Bonus-Inhalte Feuerwehr-Magazin 10/2012

Zu einigen Artikeln unserer aktuellen Print-Ausgabe finden Sie an dieser Stelle Bonus-Inhalte: Zum Beispiel Bildergalerien, Videos, Dokumente… Die ausführlichen Hintergründe zu den Thmen können Sie im Heft nachlesen.

Perfekte Bedingungen

Wir stellen im Heft die größte Feuerwehr-Ausbildungsstätte in Deutschland vor: das Institut der Feuerwehren Nordrhein-Westfalen. Die Schule erstreckt sich über zwei Standorte am östlichen Stadtrand von Münster. Am Hauptsitz direkt am Dortmund-Ems-Kanal befinden sich Verwaltungs- und Lehrgebäude sowie Werkstätten und Sportanlagen. In Münster-Handorf steht ein großes Übungsgelände für die praktische Ausbildung zur Verfügung. Zusätzlich zur Reportage zeigen wir hier eine Fotogalerie.

Posterseite: VRW für die FF Bad Vilbel-Gronau

Die FF Bad Vilbel (Kreis Wetterau, HE) konnte bei der Stadtteilfeuerwehr Gronau einen neuen Vorausrüstwagen in Dienst stellen, da das Vorgängerfahrzeug ersetzt werden musste. Der VRW wurde von der Firma Heinz Meyer Feuerwehrbedarf/Rheden auf dem facegelifteten VW T5 Bus 2,0 TDI 4Motion (Allrad) mit langem Radstand und mittlerem Hochdach aufgebaut. Das Fahrzeug hat eine Motorleistung von 132 kW und ist mit einem Schaltgetriebe ausgestattet. Die Abmessungen betragen 5.300 mm Länge, 1.904 mm Breite und 2.250 mm Höhe. Um eine ausreichende Gewichtsreserve für den Innenausbau und die feuerwehrtechnische Beladung zur Verfügung zu haben, wurde die zulässige Gesamtmasse auf 3.500 kg aufgelastet. Aus diesem Grund wurde die Hinterachse mit einer Luftfederung der Firma Goldschmidt ausgerüstet. Neben dem Fahrer- und Beifahrersitz sind im Mannschaftsraum zwei Sitzplätze mit in den Rückenlehnen integrierten PA-Halterungen in Fahrtrichtung angeordnet. Dadurch kann der Angriffstrupp der Besatzung von 1/3 im Falle eines Fahrzeugbrandes die erforderlichen Rettungs- und Erstmaßnahmen einleiten oder beim Nachrücken des VRW zu einem Brandeinsatz ein weiterer Atemschutztrupp gestellt werden.

Stromerzeuger mit 5 kVA an Bord

Für eine ausreichende Energieversorgung  sorgt ein vom Fahrzeugmotor angetriebener Stromerzeuger vom Typ MobiE MB 6002F mit einer Leistung von 5 kVA.  Weitere technische Einbauten sind die frontseitig montierte und elektrisch angetriebene Seilwinde vom Typ Warn 4000 mit einer maximalen Zugkraft von 30 kN und der in einer Mulde des Hochdachs verbaute Lichtmast vom Typ Teklite Roof Robot Power MK 2, der mittels Elektromotor aufgerichtet und pneumatisch ausgefahren werden kann. Er ist mit vier Xenon-Scheinwerfern (je zwei für Nah- und Fernausleuchtung) ausgestattet. Das Drehen und Neigen der Scheinwerferbrücke erfolgt wiederum mittels Elektromotoren. Die Bedienung sämtlicher Bewegungen erfolgt über eine Kabelfernbedienung vom Heckgeräteraum aus. Eine abnehmbare Anhängerkupplung vervollständigt die Fahrzeugausstattungen.

