaktionen des Menschen. Wenn das ,menschliche Notfallprogramm‘ erst einmal läuft, ist der Mensch einer extremen Stresssituation ausgesetzt und nicht mehr so leicht beeinflussbar, wie im ,normalen Modus‘.

Diesem Wissen angepasst sollten im Vorfeld die vier Planungs- und Handlungsfelder betrachtet werden: Organisation, Kommunikation, Technische Ausstattung und Menschen (Teilnehmer, Organisatoren und Helfer).

Bei der Bewältigung von Notfällen sind drei Ebenen zu planen und im Ernstfall auch zu nutzen:

  • Die örtliche Ebene
  • Die Verbindungsebene
  • Die Rückfallebene

In der Aufbauorganisation sind dem entsprechend auch Zuständigkeiten zu planen.

  • Ersthelfer – ergeben sich situativ
  • Erstverantwortlicher – erste Führungskraft am Ereignisort – ergibt sich situativ
  • Operativ-taktischer Verantwortlicher (OTV) – ist vorab festzulegen und abzusprechen
  • Strategisch-taktischer Verantwortlicher (STV) – ist vorab festzulegen und abzusprechen

Einen Notfallplan, in dem verankert ist, wer in einer Notfallsituation welche Aufgaben und Befugnisse hat, erleichtert es, im Notfall eine Struktur zu haben, an der man sich dann orientieren kann. Dabei sind auch für die Führungskräfte und –mittel Redundanzen einzuplanen. Auch Leiter von Maßnahmen und Einsätzen sind nicht ,unkaputtbar‘!

Interne Kommunikation:

  • Mehrere (von einander unabhängige) Kommunikationswege innerhalb und zwischen den Ebenen (intern) sowie nach außen einplanen, organisieren und vorhalten;
  • Eindeutige Alarm- und Warnsignale für aktuelle bzw. bevorstehende Notfallsituationen planen sowie darüber informieren. Zum Beispiel für: Feueralarm, Unwetterwarnung sowie Amokalarm;
  • Alarm- und Meldepläne erstellen;
  • Vorab checken beziehungsweise durchspielen: Wer muss in welchem Notfall mit wem kommunizieren? Wer braucht welche Informationen? Welche Kommunikation tritt in den Hintergrund oder wird unterbrochen?

Kommunikation nach außen:

  • Notrufsysteme prüfen (Erreichbarkeit, Verfügbarkeit, Kommunikationsmittel, eventuell Sprache);
  • Informationsmanagement organisieren und vorhalten (zum STV, zu Medien, zu anderen externen Stellen);
  • Die Grundsätze der Krisenkommunikation sind zu berücksichtigen.“

 

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!