Die Kommunikationsausstattung besteht aus einem 4-m-BOS-Funkgerät und drei 2-m-BOS-Funkgeräten, wobei ein Gerät in einer Aktivladehaltung gelagert wird. Die Vorrüstung für Digitalfunk ist vorhanden. Im Mannschaftsraum werden neben den PA und der persönlichen Ausrüstung für den Angriffstrupp drei Adalit-Handlampen in Ladehalterungen, Patientenhelm, KED-System, Erste-Hilfe-Tasche, Patientendecke, Infektionsschutzhandschuhe, Trupptaschen und Innenrettertasche mit Basisausstattung, Starklichtfackeln, Absperrband, zwei Solarblitzleuchten, zwei Feuerwehrleinen und sechs Faltleitkegel mitgeführt. Im Heckgeräteraum sind ein hydraulischer Rettungssatz (Verbrennungsmotor) mit Spreizer, Schneidgerät, Pedalschneider sowie drei Rettungszylindern, Zugketten, Schäkel, Ziegler-Bergehaken, Unterbaumaterial (Schiebeblöcke), Widerlager, Bereitstellungsplane, Airbagsicherung, Schutzdeckenset, drei Endlosschlingen, Sicherungsmaterial, Glasmanagement, Splitterschutz, Werkzeugkasten, Schaufeltrage, Teleskopleiter, Akku-Säbelsäge, LED-Akkuscheinwerfer Typ Peli Light und je ein Pulverlöscher, Schaumlöscher sowie Kohlendioxidlöscher auf Auszügen verlastet.

Sondersignale und Umfeldleuchten in LED-Technik

Der Blaulichtbalken sowie die heckseitigen Blaulichtkurzbalken sind von Hänsch und ebenso wie die Frontblitzer, die gelben Blitzleuchten an den Stirnseiten der Hecktüren sowie die in der Aufbaukonsole am Fahrzeugheck integrierte Verkehrswarneinrichtung und Einsatzstellenbeleuchtung in LED-Technik ausgeführt. Die Blaulichtbalken sind an den Stirnseiten mit zuschaltbaren Umfeldleuchten ausgestattet und sorgen dadurch an den Längsseiten des Fahrzeugs für eine ausreichende Einsatzstellenbeleuchtung. Die Sondersignaleinrichtung ist ebenfalls von Hänsch und erzeugt neben dem elektronischen Signalton auch eine Kompressorhorn-Tonfolge. Die Lackierung des VRW erfolgte in Tagesleuchtrot (RAL 3024) und Reinweiß (RAL 9010). Die Streifenbeklebung und reflektierende Konturenbeklebung wurde in Weiß ausgeführt. Der Komplettpreis für das Fahrzeug mit Ausbau betrug 90.000 Euro, wovon zirka 10.000 Euro vom Feuerwehrverein beigesteuert wurden. Die feuerwehrtechnische Beladung konnte weitestgehend vom Vorgängerfahrzeug übernommen werden. (Text und Foto: Uwe Bunzel)

Sprinter mit drei Achsen

Im oberösterreichischen Mühlviertel hat die Feuerwehr Hinterschiffl ein sieben Tonnen schweres LF-A mit drei Achsen im Dienst. Das Besondere: Fahrgestell ist ein Mercedes Sprinter. Die Firma Oberaigner baute das Serienfahrzeug zu einem 6×6-Fahrgestell um, Marktführer Rosenbauer lieferte den Aufbau. Feuerwehr-Magazin-Autor Hermann Kollinger hatte Gelegenheit, das LF-A in einem Steinbruch zu testen. Hier sein Video-Making-of.

Mobile Atemschutz-Sammelstelle

In der Serie “Tüftlereien – Aus der Praxis – Für die Praxis” stellen wir im Heft eine mobile Sammelstelle für Atemschutzgeräte vor. Idee und Umsetzung stammt von der Freiwilligen Feuerwehr Uslar (Kreis Northeim, NI).

Weitere Bilder zur Konstruktion zeigen wir in einer kleinen Galerie:

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